Allgemeine Berichte | 03.11.2017

Technisches Hilfswerk Ortsverband Sinzig nahm an Großübung „BASALTIN“ in Linz teil

Explosionen im alten Betonwerk: Sinziger Retter eilen zur Übung

Ein stillgelegtes Firmengelände bei Linz am Rhein erstrahlt im Licht von Explosionen und Scheinwerfern: Auslöser hierfür war die Großübung „BASALTIN“, für die 250 Einsatzkräfte alarmiert wurden

Beim Eintreffen der Sinziger Bergungshelfer stellte sich folgendes Szenario dar: Ein Bus war gegen einen Brückenpfeiler gefahren. Fotos:privat

Sinzig/Linz. Am vergangenen Samstag wurde die friedliche Stadt Linz nicht nur durch Explosionen im nahe gelegenen Betonwerk aufgerüttelt, sondern auch durch das Echo der Blaulichter und Sirenen von rund 250 alarmierten Einsatzkräften des THW, DRK, der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei. Hier übten die versammelten Einsatzkräfte die Rettung von verschütteten Personen bei der Großübung „BASALTIN“.

Beim Eintreffen der Sinziger Bergungshelfer gab es einen Bus, welcher gegen einen Brückenpfeiler gefahren war. Hier mussten Personen aus dem Bus gerettet und die Bücke mittels Gerüstsystem in der Statik gesichert werden. Parallel wurde eine Personensuche im angrenzenden Waldgebiet gestartet, da zu diesem Zeitpunkt Personen aus dem Bus vermisst wurden. Der Zugtrupp aus Sinzig hatte zu dieser Phase die Einsatzleitung.

Im weiteren Übungsverlauf simulierte die Übungsleitung ein heftiges Unwetter, welches mehrere Zementstaubexplosionen im alten Betonwerk auslöste. Mitarbeiter des Unternehmens wurden hierbei verletzt und verschüttet. Für die Einsatzkräfte galt es nun aus den verschiedensten Übungsszenarien die Personen zu retten.

Als primäre Aufgabe der Bergungsgruppen des THW kam hierbei schweres Gerät zum Einsatz. Neben Arbeiten, die Trennjäger und Seilwinde erforderten, mussten Decken abgestützt und ausgesteift werden. Um die geschulten Verletztendarsteller zu retten, mussten massive Wände durchbrochen und Tunnel beräumt werden. Die Einheiten der Bergung wurden durch die Fachgruppen für Beleuchtung, Ortung und den Kräften der Höhenrettung und des ESS (Einsatzstellen-Sicherungs-System) unterstützt. Die SEG-Kräfte (Schnell-Einsatzgruppen) des DRK versorgten die zum Teil schwer verletzten Personen fachgerecht. Aufgrund gezielt ausgelöster Explosionen durch die Bundespolizei galt es für die freiwillige Feuerwehr entstehende Brände einzudämmen und zu löschen. Mit ihrer Drehleiter unterstützten sie die Höhenretter des THW bei der Rettung von Verletzten aus verschiedenen Ebenen.

Der OV Sinzig war mit 17 Helferinnen und Helfern aktiv an der Übung beteiligt, außerdem wurden Kräfte für die Pressebetreuung und als Übungsbeobachter gestellt.

In der Liegenschaft in Sinzig war die Verpflegungsgruppe aus Landau aktiv und hat die Verpflegung für die Übungsteilnehmer gekocht und mit der Fähre zum Übungsgelände transportiert.

Pressemitteilung

THW, Ortsverband Sinzig

Ein simuliertes heftiges Unwetter war Ursache mehrerer Zementstaubexplosionen im alten Betonwerk.

Ein simuliertes heftiges Unwetter war Ursache mehrerer Zementstaubexplosionen im alten Betonwerk.

Die THWler übten auch die Rettung aus einem Schachtsystem.

Die THWler übten auch die Rettung aus einem Schachtsystem.

Beim Eintreffen der Sinziger Bergungshelfer stellte sich folgendes Szenario dar: Ein Bus war gegen einen Brückenpfeiler gefahren. Fotos:privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Imageanzeige
Gesundheit im Blick
Nacht der Vulkane
150 Jahre Jubiläum
150 Jahre Blick aktuell
150 Jahre Krupp Verlag
Empfohlene Artikel
Der Schängelbrunnen ist in jeglicher Hinsicht ein Hingucker. Foto: AP
17

Seit 1941 plätschert er auf dem Willi-Hörter-Platz in der Altstadt vor sich hin. Oder besser gesagt: er spuckt sich tapfer durch die Jahrzehnte. Dieser Brunnen ist aber kein stilles Wasserspiel, sondern wie ein echter Koblenzer ein wahres Original. Original: frech, unbeeindruckt und leicht verschmitzt. Der Schängelbrunnen ist dem gewidmet, was die Koblenzer Welt im Innersten zusammenhält: dem Schängel selbst.

Weiterlesen

Auf rund 240 Seiten erzählt Ayche offen von den prägenden Stationen ihres Lebens.  Foto: privat
10

Kreis Ahrweiler. Unter dem Titel „Einfach mal machen. Loslegen. Scheitern. Und wieder mutig sein.“ hat die Bruchsaler Sängerin Nadia Ayche ihre erste Autobiografie veröffentlicht. Das Buch ist am 18. Juni im Bonifatius Verlag in Paderborn erschienen. Begleitet wurde sie beim Schreibprozess vom Düsseldorfer Schriftsteller Leo G. Linder, der als Co-Autor mitwirkte.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Adobe Stock
8939

Eine Woche lang hattet Ihr die Möglichkeit, Eure Lieblingseisdielen im BLICK aktuell-Land zu nominieren und das Ergebnis einfach gigantisch! Ihr habt insgesamt 42 Eisdielen nominiert. Jetzt seid Ihr gefragt: Stimmt in unserem großen Voting für Eure persönliche Lieblingseisdiele ab und unterstützt Euren Lieblingseismacher!

Weiterlesen

Da die Bundesstraße im Bereich der Unfallstelle über eine Hochbrücke verläuft und der Lkw auf der zerstörten Leitplanke direkt vor dem Abgrund stehen geblieben war, gestaltete sich die Bergungssituation als anspruchsvoll.
475

Lkw-Verkehrsunfall auf der Ortsumgehung Altenahr erfordert Feuerwehr-Einsatz

17.07.: Anspruchsvolle Bergung auf der als Hochbrücke verlaufenden B257

Altenahr / VG Altenahr. Am heutigen Freitagmorgen wurde die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Altenahr um 09:56 Uhr durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Koblenz zu einem Verkehrsunfall mit einem Lkw auf der Bundesstraße 257 in Fahrtrichtung Adenau alarmiert. Die Einsatzstelle befand sich nur wenige hundert Meter vom temporären Standort der Freiwilligen Feuerwehr Altenahr entfernt, unmittelbar hinter dem Übigs-Tunnel.

Weiterlesen