Allgemeine Berichte | 23.07.2024

„Campen in Hain“ begeisterte die Besucher

In Hain ging der Punk ab

Die Bands heizten dem Publikum ordentlich ein.  Fotos: POE

Niederdürenbach. Es gibt gutes Wetter und es gibt richtig gutes Wetter. Letzteres war „Campen in Hain“ an diesem Wochenende beschieden. Gäste, VeranstalterInnen und MusikerInnen durften sich über ein Festival bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen freuen.

Malerisch gelegen, in Sichtweite zur Burg Olbrück und mit Aussicht über das Brohltal, wurde der Hainer Sportplatz für die Tage vom 21 bis 22. Juli zum Festivalgelände umfunktioniert. Auf Höhe der Mittellinie stand die Bühne, flankiert von Bier- und Imbissbude zur einen und Merchandiseständen und Kinderschminken zur anderen Seite. Dahinter befanden sich die Zeltplätze, die am Freitag ab 12 Uhr bezogen werden konnten.

Das ehrenamtlich organisierte Festival findet seit nahezu zehn Jahren statt. In diesem Jahr, wie auch im letzten Jahr, rechnete man mit 750 Gästen. Seit jeher steht das Festival für Toleranz, ein respektvolles Miteinander, faire Preise und gute Musik. Der SV Hain sorgte für das leibliche Wohl der Besucher.

Ab dem späten Nachmittag des 21. Juli begannen die ersten Bands zu spielen. MASCHE3000 und BEAST heizten dem Publikum ab 16.30 Uhr ein. Am frühen Abend kam die lokale Heavy Metal Band FLENNES auf die Bühne und präsentierte ein druckvolles Set mit krachenden Drums und epischen Gitarrensoli. Die Kempenicher Band strotzte nur so vor Spielfreude. Im Anschluss spielte die Koblenzer Band LIOTTA SEOUL. Das Trio spielt moderne Rockmusik mit so mancher musikalischen Referenz aus den 90ern des vorigen Jahrzehnts. Die Offenheit des Gitarristen und Sängers der Truppe sorgte dafür, dass die Zuschauer weiter zur Bühne rückten und zusammen feierten. Dann war die Zeit für die Hauptbands des Abends gekommen. POGENDROBLEM und FREIBURG aus Nordrhein-Westfalen. Bis in die Nacht hinein spielten die Bands und wurden von den Gästen begeistert gefeiert.

Buntes Frühprogramm am Samstag

Der Samstag startete mit einem bunten Frühprogramm, das die Lebensgeister weckte: Neben der erheiternden „Slayer-Morning-Show“ und einem Jumpstyle Kurs luden auch die beiden Coverbands MARKUS SANGRIA PROFITLICH und MASSIVE MADNESS zum Mitmachen ein. Nach einer wohlverdienten Mittagspause wurde das Publikum dann von der Sinziger Gruppe JEALOUS METAL EXPERIENCE aufgepeitscht – besonders dank der energiegeladenen Performance von Sänger Mike. Mit alternativen und atmosphärischen Sounds begeisterten die Bands EXTRUDER und EXDIRECTORY. Um 18 Uhr traten die Koblenzer SHELL PUNK auf die Bühne und präsentieren ihren verträumten, lauten Alternative Rock. Alles in allem unterstrichen die Bands am Samstagnachmittag den Facettenreichtum des Festivals.

Energiegeladene Show

Danach stellte die Band KAPTAIN KAIZEN aus Hessen die Zeichen wieder auf Punk und gab einen Vorgeschmack auf ihr kommendes Album. Als die hohen Temperaturen sich zu einem lauen Sommerabend wandelten, enterten TODESKOMMANDO ATOMSTURM die Bühne. Keine Minute zu früh, wie sich zeigte. Die mitreißende und energiegeladene Show des Quintetts aus München brachte die Stimmung, trotz abnehmender Temperaturen, zum Kochen. Die schnellen, kompromisslosen Stücke der Band und die beeindruckende Performance von Frontfrau Lea haben mit Sicherheit für den ein oder anderen neuen Anhänger gesorgt.

Im Anschluss daran spielte REYKJAVIK auf. Die Band, bestehend aus dem ehrenamtlichen Veranstalterteam des Festivals, lockerte die Stimmung mit eigenwilligen Interpretationen bekannter Stücke auf. Im Anschluss betrat der Headliner KNOCHENFABRIK die Bühne. Die Kölner Kultpunks gaben ein dosenbierbefuertes Konzert, das den ZuschauerInnen das intime Gefühl gab, mit der Gruppe zusammen im Proberaum zu stehen. Das Trio hielt zwischen den Stücken ständigen Kontakt zum Publikum. So entstand eine Feierstimmung, wie man sie sonst nur von privaten Parties kennt. Mit dem Konzert von KNOCHENFABRIK ging ein buntes Wochenende zu Ende. Die VeranstalterInnen, HelferInnen und der SV Hain haben hier ganze Arbeit geleistet.

Seit jeher steht das Festival auch für Toleranz und ein respektvolles Miteinander.

Seit jeher steht das Festival auch für Toleranz und ein respektvolles Miteinander.

Die Bands heizten dem Publikum ordentlich ein. Fotos: POE

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