Allgemeine Berichte | 09.01.2026, 14:24 Uhr

Kreis Ahrweiler: Katzenschützer retten 385 Katzen

Zahlreiche Kitten wurde von den Helfern gesichert und vermittelt.  Foto:privat
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Kreis Ahrweiler. Das Jahr 2025 zeigte erneut, wie viel Engagement, Herzblut und Zusammenhalt die Tierschutzarbeit erfordert. Insgesamt konnten 385 Katzen in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden, darunter 146 Kitten. Diese Zahl umfasst 207 Abgabekatzen aus privaten Haushalten sowie 178 Fundkatzen. Viele Schicksale bewegten besonders: Kater Momo kam schwer krank, mit Gewehrkugeln im Körper und nur einem Auge zum Verein. Dank intensiver medizinischer Betreuung konnte er gerettet werden.

15 Katzen wurden aus einem Vermehrer-Haushalt gerettet, ebenso eine schwer kranke Katze von Kleinanzeigen, die wegen einer Gebärmuttervereiterung notoperiert werden musste.

Frühjahrszeit ist Kittenzeit? Nein. Das ganze Jahr war Kittenzeit! Bereits im April wurden 22 Babys, vier tragende Katzen und zahlreiche erwachsene Notfellchen aufgenommen. Der Jahreshöchststand war im Juli mit 93 Katzen.

Die hohe Geburtenrate zeigt, wie wichtig Prävention und die Katzenschutzverordnung mit Kastrations- und Kennzeichnungspflicht ist.

Weitere Notfälle folgten: 18 Katzen wurden aus einem Vermehrer-Haushalt und einem Animal-Hoarding-Fall mit 26 Katzen aufgenommen.

Besonders belastend war ein Fall im Kreis Mayen mit 19 Katzen, darunter ein Kitten, das zweimal operiert werden musste.

Elsa, taub, mit Hüftproblemen und verletzter Pfote, stammte aus einer Sicherstellung mit 44 Katzen. Sie erhielt eine Hüftkopfresektion und wurde mittlerweile in ein schönes Zuhause vermittelt. Eine junge geschwächte Mutterkatze mit 6 Babys konnte ihre Jungen nicht versorgen – eine Pflegestelle fütterte die Kitten Tag und Nacht alle 2-3 Stunden mit dem Fläschen.

Trotz Erschöpfung folgten weitere Rettungen, Fangaktionen und Einsätze, etwa für fünf Kitten auf einer Mülldeponie oder für Sunshine, die große Wunden (Autoimmunerkrankung) am Körper hatte. Die Behandlung war sehr langwierig und kostenintensiv.

Auch Mausi, die ihre Babys in einem Hochbeet in Bad Neuenahr zur Welt bringen musste und mit ihren zwei verbliebenen Babys ums Überleben kämpfte, konnte gerettet werden.

Neben Erfolgen gab es auch Schicksalsschläge: Die schwer fehlgebildeten Kitten Mehmet und Olga, Kater Charlie sowie der 16-jährige Wildling Karli gingen über die Regenbogenbrücke.

Der Verein bedankt sich von Herzen bei allen Ehrenamtlern, Pflegestellen, Unterstützern, Tierärzten, Spendern und Adoptivfamilien

Das Jahr 2025 zeigte, was Tierschutz bedeutet: Nächte ohne Schlaf, kein freies Wochenende und Feiertage – dafür unglaubliches Glück und größte Freude, wenn sich aus Notfellchen glückliche Katzen entwickeln, die in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden konnten. Genau dafür kämpfen die Katzenschutzfreunde jeden Tag!

Das ist Momo.  Foto: privat

Das ist Momo. Foto: privat

Zahlreiche Kitten wurde von den Helfern gesichert und vermittelt. Foto:privat

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