Allgemeine Berichte | 14.09.2018, 13:45 Uhr

Bauern- und Winzerverband warnt vor Einschleppung von Afrikanischer Schweinepest

Infektion hat verheerende Folgen für Schweinehaltung

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest kann für schweinehaltende Betriebe katastrophale Folgen haben. Foto: Symbolbild/Pixabay
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Mainz. Mit dem Fund zweier toter Wildschweine im südlichen Belgien, bei denen das Virus der Afrikanischen Schweinpest (ASP) festgestellt wurde, rückt die Tierseuche bis auf 60 km an die deutsche Grenze heran. Damit steigt das Risiko einer Einschleppung in die Bundesrepublik erheblich. Vor diesem Hintergrund ruft Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) dazu auf, alle Anstrengungen zur unternehmen, um einen Ausbruch zu verhindern. Damit das Schreckensszenario ASP-Ausbruch nicht Wirklichkeit wird, sei höchste Aufmerksamkeit und die konsequente Umsetzung von Präventionsmaßnahmen erforderlich. Hartelt appelliert an die schweinehaltenden Betriebe die strikte Einhaltung der Hygiene noch stärker zu kontrollieren. Die Jäger fordert er auf, das Auftreten von Fallwild der zuständigen Behörde zu melden und entsprechende Proben im Landesuntersuchungsamt untersuchen zu lassen. Auch müssten die Schwarzwildbestände und damit das Infektionsrisiko weiter reduziert werden. Die Politik sollte weitere Erleichterungen für die Jagd auf den Weg bringen. Dringenden Handlungsbedarf sieht der BWV-Präsident auch im Hinblick auf den Verkehr aus bereits von der ASP betroffenen Ländern nach Deutschland. Deshalb seien Verbraucher, insbesondere Mitarbeiter von Unternehmen mit Grenzverkehr, über das richtige Verhalten im Hinblick auf die ASP flächendeckend aufzuklären. Da der Erreger sehr widerstandfähig ist und auch in verarbeiteten Wurst- und Fleischprodukten sehr lange aktiv bleibt, gehe vom Transport- und Reiseverkehr eine große Gefahr aus. Achtlos weggeworfene Speisereste auf Parkplätzen und Raststätten seien eine der Hauptverbreitungsquellen und könnten zu katastrophalen Folgen führen.

Zwar sei die Seuche für den Menschen ungefährlich, aber die Infektion auch nur eines Wildschweines habe laut BWV-Präsident bereits verheerende Auswirkungen auf die gesamte Schweinehaltung und die nachgelagerte Fleischwirtschaft. Es drohten massive Auflagen für die Erzeugerbetriebe, erhebliche Handelsrestriktionen, Einfuhrsperren seitens wichtiger Exportländer und ein dramatischer Preisverfall bei Schweinefleisch. Einen Impfstoff gegen die ASP gibt es nicht. Im Sinne der Veredelungswirtschaft in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland hofft Hartelt deshalb auf die Mithilfe der gesamten Bevölkerung.

Pressemitteilung Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V.

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest kann für schweinehaltende Betriebe katastrophale Folgen haben. Foto: Symbolbild/Pixabay

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