Allgemeine Berichte | 25.02.2019

Bischof Ackermann äußert sich zum Kinderschutzgipfel in Rom

Kinderschutzgipfel: Bekämpfung von sexueller Gewalt

Symbolbild. Foto: pixel2013 / Pixabay

Trier/Bonn. Als „Markstein in der Bekämpfung von sexueller Gewalt im Raum der katholischen Kirche“ hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann das Treffen der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und Ordensoberen aus aller Welt mit Papst Franziskus in Rom (21. bis 24. Februar 2019) bezeichnet. Es sei deutlich geworden, dass wirksame Bekämpfung von sexueller Gewalt „sowohl konkrete Maßnahmen der Aufdeckung, Aufarbeitung und Prävention braucht, wie auch eine durchgängige Haltung und Kultur, die zuallererst den Betroffenen Gehör schenkt und keine Vertuschung duldet“, betonte Ackermann, der Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes ist. Ackermann bezeichnete die Kinderschutzkonferenz als eine Art „ universalkirchliche Gewissenserforschung“, insbesondere durch die Zeugnisse von Betroffenen, mit denen sich die Bischöfe und Ordensobere hatten konfrontieren lassen. Die geäußerten Vorschläge müssten nun in konkrete und verbindliche Weisungen des Papstes umgesetzt werden. Für die katholische Kirche in Deutschland heiße das, „entschieden weiterzugehen auf dem Weg, zu dem wir Bischöfe uns bei der Herbstvollversammlung in Fulda verpflichtet haben“.

Quelle: Bistum Trier

Statement von Bischof Ackermann

Das Treffen der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und Ordensoberen aus aller Welt mit Paps Franziskus war ein Markstein in der Bekämpfung von sexueller Gewalt im Raum der katholischen Kirche. Sowohl in der Abfolge der Bekämpfung von sexueller Gewalt im Raum der katholischen Kirche. Sowohl in der Abfolge des Programms (Verantwortung - Transparenz - Rechenschaftspflicht) als auch in den Stellungnahmen derer, die zu der Versammlung gesprochen haben, wurde deutlich, dass wirksame Bekämpfung von sexueller Gewalt sowohl konkrete Maßnahmen der Aufdeckung, Aufarbeitung und Prävention braucht, wie auch eine durchgängige Haltung und Kultur, die zuallererst den Betroffenen Gehör schenkt und keine Vertuschung duldet.

Nach meiner Wahrnehmung wurde im Kreis der Teilnehmer sehr offen und eindringlich gesprochen. Dadurch wurde klar, dass sexuelle Gewalt in der Kirche nicht nur das Problem bestimmter kirchlicher Regionen ist, sondern die gesamte Kirche auf allen Kontinenten betrifft und daher alle Verantwortlichen auf allen Ebenen in die Pflicht nimmt.

Die Tage in Rom waren so etwas wie eine mehrtägige, universalkirchliche Gewissensforschung, insbesondere durch die Zeugnisse von Betroffenen, mit denen sich die Bischöfe und Ordensobere haben konfrontieren lassen.

Nun wird es darauf ankommen, dass die geäußerten Vorschläge in konkrete und verbindliche Weisungen des Papstes umgesetzt werden. Notwendig ist dazu auch ein permanentes und weltweites Controlling.

Für die katholische Kirche in Deutschland heißt das, entschieden weiterzugehen auf dem Weg, zu dem wir Bischöfe uns bei der Herbstvollversammlung in Fulda verpflichtet haben. Dabei werden wir die Weiterentwicklung der kirchlichen Normen und Gesetze, wie sie Rom vorlegt, zu beachten haben, aber wir werden auch Erkenntnisse unserer Arbeit in die Gesamtkirche einbringen.

Dr. Stephan Ackermann, Bischof von Trier

Symbolbild. Foto: pixel2013 / Pixabay

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Kreishandwerkerschaft
Anzeige Alles für die Schule
China Wellness Massage Andernach
Kirmes in Kettig KW33
Praxisanleitung in der Pflege g e P r Fachkraft im Qualitäts management (m/w/d) in Teil- oder Volzei
Rückseite o. B. Vorauskasse
Imageanzeige - Sommeraktion 2+1 - 1. Anzeige
Weinfest in Walporzheim
Empfohlene Artikel
Neue Auszubildende verstärkt die Tourist-Information Bad Breisig
11

Bad Breisig. Die Tourist-Information der Stadt Bad Breisig freut sich über Verstärkung, Lina Schmidgen hat ihre dreijährige Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit begonnen. In den kommenden drei Jahren wird sie die vielfältigen Aufgabenbereiche der Tourist-Information kennenlernen und dabei umfassende Einblicke in die touristische Arbeit der Stadt erhalten.

Weiterlesen

Öffnungszeiten der städtischen Leihbücherei
5

Die städtische Leihbücherei ist immer von Mittwoch, 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr und Donnerstag, 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Telefonisch erreichbar (nur während der Öffnungszeiten) unter 0163 – 67 14 662 oder per E-Mail: stadtbuecherei-mendig@web.de.

Weiterlesen

Weitere Artikel