Allgemeine Berichte | 12.10.2023

Interessante Einblicke

Der Kulturverein war wieder unterwegs. Foto: privat

Brohl. Der Kulturverein Brohl, der die Rundwanderwege „Katharinaweg“ und „Himmelsleiterweg“ entwickelt und betreut, organisierte am 7. Oktober 2023 erneut eine geführte Wanderung, um das 5-jährige Jubiläum der Wege zu feiern. An dieser Wanderung nahmen zwei Experten teil: Diplom-Geologe Paul Delfs, ein Kenner der heimischen Region, die durch Vulkanismus geprägt ist und Biologe Professor Dr. Thomas Wagner von der Universität Koblenz, ein Experte für die Flora und Fauna der Region. Beide Experten beeindruckten die Teilnehmer mit ihrem fundierten Wissen und machten die Wanderung zu einer lehrreichen Exkursion.

Während der Wanderung erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Landschaft, die im Laufe der Jahrtausende geprägt wurde. Besonders beeindruckend war der Besuch der alten Steinbrüche des Vulkans „Hohe Buche“, wo zahlreiche Tafeln die Geschichte des Vulkans und die dortigen Abbauspuren bis in die Römerzeit veranschaulichten. Auch der Brohltaltrass und die Mineralwasserquellen in der Region entstanden vor etwa 13.000 Jahren aufgrund eines gewaltigen Vulkanausbruchs.

Es wurde bedauert, dass die Zapfstelle für unbehandeltes Mineralwasser am Tönissteiner Sprudel offenbar dauerhaft geschlossen wurde, was eine beliebte Möglichkeit für Durstige während ihrer Wanderungen einschränkte.

Professor Thomas Wagner informierte die Teilnehmer über die Pflanzen, Pilze, Käfer und andere Insekten, die den Weg säumten. Dabei konnten seltene Arten wie der Plattkäfer Uleiota planata, der Großlaufkäfer Carabus problematicus und die als gefährdet eingestufte Blauflügelige Ödlandschrecke in der Lavagrube des ehemaligen Vulkans Leilenkopf gezeigt werden.

Die Wanderung bot zahlreiche Aussichtspunkte und Rastmöglichkeiten bei schönem Wanderwetter. Die Hauptpause fand nach etwa 8 Kilometern in der Mosensmühle statt, wo Müllermeister Rainer Mosen das sogenannte Bohr vorstellte, ein Requisit aus der Vergangenheit der Mühle als Trassmühle, mit dem Bohrlöcher zur Vorbereitung von Sprengungen gemacht wurden.

Die Exkursion endete mit einem gemütlichen Abschluss im Brohler Biergarten. Der Kulturverein freut sich über den Erfolg der Wanderung und die Begeisterung der Teilnehmer für die geologischen, biologischen und kulturellen Schätze der Region. Weitere Fotos sind auf der Homepage des Kulturvereins verfügbar: www.kulturverein-brohl.de.BA

Der Kulturverein war wieder unterwegs. Foto: privat

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