Allgemeine Berichte | 27.12.2024

Arbeitskreis Kottenheimer Geschichte

Kottenheimer Pfade in Wort und Bild

Das Cover des neuen Buches.  Foto: Hartmut Nagel

Kottenheim. „Pedschje in Kottenheim. Besondere Pfade und Fußwege.“ So heißt die fünfte, soeben veröffentlichte Publikation des Arbeitskreises Kottenheimer Geschichte. Die von dem früheren Ortsbürgermeister Toni Schüller 2016 ins Leben gerufene Gruppe hat sich diesmal mit einer besonderen Art heimischer Verkehrsverbindungen beschäftigt. Hauptthema sind die vielen historischen Pfade innerhalb des Dorfes, von den Kottenheimern liebevoll „Pedschje“ genannt. Im Schwerpunkt finden sich hier die „Garten-Pedschje“ innerhalb des bebauten Gebiets, die einen Zugang zu Obstwiesen und Gärten ohne eigene Verbindung zu den Straßen ermöglichen. Mehrere dieser Pfade erfüllen noch ihren Zweck, viele wurden inzwischen mit Häusern oder Garagen überbaut. Andere Pfade und Wege dienen immer noch als hilfreiche Abkürzung zwischen zwei Straßen. Einst boten sie auch direkte Verbindungen zu Kirche, Bahnhof oder Geschäften.

Das Buch stellt auch mehrere „Schurchwege“ vor, die früher dem Transport von Erzeugnissen der Basaltlavaindustrie von den Gruben in Winnfeld oder Büden zum Bahnhof dienten. Vor dem Bau der Eisenbahn 1880 „schurchte“ man Mühlsteine und andere Lasten bis nach Andernach.

Aus der Reihe fällt beispielsweise der Eulenpfad mit seinem Fußgänger-Tunnel unter der Eisenbahn. Die enge Unterführung einschließlich 90-Grad-Kurve und steilem Aufstieg diente mehrfach als Schauplatz von Wetten, bei denen junge Männer versuchten, mit einem Pkw über diesen Pfad vom Eisenbahnweg aus die Kreisstraße 20 zu erreichen.

In der nun vorliegenden Publikation stellt der Arbeitskreis Kottenheimer Geschichte 57 Pfade und Wege vor. Damit soll ein weiterer Teil des kulturellen Erbes von Kottenheim ausgeleuchtet oder gar vor dem Vergessen bewahrt werden.

Das reich bebilderte und mit vielen Kartenskizzen versehene Buch umfasst 117 Seiten. Es kann für 8,50 Euro im Kottenheimer Gemeindebüro, in der örtlichen Volksbank-Filiale und im „Blumentopf“ (Burgstraße 22) erworben werden.

Von den bisherigen Publikationen des Arbeitskreises sind die Bände „Kottenheimer Auswanderer nach Amerika (1854-1939)“, „Die Kottenheimer Mühle“ und „Weinbau in Kottenheim – von der Römerzeit bis in das 19. Jahrhundert“ noch im Gemeindebüro erhältlich.

Das Cover des neuen Buches. Foto: Hartmut Nagel

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