Allgemeine Berichte | 28.11.2025

Die Kita erhält 25.000 Euro Preisgeld

Inklusive Kita Unkel ist Kita des Jahres 2025!

Die Inklusive Kita Unkel ist die Kita des Jahres 2025.Foto: DKJS/Sebastian Semmer

Unkel. „Wenn wir gewinnen, dann können wir uns ein Elefantengehege und Pferde kaufen“, wünscht sich ein Kind aus der Inklusiven Kita Unkel und das könnte bald Wirklichkeit werden. Denn die Kita wurde am Donnerstagabend in Berlin mit dem Deutschen Kita-Preis 2025 ausgezeichnet.

Die Einrichtung aus Rheinland-Pfalz hat den Ersten Platz in der Kategorie „Kita des Jahres“ belegt. Nun darf sich die Einrichtung über ein Preisgeld von 25.000 Euro freuen. Und auf die Kinder wartet noch eine besondere Überraschung: Im nächsten Jahr kommt KiKA zu Besuch und feiert mit ihnen einen KiKANiNCHEN-Tag.

Überzeugt hat die Jury, dass die Einrichtung auf außergewöhnliche Weise ein inklusiver Ort für alle Kinder – mit und ohne Beeinträchtigung – ist und jedes einzelne Kind mit großer Wertschätzung, Professionalität und Herz bestmöglich begleitet wird. Für alle wird ein Weg gefunden, der Teilhabe möglich macht, auch bei Kindern mit höchstindividuellem Unterstützungsbedarf. Therapiehund Karl erkennt erste Anzeichen epileptischer Anfälle und das Team bildet sich fortwährend weiter für den Notfall.

Ein Tag in der Natur mit der Waldgruppe ist dadurch auch für Kinder mit schweren chronischen Erkrankungen, wie Diabetes oder Epilepsie, möglich. Zum Kita-Team gehört auch therapeutisches Fachpersonal, denn die Kita arbeitet eng mit dem Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum Neuwied zusammen. So werden Förderbedarfe früh erkannt und Therapien direkt in der Kita umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist außerdem die Kooperation mit der Grundschule. Bei regelmäßigen Besuchen lernen die Kinder Räume, Klassen und Lehrkräfte der Schule kennen, nehmen an Projekten teil und erleben Schulveranstaltungen. So gelingt der Übergang von der Kita in die Grundschule reibungslos.

„Die Arbeit unserer Kitas ist von unschätzbarem Wert – sie sind Orte, an denen Kinder Vertrauen, Empathie und soziale Stärke gewinnen. Der Deutsche Kita-Preis zeigt eindrucksvoll, welch herausragende Konzepte Fachkräfte, Initiativen und Träger jeden Tag entwickeln, damit Kinder mit Freude und Neugier die Welt entdecken können. Absehbar sinkende Kinderzahlen sind auch eine Chance für mehr Qualität: Die sogenannte demografische Rendite ermöglicht mehr Fachkräfte pro Kind, kleinere Gruppen und mehr individuelle Förderung. Diese Qualitätssprünge müssen wir nutzen – und zugleich dort mehr Kitaplätze schaffen, wo Familien besonders viel Unterstützung brauchen. Denn jedes Kind in Deutschland verdient die besten Startchancen", sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien in ihrer Eröffnungsrede.

„Die Finalisten und Preisträger des Deutschen Kita-Preises machen deutlich: Gute Bildung von Anfang an ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Professionalität, Zusammenarbeit und dem unerschütterlichen Glauben an die Entwicklung eines jeden Kindes. Damit solche herausragenden Beispiele überall Realität werden, braucht es langfristige Strukturen: ein dauerhaft verankertes Qualitätsentwicklungsgesetz und gezielte Unterstützung auch für Kitas in herausfordernden Lagen. Denn, Investitionen in die frühe Bildung sind Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagte Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Der Deutsche Kita-Preis wird jährlich vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) zusammen mit weiteren Partnern vergeben. Die Preisverleihung fand im festlichen Rahmen statt, moderiert von Barbara Schöneberger und musikalisch begleitet von der Al-Farabi Musikakademie. Knapp 600 Einrichtungen und Bündnisse haben sich um die Auszeichnung beworben.

Eltern und Kinder bei der Übertragung des Livestreams im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung in Unkel.Foto: Kulturstadt Unkel/Simone Schwamborn

Eltern und Kinder bei der Übertragung des Livestreams im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung in Unkel. Foto: Kulturstadt Unkel/Simone Schwamborn

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