Im Dreifaltigkeitsweg kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen:
HeimatCheck: Sinzig: Eltern-Taxis nerven Anwohner
Sinzig. Mit der Serie HeimatCheck bietet BLICK aktuell Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, auf Missstände oder Probleme vor Ort aufmerksam zu machen. Die Redaktion greift die Hinweise auf, recherchiert die Hintergründe und holt Stellungnahmen der zuständigen Behörden ein. Aktuell erreichten die Redaktion mehrere Hinweise zur Verkehrssituation im Bereich des Dreifaltigkeitswegs in Sinzig. Vor allem zu den Bring- und Abholzeiten der Schulen und Kindertagesstätten sorgen sogenannte „Elterntaxis“ nach Angaben von Anwohnern und Eltern immer wieder für kritische Situationen. Haltende Fahrzeuge und unübersichtliche Verkehrsabläufe führten demnach regelmäßig zu gefährlichen Momenten für Schulkinder und andere Verkehrsteilnehmer. Im Rahmen des HeimatChecks hat BLICK aktuell die Stadtverwaltung Sinzig mit den geschilderten Problemen konfrontiert und um Stellungnahme gebeten.
Ein bekanntes Problem
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist die Problematik seit Jahren bekannt. Der individuelle Verkehr rund um die Kindertagesstätten und Schulen am Dreifaltigkeitsweg habe kontinuierlich zugenommen. Bereits im Jahr 2020 sei daher ein Schulwegekonzept beschlossen worden. Dessen Umsetzung habe sich jedoch infolge der Flutkatastrophe 2021 und der damit verbundenen Wiederaufbauarbeiten verzögert.
Im Rahmen dieses Schulwegekonzeptes beschloss der Sinziger Stadtrat im Jahr 2024 auf Vorschlag der Verwaltung eine Erweiterung der provisorischen Hol- und Bringzone auf der Jahnwiese. Diese wurde im Sommer 2025 eingerichtet und werde nach Einschätzung der Verwaltung von vielen Eltern gut angenommen. Zusätzlich sei entlang der Jahnstraße mithilfe von Absperrgittern eine Trennung von Gehweg und Fahrbahn sowie eine sichere Wegeführung geschaffen worden.
Weitere bauliche Maßnahmen am Dreifaltigkeitsweg konnten laut Verwaltung bislang noch nicht umgesetzt werden, da dort weiterhin Arbeiten im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau stattfinden. Im Schulwegekonzept seien unter anderem sogenannte Elternhaltestellen sowie die Möglichkeit vorgesehen, bestimmte Bereiche mit Pollern abzusperren.
Gleichzeitig weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass das zeitweise Durchfahrverbot für Pkw während der Stoßzeiten sowie das absolute Halteverbot weiterhin häufig missachtet würden. Der Bereich werde daher in unregelmäßigen Abständen durch Mitarbeitende des Ordnungsamtes kontrolliert. Teilweise führe auch die Polizei Verkehrskontrollen durch. Festgestellte Verstöße würden entsprechend geahndet.
Darüber hinaus unterstützt die Stadtverwaltung die Arbeit der „AG Sicherer Schulweg“. Ziel der Initiative sei es, die geplanten Maßnahmen zu begleiten und den Austausch zwischen Verwaltung, Stadtrat, Schulen, Eltern und Schülerinnen und Schülern zu verbessern.
Mitmachen beim HeimatCheck!
Mit der Serie HeimatCheck bietet BLICK aktuell Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, auf Missstände oder Probleme vor Ort aufmerksam zu machen. Die Redaktion greift diese Hinweise auf, recherchiert die Hintergründe und holt Stellungnahmen der zuständigen Behörden ein. Hinweise und Themenvorschläge können per E-Mail an heimatcheck@kruppverlag.de eingereicht werden.
ROB
