Allgemeine Berichte | 04.09.2017

Verkehrssicherheitspreis: Preisverleihung bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach

Erster Preis für Präventionsprojekt „Crash-Kurs“

Jorg Holzhäuser vom Verkehrsministerium und Geschäftsführer Manfred Breitbach von der Unfallkasse (v. links) überreichten die vier Verkehrssicherheitspreise. UBU

Andernach. Gute Ideen zur Verkehrssicherheit werden belohnt. Wer beispielsweise Kinder im Straßenverkehr schützt, Fahrneulingen die Angst nimmt, älteren Menschen zur sicheren Mobilität verhilft oder andere vorbildliche Einfälle verwirklicht, kann sich beim Forum Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz für den mit 4000 Euro dotierten Verkehrssicherheitspreis bewerben. Vor wenigen Tagen wurden bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach gleich vier vorbildliche Projekte ausgezeichnet. Der erste Preis ging an die Hochschule der Polizei auf dem Hahn für das Präventionsprojekt „Crash-Kurs“. Das Projekt richtet sich an junge Fahranfängerinnen und Fahranfänger. Kooperationspartner sind dabei die Polizei, Feuerwehren, Rettungsdienste, Notfallseelsorge und Schulen. Ziel des Projekts ist es, bei den jungen Menschen eine persönliche Betroffenheit zu erzeugen und ihnen die Einstellung der „Unverletzlichkeit“ zu nehmen. „Wir möchten die jungen Menschen dahingehend sensibilisieren, dass Unfälle nicht einfach passieren, sondern Ursachen haben“, betont Patrick Brummer, Dozent für Verkehrsrecht/Verkehrslehre an der Hochschule der Polizei RLP. 23 junge Fahrer seien 2016 bei Verkehrsunfällen getötet worden. Dabei zählten insbesondere junge männliche Autofahrer zu der Gruppe, die am häufigsten in Unfälle verwickelt sei. Das Ziel des Programms „Crashkurs“ sei, eine Einstellungs- und Verhaltensänderung bei den jungen Menschen herbeizuführen. „Prävention wird durch Emotionalisierung effektiver“, weiß Brummer. „Polizisten, Rettungssanitäter, Feuerwehrleute und Unfallseelsorge erzählen den Jugendlichen, was sie bei schweren Unfällen erlebt haben. Dabei verschweigen sie weder grausame Details noch ihre Gefühle die sie haben, wenn sie leblose junge Menschen in einem Autowrack vorfinden. Während der Ausführungen der Augenzeugen werden großformatige Bilder vom Unfallort auf eine Leinwand projiziert“, erläutert Brummer die Inhalte der „Crashkurs-Veranstaltungen“. Bisher seien mit diesem Projekt rund 5000 Teilnehmer erreicht worden. „Das Fazit einer umfangreichen Evaluation der Hochschule der Polizei, für die rund 29.000 Datensätze ausgewertet wurden, war unter anderem eine positive Verhaltensänderung der „Crash-Kurs“-Teilnehmenden“, betont Brummer.

Der zweite Preis wurde gleich zweimal vergeben. Für ihr Projekt „Reparaturwerkstatt“, wurde die Matzenbergschule in Pirmasens ausgezeichnet. In ihrer Reparaturwerkstatt halten die Schülerinnen und Schüler unter anderem Fahrräder, Mofas sowie Tretroller instand. Ziel sei es, den jungen Menschen der Förderschule nützliche Fertigkeiten für ihre Zukunft zu vermitteln. Für ihr Verkehrssicherheitsprojekt „Sehen und Gesehen werden“, ging ein weiterer zweiter Preis an die Kindertagesstätte Heilige Dreifaltigkeit in Freudenberg. Mit diesem mehrtägigen Projekt möchte die Kita die Kinder auf den kommenden Schulweg und eine selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr vorbereiten.

Wenn schon Gaffen - dann richtig

Für ihr Projekt „Gafferbox“ erhielt die Feuerwehr der Stadt Mainz den dritten Preis. Nach dem Motto „Gaffen? Dann aber bitte richtig!“ haben die Initiatoren eine Aktionsbox gebaut, um mit einem Aha-Effekt über das Thema „Gaffen“ aufzuklären. Der Zuschauer wird dabei sowohl in die Rolle des „Gaffers“ als auch in die einer Einsatzkraft versetzt. Ziel sei es, dem Besucher zu veranschaulichen, wie sich eine Einsatzkraft fühle, die von allen Seiten begafft werde. Dabei soll auch ein Bewusstsein dafür entwickelt werden, dass es nur einen Schritt brauche, sich vom Zuschauer, welcher nur kurz aus Neugierde schaue, bei den Gaffern einzureihen. Jörg Holzhäuser vom Verkehrsministerium und Geschäftsführer Manfred Breitbach von der Unfallkasse überreichten die vier Verkehrssicherheitspreise.

Die Schüler Johannes Thiel und Sascha Montz von der Matzenbergschule Pirmasens setzen vor den Augen zahlreicher Zuschauer ein Fahrrad instand. Die Reparaturwerkstatt der Schule wurde mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Die Schüler Johannes Thiel und Sascha Montz von der Matzenbergschule Pirmasens setzen vor den Augen zahlreicher Zuschauer ein Fahrrad instand. Die Reparaturwerkstatt der Schule wurde mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Der erste Preis ging an die Hochschule der Polizei auf dem Hahn für ihr Projekt „Crash-Kurs“.

Der erste Preis ging an die Hochschule der Polizei auf dem Hahn für ihr Projekt „Crash-Kurs“.

Jorg Holzhäuser vom Verkehrsministerium und Geschäftsführer Manfred Breitbach von der Unfallkasse (v. links) überreichten die vier Verkehrssicherheitspreise. Fotos: UBU

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