Allgemeine Berichte | 18.12.2025, 12:55 Uhr

Der Stadtrat hat anlässlich der Schließung des Krankenhauses in Remagen eine Resolution zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung verabschiedet

Krankenhaus-Schließung in Remagen: Sinziger Stadtrat in großer Sorge

Das Rathaus in Sinzig.  Foto: ROB
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Sinzig. Der Stadtrat der Stadt Sinzig verfolgt mit großer Sorge die absehbare Schließung des Krankenhauses Maria Stern in Remagen. Mit dem Wegfall dieser seit Jahrzehnten bestehenden medizinischen Einrichtung entsteht für die Bürgerinnen und Bürger unserer Region eine erhebliche Versorgungslücke – insbesondere in der wohnortnahen Notfall- und Grundversorgung.

Diese Entwicklung macht dringende Antworten erforderlich: Wie wird die medizinische Versorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz künftig gewährleistet? Welche Alternativen sind realistisch und tragfähig? Und wie können moderne Versorgungsmodelle die entstandenen Lücken schließen, ohne dass Patientinnen und Patienten längere Wege oder längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen?

Vor diesem Hintergrund begrüßt der Stadtrat Sinzig ausdrücklich, dass Frau Staatssekretärin im Gesundheitsministerium Nicole Steingaß am Mittwoch, dem 26. November 2025 in Weibern über die Zukunft der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum diskutiert hat, und dass der Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz, Herrn Clemens Hoch im Januar 2026 nach Remagen kommen wird.

Denn auch wir halten es für unabdingbar, dass diese zentrale Debatte auch dort geführt wird, wo der Handlungsdruck aktuell am größten ist — in unserer Region. Der Sinziger Stadtrat richtet gemeinsam mit dem Stadtrat Remagen daher folgenden Appell an den Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz, Herrn Clemens Hoch: Wir bitten Sie eindringlich, gemeinsam mit den örtlichen Akteuren, Ärztinnen und Ärzten, Rettungsdiensten, Pflegekräften, Kommunalpolitik und Bürgerschaft über die Zukunft der medizinischen Versorgung zu sprechen. Es gilt

- offene Fragen zur Sicherstellung der Versorgung transparent zu klären,

- realistische Szenarien für neue Versorgungsstrukturen aufzuzeigen,

- die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen und

- gemeinsam tragfähige Lösungen für Remagen, Sinzig und die Region zu erarbeiten.

Die gesundheitliche Daseinsvorsorge ist eine zentrale staatliche Aufgabe. Gerade deshalb ist es elementar, dass in dieser kritischen Situation ein offener, verbindlicher und direkter Austausch zwischen Landesregierung und der betroffenen Region stattfindet.

Der Sinziger Stadtrat erwartet, dass die Verantwortungsträger sich dieser Verantwortung stellen und die Menschen vor Ort nicht alleine lassen.

Das Rathaus in Sinzig. Foto: ROB

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