Koisdorf stand ganz im Zeichen der Wendelinus-Kirmes

Kirmestreiben im Höhenort

18.10.2022 - 09:12

Koisdorf. Die Corona-Pandemie sorgte in den vergangenen beiden Jahren für den Stillstand bei manchen geliebten Traditionen. Dies galt auch für die Tradition der Wendelinus-Kirmes in Koisdorf. Doch endlich stand Sinzigs Höhenort Koisdorf am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen der Wendelinus-Kirmes. Seit jeher wird die Herbstkirmes von den Junggesellen ausgerichtet. Und seit einigen Jahren ist sie wieder an ihren angestammten Platz in den Saal und in die Kneipe des neuen Dorfgemeinschaftshauses Wendelinus zurückgekehrt. Sehr zur Freude der Junggesellen. Denn in den Reihen der Hagestolze erinnert man sich noch mit Bitterkeit an die Jahre, in denen man die Kirmes mit einem provisorischen Festzelt auf dem Dorfplatz feiern musste. Und auch die kirmeslose Zeit wegen Corona hat der Traditionsverein im Höhenort überwunden.

Los ging es am Freitag mit „Rock im Saal“. Die Veranstaltung mit Nachwuchsbands aus der Region hat dabei bereits ihre eigenen kleinen Traditionen entwickelt und auch eine wachsende Fangemeinde gewonnen. Dabei gibt es im Saal für die Besucher durchaus was „auf die Ohren“. Denn der Sound bei kleinen Festivals fällt eher unter die Kategorie „Eine Nummer lauter“. In diesem Jahr waren dabei: „Escape Running“, „Farewell Spit“, und „Heroes of Daily Grind“ mit ihrem Abschiedskonzert.

Zu einer Herbstkirmes gehört als Auftakt dann ein richtiger Fackelzug. Und der wurde in Koisdorf dank der mittlerweile doch recht früh hereinbrechenden Dunkelheit am Samstag auch geboten. Mit richtigen Pechfackeln und entsprechender musikalischer Begleitung.

Am Abend folgte im Saal dann der traditionelle Tanzabend mit der Band „Come on“.

Traditionell begann der Sonntag mit einer Festmesse in der namensgebenden Wendelinus-Kapelle. Musikalisch begleitet wurde diese Messe von der Chorgemeinschaft Koisdorf. Beliebt und sehr gut angenommen ist in Koisdorf das anschließende Bürgerfrühstück im Dorfgemeinschaftshaus. Der Familientag ging dann bei Kaffee und Kuchen weiter mit der Musik des Blasorchesters aus Hönningen an der Ahr. Für die Pänz stand eine Hüpfburg zur Verfügung und es gab natürlich auch die obligatorischen Fahrten mit dem Feuerwehrauto. Eine große Tombola sorgte am Abend für Spannung. Besorgte Blicke während der Festtage galten eigentlich nur Kirmesmann Zacharias. Denn die Strohpuppe fand bereits am Sonntagabend ihr feuriges Ende. Koisdorfer Besonderheit: Zuvor gab es einen offiziellen Prozess für „den Kerl“, bei dem das Urteil allerdings seit Jahrzehnten immer gleich ausfällt. Die Junggesellen sind dabei durchaus mit ihrer Kirmes für die gesamte Dorfgemeinschaft tätig. Im Höhenort war die Stimmung bestens und es war auch die Freude spürbar, endlich wieder die Tradition der Herbstkirmes feiern zu können.

BL

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