Allgemeine Berichte | 03.02.2022

Erinnerung an deportierte jüdische Opfer

Remagen.Zum Holocaust Gedenktag am 27.1.2022, erinnerte das Bündnis für Frieden und Demokratie Remagen an die 13 aus Remagen im Jahr 1942 deportierten jüdischen Opfer. Mitglieder des Bündnisses putzten die Stolpersteine und legten Rosen ab.

Es jährt sich zu 80. Mal, dass jüdische Bewohner Remagens in die Vernichtungslager deportiert wurden. Die Stolpersteine in der Bachstraße, in der Marktstraße und am Römerhof erinnern daran. Doch viel mehr Menschen jüdischen Glaubens, die aus der Region Sinzig /Remagen stammten, wurden in den schrecklichen Jahren des NS-Regimes ermordet.

Agnes und Rudolf Menacher aus Remagen recherchierten jahrelang und listeten sie im Jahr 2016 auf. Es sind mehr als 68.

Ebenso in Funk und Fernsehen gab es vor und nach dem Gedenktag eine ausgiebige Berichterstattung und Dokumentationen zur damaligen Schreckensherrschaft. „Es ist ungeheuerlich und unfassbar, welche Greueltaten jedes Jahr neu ans Licht kommen und von den heutigen Zeitzeugen, die damals Kinder waren, beschrieben werden“, so Karin Keelan vom Bündnis.

Im Gegensatz dazu vermehrten sich rechtsextreme Haltungen immer schneller, besonders in den sozialen Netzwerken.

„Gleichzeitig macht sich eine Art Gleichgültigkeit breit, wie bei den sogenannten Spaziergängen zu beobachten ist“, ergänzt Michaela Schmitt, ebenfalls Sprecherin im Bündnis. „Die Impfgegner scheinen zu ignorieren, dass der Protest von rechtextremen Haltungen unterwandert wird. Umso wichtiger ist unsere Arbeit vor Ort, nämlich die des Gedenkens, des Erinnerns und der Aufklärung.“

Pressemitteilung Bündnis

für Frieden und Demokratie

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