Kettiger Heimatkundler
Heimatkundler Kettig erinnern seit 15 Jahren an „alte Zeiten“
Kettig. Seit 15 Jahren treffen sich Heimatinteressierte aus Kettig monatlich im Hotel Kaiser, um sich über die abwechslungsreiche und spannende Vergangenheit des Ortes Kettig, der 915 erstmals in einer Schenkungsurkunde im Goldenen Buch der Abtei Echternach erwähnt wird, auszutauschen. Beim ersten Treffen am 20. November 2008 trafen sich auf Einladung vom damaligen Bürgermeister Norbert Hansen folgende Mitbürger: Nobert Hansen, Hans Rath, Wilfried Rünz, Horst Theisen, Willi Hommer, Elmar Hillesheim, Oliver Hartmann, Heinrich Kohl, Heinz Weiler, Werner Sorger und Gerd Elingshäuser. Dort werden alte Geschichten erzählt von oft verstorbenen Mitbürgern oder historische Dokumente oder Aufzeichnungen ausgetauscht. Gerhard Elingshäuser verfasste als Schriftführer seit Dezember 2009 monatliche Protokolle in ausführlicher und sehr informativer Form. Der Ortschronist hatte viele Jahre zuvor schon mehrere Chroniken geschrieben wie „Die Geschichte von Kettig im Wandel der Zeit“, oder „800 Jahre Pfarrei Kettig“. 2015 folgten dann sein letztes Werk mit über „400 Jahre Schule in Kettig“ mit vielen Klassenfotos von Schülern und Lehrern seit 1884 bis 2014. 15 Jahre schrieb Herr Elinghäuser die Protokolle der Sitzungen von den Heimatkundlern, bevor er aus gesundheitlichen Gründen die Aufgabe an Heimatfreund Oliver Hartmann abgab. Die Heimatfreunde sind Gerd Elingshäuser für diese geleistete Arbeit im Dienste der Historie von Kettig sehr dankbar. In den 15 Jahren wurden viele Themen besprochen und oftmals „heiß“ diskutiert: Historische Ausgrabungen, die Kettiger Kirche und Pfarrhäuser, geheimnisvolle unterirdischen Gänge in und um die Kirche bis in den Hellenpfad, die alten Grabkreuze hinter der Kirche, Die Geschichte vom Ton- und Kohleabbau, die Bimsindustrie in Kettig, die Historie vom Dorf „Werle“ in der Flurbezeichnung „im Görgenborn“, ehemalige Schmieden und Mühlen, 400 hundertjährige Schulgeschichte von Kettig, der Holunderanbau, das heutige Bürgerhaus, Lehrer und Pfarrer in Kettig, Kettiger Platt, Geschichte einiger Kettiger Vereine, die Geschichte der Entstehung einer eigenständigen Gemarkung für Weißenthurm aus den ehemaligen Gebieten von Kettig, Kärlich und Andernach, Herkunft alter Straßennamen oder Flurbezeichnungen, ein Heimatmuseum oder die Gründung eines Heimatvereins. Letztere Beiden wurde mehrheitlich nicht gewünscht. Zahlreiche Führungen und Besichtigungen wurden in Urmitz, Lahnstein, Mülheim-Kärlich, Bassenheim, Schloss Monrepos, die Archive der Abtei Rommersdorf und in der Außenstelle vom Landeshauptarchiv Koblenz in Kobern/Gondorf durchgeführt. Auch Gäste aus den Nachbarorten waren in den letzten Jahren des öfteren dabei, sowie Bürgermeister Peter Moskopp oder Pfarrer Steffens. Besprochen wurden auch weniger schöne Zeiten, wie die Zeit des dritten Reiches und des zweiten Weltkrieges. Auch die Bombardierung von Kettig am 29. Dezember 1944 und die Vertreibung und Ermordung der Juden war oft ein Thema. Es wird aber auch viel gelacht, zum Beispiel wenn Karnevalist und Ex Prinz Karl-Heinz Hillesheim einer seiner Büttenreden aus vergangenen Jahren vortrug. Auch neuere Ereignisse werden bei den Heimatverbundenen immer wieder mitgeteilt. Zum Beispiel wann der Strom nach Kettig kam, die ersten Straßen gepflastert wurden oder das erste Auto im Dorf fuhr. Auf Initiative der Heimatkundler wurden zwei alte Flurkreuze, ein Bildstock (auch Löffel genannt) und ein Heiligenhäuschen wieder aufgestellt. Seit 2008 leitete Elingshäuser den Heimat Stammtisch, bevor 2012 Herbert Korb als Teamleiter gewählt wurde. Nachfolger für den 2018 verstorbenen Herbert Korb wurde Gerhard Elingshäuser, bevor er im März 2019 von Marita Rausch abgelöst wurde die dieses Amt bis heute inne hat. Viele Heimatkundler sind seither leider verstorben. In stillen Gedenken an Elmar Hillesheim, Willy Hommer, Heinz Weiler, Heinrich Kohl, Werner Manns, Ehem. Bürgermeister Hans Höfer, Herbert Korb, Hildegard Kornwolf, Wilfried Rünz, Werner Moskopp, Hans Rath, Karl Heinz Hillesheim. Die Heimatkundler werden sie immer in guter Erinnerung behalten.
Artikel melden
06.04.: Schwerer Unfall auf der L330: Motorradfahrer nach Unfall mit Pkw schwer verletzt
- Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
- Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
SPD: „Auf das Wesentliche konzentrieren“
- Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
- Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Bad Neuenahr-Ahrweiler: Manga jetzt in der Stadtbibliothek verfügbar
- Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Oberbürgermeister Dirk Meid zum Tod des Schauspielers Mario Adorf
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf
Mayen. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die Mayen hervorgebracht hat. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen, hat von hier aus seinen Weg in eine außergewöhnliche internationale Karriere als Schauspieler gefunden. Trotz seines weltweiten Erfolges ist er seiner Heimatstadt stets eng verbunden geblieben.
Weiterlesen
Zum Tod von Mario Adorf
Ministerpräsident Alexander Schweitzer würdigt Mario Adorf als Weltstar mit rheinland-pfälzischen Wurzeln
Mit großer Betroffenheit und Trauer hat Ministerpräsident Alexander Schweitzer auf den Tod des Schauspielers und Trägers der Carl-Zuckmayer-Medaille, Mario Adorf, reagiert. „Mario Adorf war ein Ausnahmeschauspieler und Weltstar, der seiner Heimatstadt Mayen und dem Land Rheinland-Pfalz stets eng verbunden blieb.
Weiterlesen
VR Bank RheinAhrEifel eG unterstützt traditionsreichen Linzer Klapperlauf seit über 40 Jahren
Gelebte Tradition und Gemeinschaft - Klapperlauf in Linz
Linz. Der Klapperlauf in Linz am Rhein ist weit mehr als ein Brauch – er ist gelebte Tradition, Gemeinschaft und ein eindrucksvolles Zeichen regionaler Verbundenheit. Die VR Bank RheinAhrEifel eG begleitet dieses besondere Ereignis bereits seit über 40 Jahren als verlässlicher Partner und Förderer.
Weiterlesen
