Erklärung zur Gewalt gegen Einsatzkräfte: „Wir müssen gemeinsam handeln!“
Mehr tun für die Betroffenen!
Rheinland-Pfalz. Täglich werden Angehörige von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Polizei mit Beleidigungen, Drohungen und tätlichen Angriffen konfrontiert. Auch die Feuerwehrangehörigen in Rheinland-Pfalz sind hiervon betroffen. Das muss aufhören! Bereits seit vielen Jahren machen die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz unter dem Logo „Helfende Hände schlägt man nicht!“ auf diese Problematik aufmerksam. Diejenigen, die täglich für den Schutz der Gesellschaft sorgen und dabei auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, müssen besser geschützt werden. Es muss ein breites Bewusstsein erzeugt werden, dass Angriffe tabu sind und Unterstützung angesagt ist.
Häufig werden Übergriffe auf Einsatzkräfte nicht zur Anzeige gebracht und die Täter dadurch auch nicht für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen. Deshalb appellieren die Unterzeichner an die Feuerwehren, solche Vorfälle in Zukunft konsequent zu dokumentieren und weitere Schritte einzuleiten.
Auch von Seiten der Justiz ist diesbezüglich Unterstützung nötig. Feuerwehrangehörigen muss rechtlicher Beistand zur Verfügung gestellt werden, um mögliche Bedenken der Betroffenen vor einem Verfahren aus dem Weg zu räumen. Dazu sind bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen nötig, die die rechtliche und weitere Begleitung unter konkrete staatliche Förderung und Unterstützung stellen.
Zugleich wird betont, dass Gewaltprävention und Nachsorge verstärkt integraler Bestandteil der Feuerwehrarbeit werden müssen. Die Einsatzkräfte müssen geschützt werden, indem sie durch geeignete Schulungen Handlungssicherheit erlangen und durch spezifische Einsatznachbereitung und psychosoziale Notfallversorgung Unterstützung zur Gesunderhaltung erfahren.
Die Unterzeichner wollen mit dieser Resolution die Aufmerksamkeit für diese schwerwiegende Problematik verstärken und zum richtigen Umgang damit auffordern.
Wenn man das Ehrenamt Feuerwehr weiter aufrechterhalten will, muss für die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen gesorgt werden. Andernfalls werden die Feuerwehren zukünftig aufgrund von Mitgliedermangel nicht mehr wie bisher für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen können.
Pressemitteilung des
Landesfeuerwehrverbandes
Rheinland-Pfalz
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