In den Containern war unter anderem eine Apotheke und eine Arztpraxis provisorisch untergebracht
Fluthilfe: Container in Kalenborn wurden abgebaut
Kalenborn. Autofahrer, die regelmäßig die B 257 befahren, werden es schon längst bemerkt haben: Seit einigen Wochen ist die Containeranlage an der Kalenborner Höhe verschwunden. Seit Spätsommer 2021 waren dort in provisorischen Räumen zunächst eine Arztpraxis und eine Apotheke untergebracht, um die Bevölkerung nach der Hochwasserkatastrophe medizinisch zu versorgen. Später dann wurden die Container genutzt, um mehrere Praxen für Psychotherapie dort unterzubringen – Hintergrund war auch hier der gestiegene Bedarf an Therapieangeboten nach der Flut. Finanziert wurden die Übergangs-Räumlichkeiten durch das Gesundheitshilfswerk action medeor, das seit den ersten Tagen nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal aktiv ist. Jetzt wurden die Container an der Kalenborner Höhe abgebaut und das Gelände wieder wie vorher hergestellt. Die Containeranlage, die inzwischen der Ortsgemeinde Kalenborn gehört, wurde an einem neuen Standort an der Holmichstraße wieder aufgebaut. Dort wird sie für eine Übergangszeit von Berufsfachschülern der Ahrtalschule genutzt, deren ursprünglicher Standort in Altenburg durch das Hochwasser zerstört wurde. Den Schülern dient die Containeranlage nun als Fachraum für Berufsorientierung, später möchte die Gemeinde Kalenborn darin einen Jugendraum einrichten.
Projekt ist abgeschlossen
Für das Hilfswerk action medeor bedeutet die Versetzung der Containeranlage nun auch einen Abschluss des Projekts. „Mit den Übergangsräumen haben wir einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in der Region geleistet. Nach dem Rückbau der Anlage an der Kalenborner Höhe ist dieses Projekt für uns jetzt abgeschlossen“, erläutert Markus Bremers, Pressesprecher von action medeor. Während in Kalenborn ein Gesundheitsprojekt zum Abschluss kommt, befindet sich ein anderes Projekt einige Kilometer ahraufwärts gerade im Bau. Auch hier ist action medeor maßgeblich beteiligt, denn mit Unterstützung des Hilfswerks entsteht in Hönningen-Liers gerade eine Tagespflegeeinrichtung der Sozialstation Adenau-Altenahr. Die Rohbauarbeiten gehen inzwischen zügig voran, Mitte Mai soll Richtfest gefeiert werden für das Gebäude, in dem auf einer Fläche von 300 Quadratmetern 16 Tagespflegeplätze entstehen. „Durch die Flutkatastrophe im Jahr 2021 hat sich auch die Situation für pflegebedürftige und pflegende Menschen im Ahrtal deutlich verschlechtert, die Wege zu Pflegeeinrichtungen sind weit“, erläutert Bremers den Hintergrund des Projekts. „Die Tagespflege soll hier eine deutliche Entlastung der Menschen bringen und zur Strukturverbesserung in der Pflege beitragen.“ Finanziert wurden sowohl das Gesundheitsprojekt in Kalenborn als auch das Pflegeprojekt in Liers unter anderem mit Spenden aus dem Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“, in dem action medeor Mitglied ist.
Foto: action medeor
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