Allgemeine Berichte | 02.06.2026

Bereits seit seiner Kindheit setzt sich Timo für seine Mitmenschen ein

HeimatHelden: Für Timo Vellage ist Helfen kein Hobby, sondern Berufung

„Es ist ein tolles Gefühl, Menschen helfen zu können“, sagt Timo Village.  Foto:

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wenn Menschen Hilfe brauchen, zählt oft jede Minute. Dass bei Veranstaltungen, Blutspendeterminen oder in Notlagen schnelle Unterstützung bereitsteht, ist vielerorts dem Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zu verdanken. Einer von ihnen ist Timo Vellage aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der 25-Jährige engagiert sich seit vielen Jahren beim Deutschen Roten Kreuz und hat dort nicht nur seine Leidenschaft, sondern auch seinen beruflichen Weg gefunden.

Erste Bande knäüpfte Timo Vellage bereits im Alter von elf Jahren. Damals schloss er sich an seiner Schule der Schulsanitätsdienst-AG an. Viel wusste er über das DRK zunächst nicht. „Ich kannte eigentlich nur den Rettungsdienst“, erinnert er sich. Doch dank seiner engagierten Ausbilderin Petra Krah erhielt er schnell Einblicke in die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes und lernte die Grundlagen der Ersten Hilfe kennen.

Was als schulische Arbeitsgemeinschaft begann, entwickelte sich schon bald zu einer echten Leidenschaft. „Die AG hat mir so großen Spaß gemacht, dass ich noch mehr lernen und erfahren wollte“, berichtet Vellage. Deshalb besuchte er ein Treffen des DRK-Ortsvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dort wurde er herzlich aufgenommen und fühlte sich von Anfang an als Teil der Gemeinschaft. „Die Zeit dort war super spannend. Ich wurde sofort integriert und habe mich sehr wohlgefühlt. Deshalb engagiere ich mich bis heute im Ortsverein und habe sogar meine berufliche Heimat beim Roten Kreuz gefunden.“

Mit 15 Jahren trat er in die Bereitschaft ein und absolvierte die Ausbildung zum Helfer im Sanitätsdienst. Doch damit war sein Wissensdurst noch längst nicht gestillt. Im Jahr 2019 folgte die Ausbildung zum Rettungssanitäter. Fast sieben Jahre arbeitete er anschließend hauptamtlich beim DRK-Kreisverband Ahrweiler, bevor er im September 2025 die Ausbildung zum Notfallsanitäter begann.

Seit seinem Einstieg ins Ehrenamt hat Timo Vellage rund 3.000 Stunden in Einsätze, Ausbildungen und Lehrgänge investiert. Eine Zahl, die beeindruckt. Für ihn steht jedoch nicht der zeitliche Aufwand im Vordergrund, sondern das, was er dafür zurückbekommen hat. „Das klingt nach sehr viel Zeit, aber ich habe auch unglaublich viel gewonnen. Ich habe viele Freundschaften geschlossen, wertvolle Erfahrungen gesammelt und mich persönlich weiterentwickelt.“

Besonders gerne erinnert er sich an seine Einsätze bei Rock am Ring. Das Musikfestival zählt für ihn zu den Höhepunkten seines ehrenamtlichen Engagements. Dort arbeitet er gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern aus verschiedenen DRK-Ortsvereinen zusammen. „Die Zusammenarbeit macht großen Spaß und man bekommt von den Besuchern sehr viel Wertschätzung zurück“, erzählt er.

Für Timo Vellage ist das Ehrenamt weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung. „Es ist ein tolles Gefühl, Menschen helfen zu können. Deshalb ist mein ehrenamtliches Engagement kein Hobby, sondern eine Berufung“, sagt der 25-Jährige.

Gleichzeitig möchte er andere Menschen ermutigen, selbst den Schritt ins Ehrenamt zu wagen. Gerade beim Deutschen Roten Kreuz falle der Einstieg leicht. Neue Helferinnen und Helfer würden offen empfangen und Schritt für Schritt an ihre Aufgaben herangeführt. „Jeder, der Interesse hat, ist willkommen. Man wird mit Offenheit und Herzlichkeit aufgenommen und findet schnell Anschluss.“

Mit seinem Einsatz, seiner Hilfsbereitschaft und seinem Engagement steht Timo Vellage stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen im Kreis Ahrweiler, die oft im Hintergrund wirken und dennoch unverzichtbar für das Gemeinwohl sind. Menschen wie er machen deutlich, warum das Ehrenamt eine tragende Säule unserer Gesellschaft ist – und genau deshalb ist Timo Vellage ein echter Heimatheld!

Mitmachen bei den HeimatHelden:

BLICK aktuell möchte weiterhin Menschen und Initiativen vorstellen, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft engagieren. Wer einen HeimatHelden kennt, kann Vorschläge mit einer kurzen Beschreibung per E-Mail an redaktion@kruppverlag.de senden.

ROB

„Es ist ein tolles Gefühl, Menschen helfen zu können“, sagt Timo Village. Foto:

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