Allgemeine Berichte | 27.10.2025

Felicitas-Quartett begeistert beim Lions-Benefizkonzert

Kammermusik vom Feinsten

Marie-Luise Hartmann, Regula Sager-Yamamoto, Cosima Nieschlag, Eva Walcher.  Foto: Christoph Beckmanns

Meckenheim/Wachtberg. Das Lions-Jubiläums-Benefizkonzert mit dem Felicitas-Quartett bot ein hochkarätiges kammermusikalisches Erlebnis. Die vier Musikerinnen – Marie-Luise Hartmann (1. Violine), Regula Sager-Yamamoto (2. Violine), Cosima Nieschlag (Bratsche) und Eva Walcher (Cello) – hatten ihre Professionalität bei namhaften Lehrern wie Professor Dr. Gottfried Schneider, Dr. Jürgen Kussmaul, Paul Coletti, Bruno Guiranna, Hatto Bayerle, Anne Röhrig und Peter Buck vom Melos-Quartett erworben, was bereits vorab hohe Erwartungen weckte.

Das Ensemble setzte Johann Wolfgang von Goethes Beschreibung eines Streichquartetts eindrucksvoll um: „Man hört vier vernünftige Leute sich unterhalten, glaubt ihren Diskursen etwas abzugewinnen und die Eigentümlichkeiten der Instrumente kennen zu lernen.“ Joseph Haydns Streichquartett op. 20 Nr. 2 in C-Dur, das sogenannte „Sonnenquartett“, machte dies für die Zuhörer unmittelbar erfahrbar. Darauf folgte Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento KV 136 in D-Dur, dessen virtuoser, lebenslustiger italienischer Stil dem Werk gerecht wurde.

Auch die heitere, fast folkloristische Stimmung der „Polka“ von Alexander Kopylow war zu spüren. Kopylow hatte das Werk zu Ehren des St. Petersburger Mäzens Mitrofan Beljajew komponiert, der selbst leidenschaftlicher Quartettspieler war und wöchentliche „Quartett-Freitage“ – die „Les Vendredis“ – veranstaltete.

Ein besonderer Höhepunkt war das Quartett Es-Dur von Fanny Hensel, einer im 19. Jahrhundert kaum gewürdigten Komponistin. Als Schwester von Felix Mendelssohn-Bartholdy konnte sie ihr Talent zu Lebzeiten nicht vollständig entfalten. Das Quartett Es-Dur bestach durch innovative, fantasievolle und fast übermütige Elemente, die klassische Formen bewusst aufbrachen. Bereits während der Aufführung erhielt das Ensemble Standing Ovations.

Abgeschlossen wurde das Konzert mit „Otoño porteño“ aus Las cuatro estaciones porteñas von Astor Piazzolla. Das Werk verbindet die Rhythmen des Tangos mit europäischen Musikstilen und vermittelt musikalisch die Themen Abschied, Vergänglichkeit, Melancholie sowie Reife und Fülle des Herbstes. Das Publikum forderte das Quartett mit lautstarkem Applaus zu einer Zugabe auf. Die Musikerinnen verabschiedeten sich mit dem „Courante“ von Alexander Konstantinowitsch Glasunow, inspiriert von den „Les Vendredis“, von einer sichtlich berührten Zuhörerschaft.

Neben anhaltendem Beifall zeigte das Publikum auch große Spendenbereitschaft zugunsten der 18. Weihnachtsgeschenkaktion des Lions Club Meckenheim-Wachtberg, die bedürftige Kinder und Senioren in der Region unterstützt.BA

Marie-Luise Hartmann, Regula Sager-Yamamoto, Cosima Nieschlag, Eva Walcher. Foto: Christoph Beckmanns

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