Allgemeine Berichte | 19.04.2024

Familienbuch Hammerstein fertig gestellt

Grundlegende Darstellung der Familien und Einzelpersonen, die in Hammerstein in der Zeit von 1900 bis 1980 gelebt haben

Beate Busch-Schirm. Foto: Erhard Schirm

Hammerstein. Rund zwei Jahre haben die Recherchen für das neue Werk gedauert. Nun ist das Familienbuch Hammerstein „Die Einwohner von Hammerstein 1900 bis 1980“ fertig gestellt. „Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Das sind die zentralen Fragen unseres Lebens. Zumindest die erste Frage kann mit Hilfe der Familienforschung beantwortet werden.“

Viele Menschen erfasst derzeit der Virus der Vorfahren Suche, denn: Geschichte prägt! Die Geschichte, das Erleben unserer Vorfahren, prägt auch unser Tun und Handeln heute. Bewusst oder unbewusst handeln wir mehr oder weniger nach der Summe der Erfahrungen unserer Vorfahren. Zu diesem Zweck suchen Tausende von Menschen Antworten auf die Frage nach ihrer Abstammung, nach ihrer Herkunft. Sie durchkämmen Archive, wühlen in Kisten auf dem Dachboden und in Opas Nachtschränkchen, entziffern vergilbte Urkunden und geben Suchanzeigen in Mailinglisten bei familienkundlichen Vereinen auf. Es wächst das Bedürfnis zweifelsfrei zu wissen, von welchen Menschen man denn nun tatsächlich abstammt. „Unsere Zukunft, gestaltet sich nicht nur aus unserer eigenen Erinnerung heraus sondern auch aus der Erinnerung unserer Vorfahren. Immer mehr rückt ja sogenannte Alltagsgeschichte, die sich nur auf den ersten Blick fern ab von der großen Weltbühne abspielt, ins Blickfeld.“

Das Wissen um die eigenen Wurzeln erleichtert die Bewältigung der Tagesprobleme in einer Welt, die angesichts der rasanten Globalisierung und der gewaltigen Migrationsbewegungen immer komplizierter und undurchsichtiger erscheint und es wohl auch ist. Ohne unsere Verwurzelung in der Jahrhunderte und Jahrtausende langen Geschichte wären wir nicht das, was wir heute sind.

Erst die Aneinanderreihung aller Familien vermittelt uns neue Erkenntnisse über ihre Entstehung, ihren Aufstieg, ihren Niedergang, über ihre Familiennamen, deren Deutung, über zwischenmenschliche Beziehungen und über kulturelle und soziale Gegebenheiten vergangener Zeiten.

Daten von 1900 bis 1980

Die Aufnahme der Daten erfolgte aufgrund von standesamtlichen Urkunden, die beim Standesamt Leutesdorf bzw. beim Standesamt Bad Hönningen geführt wurden.

244 Seiten

Auf 244 Seiten werden Familien und Einzelpersonen (über 1.800) dargestellt, die in Hammerstein in der Zeit von 1900 bis 1980 gelebt haben. Mehrere Adressbücher und das Gebäudebuch des Gemeindebezirks Hammerstein liefern genaue Anschriften der Einwohner. Zahlreiche historische Bilder ergänzen die Texte. Das Buch gibt Auskunft über die Geburts- Heirats- und Sterbedaten der einzelnen Einwohner, ihren Beruf, ihre wirtschaftliche und teilweise auch über ihre soziale Situation. Es führt den Leser somit weit hinein in die konkrete Lebenssituation der Bewohner von Hammerstein.

Breiten Raum nehmen auch die gefallenen Soldaten und die Zivilopfer in Hammerstein in den beiden Weltkriegen ein. Waren es früher ansteckende Krankheiten, Kinderkrankheiten, Epidemien und Seuchen, die schwere Opfer in der Bevölkerung forderten, so waren es im 20. Jahrhundert die Kriege.

„Ihr werde wieder zu Hause sein, ehe noch das Laub von den Bäumen fällt“ gab der deutsche Kaiser Wilhelm II seinen Truppen im Sommer 1914 mit auf den Weg, als sie in Richtung Belgien und Frankreich zogen. Der Krieg endete erst am 11. November 1918 und forderte Millionen Opfer, wie wir heute wissen.

17 Gefallene und Vermisste im 1. Weltkrieg

Der 1. Weltkrieg hat insgesamt 17 Gefallene und Vermisste aus Hammerstein gefordert. Mit Hilfe des Familienbuches Hammerstein lassen sich schnell und mühelos Familienketten über mehrere Generationen nachweisen und so einen Stammbaum erstellen. Das Buch versetzt den Leser also in die Lage, seine eigene Genealogie, die Folge seiner Vorfahren – soweit sie in den Orten Nieder- und Oberhammerstein, gelebt haben – aufzuzeigen.

Das Buch ist ab sofort im Reisehaus Bertels in der Hauptstr. 56 a in Leutesdorf erhältlich.

Beate Busch-Schirm. Foto: Erhard Schirm

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