In Schulstraße und Saarstraße ist Tempo 30 angesagt: Stellt dies eine Gefahr für Schulkinder dar?
Heimatcheck: Weniger Tempo bei Bad Bodendorfer Schule und Kita gewünscht
Sinzig-Bad Bodendorf. Im Sinziger Ortsteil Bad Bodendorf liegen Kita und Schule dicht beieinander: in der Schulstraße und der Saarstraße. Hier Tempo 30, doch viele Bürgerinnen und Bürger, und insbesondere Elern, wünschen sich einen verkehrsberuhigten Bereich, der Kindern und Familien noch mehr Sicherheit bietet. BLICK aktuell hat im Rahmen der Serie „Heimatcheck“ bei der Stadtverwaltung Sinzig nachgefragt, wie diese den Wunsch bewertet.
Die Antwort aus dem Rathaus fällt differenziert aus. Verkehrsberuhigte Bereiche seien nach Auskunft der Verwaltung grundsätzlich für verkehrsschwächere Zonen vorgesehen. Meist handele es sich dabei um reine Wohngebiete ohne innerörtlich wichtige Verkehrsverbindungen und mit ausgeprägter Aufenthaltsfunktion. Charakteristisch seien nicht nur besondere Verkehrsregeln, sondern auch eine eigene bauliche Gestaltung: Statt klar getrennter Fahrbahnen und Gehwege gebe es sogenannte Verkehrsmischflächen, auf denen alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt unterwegs sind.
Aufwand wäre erheblich
Entscheidend sei zudem die bauliche Ausführung. Verkehrsberuhigte Zonen seien in der Regel schon durch ihre Oberflächenbeschaffenheit als solche erkennbar. Straßen, die nicht entsprechend geplant und ausgebaut wurden, eigneten sich daher nicht ohne Weiteres für diese Verkehrsform. Ein Umbau wäre mit erheblichem Aufwand verbunden.
Gleichzeitig betont die Stadt, dass die Schulwegsicherheit ein wichtiges Thema bleibt. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit stünden neben der Straßenverkehrs-Ordnung auch zahlreiche bauliche Maßnahmen zur Verfügung. Die Verkehrssituation an allen Schulen im Stadtgebiet sei der Verwaltung bekannt und werde regelmäßig bewertet.
Mehr Rücksicht gefordert
Ein wesentlicher Faktor zur Gefahrenreduktion bleibe jedoch gerade zu den Stoßzeiten am Morgen und Mittag das rücksichtsvolle Verhalten aller Verkehrsteilnehmer. Je nach Gefahrenlage werde die Stadt auch künftig prüfen, ob und welche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation im Umfeld der Schulen notwendig sind.
Mitmachen beim Heimatcheck
Mit der Serie Heimatcheck möchte BLICK aktuell genau solche Anliegen aufgreifen: Bürger können ihre Sorgen und Probleme in der Heimatstadt schildern, die Redaktion recherchiert und berichtet über die Reaktionen von Verwaltung und Behörden. Auf diese Weise sollen kleine Ärgernisse und große Herausforderungen gleichermaßen Gehör finden.Schickt uns einfach eine E-Mail an heimatcheck@kruppverlag.de und schreibt uns, wo die Lage vor Ort verbessert werden muss. Wir sammeln eure Ideen und Hinweise, schauen genau hin, haken bei den Verantwortlichen nach und geben euch mit unserer Berichterstattung eine Stimme. ROB
