Allgemeine Berichte | 12.11.2018, 09:43 Uhr

AWO Kreisverband Neuwied

Landesbehindertenbeauftragter Matthias Rösch besuchte AWO Arbeit in Neuwied

Inklusion ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – Vertreter von Kreis und Stadt gehörten auch zu der Besuchergruppe

Neuwied. Im Rahmen der Besuche bei heimischen Inklusionsunternehmen besuchten der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch und Uli Schmitt vom rheinland-pfälzischen Sozialministerium die AWO Arbeit in Neuwied.

Die AWO Arbeit ist eine Abteilung des AWO Kreisverbands Neuwied und hat sich die Integration von beeinträchtigten, schwerbehinderten und Menschen mit Arbeitsmarkthemmnissen zur Aufgabe gemacht. Die dort beschäftigten schwerbehinderten Menschen werden in die Lage versetzt, grundsätzlich den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes zu genügen. Das im Neuwieder Industriegebiet angesiedelte Unternehmen beschäftigt aktuell über 30 Menschen in den Arbeitsbereichen Garten- und Landschaftspflege, Hausmeisterservice, Rollservice (für Mülltonnen) und Verkauf von Gebrauchtem.

Neben dem Einsatz in den verschiedenen Gewerken werden den Mitarbeitern Fort- und Weiterbildungsangebote gemacht. Einigen Beschäftigten wurde der Erwerb des Führerscheins finanziert, anderen die Weiterbildung zu bestimmten Fachkräften oder nützliche Qualifikationen ermöglicht.

Wie die Bereichsleiterin Karin Nemes bei dem Besuch erklärte, beabsichtigt die AWO Arbeit weitere schwerbehinderte Menschen einzustellen um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch Beschäftigung und somit Inklusion zu ermöglichen.

Die AWO Arbeit versteht den aus dem Lateinischen abgeleiteten Begriff „Inklusion“ als Forderung nach sozialer und gesellschaftlicher Akzeptanz aller Menschen, unabhängig von ihrer Besonderheit oder möglichen Beeinträchtigung.

Grundlage der Inklusionsbemühungen der AWO ist die UN-Behindertenrechtskonvention von 2006. Ziel der hier geforderten Inklusion ist die Möglichkeit eines jeden Menschen, in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Das Inklusionsunternehmen AWO Arbeit versucht, diese Teilhabe durch adäquate Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen.

Zusammen mit den übrigen Besuchsteilnehmern, dem Beigeordneten des Landkreises Michael Mahlert, dem Neuwieder Bürgermeister Michael Mang, der Kreissozialamtsleiterin Agnes Ulrich, der Behindertenbeauftragten des Landkreises Carina Breßler sowie dem Geschäftsführer des Jobcenters Neuwied, Manfred Plag, konnte sich der Landesbehindertenbeauftragte von der innovativen Arbeit des Integrationsunternehmens überzeugen. AWO Kreisgeschäftsführer Rainer Litz versprach den beiden Vertretern des Landesministeriums, sich an einer gemeinsam angedachten Veranstaltung zur Information heimischer Betriebe über die Möglichkeiten der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu beteiligen.

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