Oberste Jagdbehörde, Landesjagdpolitik Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

Jagden sind weiter erlaubt

Wichtige Maßnahme zur Regulierung der Schalenwildbestände

09.11.2020 - 08:39

Region. Bewegungsjagden/Gesellschaftsjagden in Form von Treib- und Drückjagden sind eine wichtige Maßnahme zur Regulierung der Schalenwildbestände. Sie tragen damit zur Prävention der Tierseuche Afrikanische Schweinepest (ASP) ebenso bei wie zur notwendigen Regulierung des Wildbestandes, wie sie gerade zur Bewältigung der mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen im Wald und zur Vermeidung von Wildschäden in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau notwendig ist. Darüber hinaus hilft die mit einer effektiven Jagd verbundene Populationsverringerung, die Gefahr von Verkehrsunfällen mit Wildbeteiligung zu minimieren sowie insbesondere von Schwarzwild verursachte Schäden in Wohngebieten (Umwühlen von Rasen- und Grünflächen, Friedhöfen etc.) einzudämmen.


Landesweit überaus große Angebot an natürlichem Futter


Im laufenden Jagdjahr ist der Abschuss des Schwarzwildes auf der Einzeljagd durch das landesweit überaus große Angebot an natürlichem Futter (Eicheln, Bucheckern) deutlich erschwert. Für den notwendigen Eingriff in die Population sind daher Bewegungsjagden in den Herbst- und Wintermonaten unverzichtbar, da ansonsten zu befürchten ist, dass es im kommenden Jahr zu einem enormen Populationsanstieg kommen wird. Dies wäre jedoch nicht nur wegen der zu erwartenden Wildschäden oder der erhöhten Unfallgefahr beklagenswert, sondern insbesondere vor dem Hintergrund, dass die ASP seit dem vergangenen Wochenende nicht mehr auf das Land Brandenburg begrenzt ist, sondern nunmehr auch in Sachsen festgestellt wurde und zu befürchten ist, dass die Seuche sich weiter ausbreitet. Darüber hinaus hat die dramatische Waldsituation nach drei Trockensommern und einer Borkenkäferkalamität in erheblichem Umfang zu Freiflächen im Wald geführt. Der Waldumbau im Klimawandel und die Wiederaufforstung der entstandenen Freiflächen kann nur bei gleichzeitiger Anpassung der Schalenwildbestände, insbesondere der Reh- und Rotwildpopulation, gelingen.


Hygienekonzept erarbeitet


Zur Durchführung der Gesellschaftsjagden in Zeiten der Coronapandemie hat das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Abstimmung mit dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten das in der Anlage befindliche Hygienekonzept erarbeitet. Dieses orientiert sich an den aktuellen rechtlichen Vorgaben für das Land Rheinland-Pfalz. Wegen der akuten Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest und der anstehenden Wiederbewaldungsmaßnahmen sind Gesellschaftsjagden weiterhin grundsätzlich erforderlich. Es wird daher gebeten,

- vorstehende Informationen an die Mitglieder in geeigneter Form bekannt zu geben,

- in dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich dafür zu werben, dass die Jagdausübungsberechtigten - trotz des organisatorischen Mehraufwandes - auch in der Pandemiesituation die Jagden durchführen sowie

- die Information auf der Internetseite zu veröffentlichen.

Die Jagdbehörden, Kreisjagdmeisterinnen und Kreisjagdmeister sowie die Forstämter des Landes werden von hier informiert.

Pressemitteilung

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Ministerium für Umwelt,

Energie,

Ernährung und Forsten

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Kommentare
Karsten Kocher:
Mit den hauptamtlichen Abgeordneten Bleck, Münzenmaier und Lohr, Leuten ohne Berufs- oder Studienabschluß, verhöhnt die AfD Rheinland-Pfalz gerade zu die politische Einstellung "Konservativ"....
Stefan Knoll:
Es ist ja bei der AfD Rheinland-Pfalz nicht nur Andreas Bleck, der ohne Berufs- bzw. Studienabschluß in Bundestag oder Landtag geschickt wird. Auf Platz eins der AfD-Landesliste für den Bundestag ist Sebastian Münzenmaier, der auch weder Berufs- noch Studienabschluß hat. Dazu wurde Münzenmaier im Dezember...
Antje Schulz:
Schlimm, daß die Mitglieder der AfD solche Leute ohne jeglichen Ausbildungs-oder Studienabschluß wie Bleck ganz nach oben auf ihrer Landesliste wählen. Erschreckend sind auch die Bildungslücken von Bleck. So feierte Bleck in einem Posting auf seiner Facebook-Seite im Herbst 2019 doch allen Ernstes "30...
Gabriele Friedrich:
@Frau Nachtsheim. **Bad Ems !!! Ob nun eine Abfahrt gesperrt wird oder nicht, entscheidet die Polizei. Sie wissen ja gar nicht, ob die frei gehalten wurde- um eventuell größere Fahrzeuge dort zu verbringen oder sonst etwas. Dann haben Sie einen Umweg fahren müssen. Na und ? Es gibt weitaus schlimmere...
Dagmar Nachtsheim:
Man hätte aber die Abfahrt bad ems frei lassen können, so eine lange Absperrung war unnötig...
Gabriele Friedrich:
Die SUV's sind grundsätzlich zur Pest geworden und gehören nicht in Städte. Es besteht kein Grund, ein solches Fahrzeug hier zu fahren. Dennoch- ein Gefahrentransport muss auch eine Notbremsung aushalten. Die Behälter? waren nicht genügend gesichert. Ich hoffe, das wird ermittelt und die Transportfirma...
Gabriele Friedrich:
[ Zitat] Der verlängerte Teil-Lockdown in Deutschland wird nach Auffassung der „Wirtschaftsweisen“ Veronika Grimm kaum gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft in der Bundesrepublik haben. Die hauptsächlich betroffenen Branchen wie Gastronomie, die Kulturszene oder die Verkehrsbranche hätten...
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