Allgemeine Berichte | 12.05.2026, 09:11 Uhr

Im Dreifaltigkeitsweg kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen:

HeimatCheck: Sinzig: Eltern-Taxis nerven Anwohner

Der Dreifaltigkeitsweg in Sinzig: Der Verkehr hat hier über die Jahre kontinuierlich zugenommen.  Foto: ROB

Sinzig. Mit der Serie HeimatCheck bietet BLICK aktuell Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, auf Missstände oder Probleme vor Ort aufmerksam zu machen. Die Redaktion greift die Hinweise auf, recherchiert die Hintergründe und holt Stellungnahmen der zuständigen Behörden ein. Aktuell erreichten die Redaktion mehrere Hinweise zur Verkehrssituation im Bereich des Dreifaltigkeitswegs in Sinzig. Vor allem zu den Bring- und Abholzeiten der Schulen und Kindertagesstätten sorgen sogenannte „Elterntaxis“ nach Angaben von Anwohnern und Eltern immer wieder für kritische Situationen. Haltende Fahrzeuge und unübersichtliche Verkehrsabläufe führten demnach regelmäßig zu gefährlichen Momenten für Schulkinder und andere Verkehrsteilnehmer. Im Rahmen des HeimatChecks hat BLICK aktuell die Stadtverwaltung Sinzig mit den geschilderten Problemen konfrontiert und um Stellungnahme gebeten.

Ein bekanntes Problem

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist die Problematik seit Jahren bekannt. Der individuelle Verkehr rund um die Kindertagesstätten und Schulen am Dreifaltigkeitsweg habe kontinuierlich zugenommen. Bereits im Jahr 2020 sei daher ein Schulwegekonzept beschlossen worden. Dessen Umsetzung habe sich jedoch infolge der Flutkatastrophe 2021 und der damit verbundenen Wiederaufbauarbeiten verzögert.

Im Rahmen dieses Schulwegekonzeptes beschloss der Sinziger Stadtrat im Jahr 2024 auf Vorschlag der Verwaltung eine Erweiterung der provisorischen Hol- und Bringzone auf der Jahnwiese. Diese wurde im Sommer 2025 eingerichtet und werde nach Einschätzung der Verwaltung von vielen Eltern gut angenommen. Zusätzlich sei entlang der Jahnstraße mithilfe von Absperrgittern eine Trennung von Gehweg und Fahrbahn sowie eine sichere Wegeführung geschaffen worden.

Weitere bauliche Maßnahmen am Dreifaltigkeitsweg konnten laut Verwaltung bislang noch nicht umgesetzt werden, da dort weiterhin Arbeiten im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau stattfinden. Im Schulwegekonzept seien unter anderem sogenannte Elternhaltestellen sowie die Möglichkeit vorgesehen, bestimmte Bereiche mit Pollern abzusperren.

Gleichzeitig weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass das zeitweise Durchfahrverbot für Pkw während der Stoßzeiten sowie das absolute Halteverbot weiterhin häufig missachtet würden. Der Bereich werde daher in unregelmäßigen Abständen durch Mitarbeitende des Ordnungsamtes kontrolliert. Teilweise führe auch die Polizei Verkehrskontrollen durch. Festgestellte Verstöße würden entsprechend geahndet.

Darüber hinaus unterstützt die Stadtverwaltung die Arbeit der „AG Sicherer Schulweg“. Ziel der Initiative sei es, die geplanten Maßnahmen zu begleiten und den Austausch zwischen Verwaltung, Stadtrat, Schulen, Eltern und Schülerinnen und Schülern zu verbessern.

Mitmachen beim HeimatCheck!

Mit der Serie HeimatCheck bietet BLICK aktuell Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, auf Missstände oder Probleme vor Ort aufmerksam zu machen. Die Redaktion greift diese Hinweise auf, recherchiert die Hintergründe und holt Stellungnahmen der zuständigen Behörden ein. Hinweise und Themenvorschläge können per E-Mail an heimatcheck@kruppverlag.de eingereicht werden.

ROB

Der Dreifaltigkeitsweg in Sinzig: Der Verkehr hat hier über die Jahre kontinuierlich zugenommen. Foto: ROB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Monatliche Anzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Dusch WC
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Pellenzer Lehrstellenbörse
Sonderseite Flowcraft
Kirmes Ettringen 2026
Empfohlene Artikel
Bald geht es wieder los und Bad Neuenahr wird zum Rummelplatz.  Foto:DU
33

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Vom Freitag, 2., bis Dienstag, 6. Oktober, verwandelt sich Bad Neuenahr wieder in eine große Kirmes- und Flaniermeile. Mehr als 50 Schaustellerinnen und Schausteller bringen mit Fahrgeschäften, Spielbuden, Imbiss- und Süßwarenständen jede Menge Unterhaltung und Kirmesstimmung mitten in die Innenstadt. Auch in diesem Jahr wird das Veranstaltungsgelände erweitert, denn die Fläche am Alten Markt wird in die Kirmes einbezogen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
1176

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
962

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

Symbolbild.
760

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen