Allgemeine Berichte | 04.02.2026

Große Resonanz beim Auftakt zur Einbindung privater PV-Kleinanlagen in das „Virtuelle Kraftwerk Cochem-Zell“

In einer lebhaften Fragerunde nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Details zu Investitionskosten und den potenziellen Erlösen gegenüber der festen Einspeisevergütung zu klären.

Kreis Cochem-Zell. Die Energiewende im Landkreis Cochem-Zell erreicht die nächste Stufe:

Rund 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zur Auftaktveranstaltung des neuen LEADER-Projekts in die Kreisverwaltung.

Im Fokus stand die Frage, wie Besitzer kleinerer Photovoltaikanlagen (10 bis 100 kWp) nach dem Ende ihrer 20-jährigen EEG-Förderung ihre Anlagen wirtschaftlich weiterbetreiben und Teil des „Virtuellen Kraftwerks Cochem-Zell“ werden können.

Regionale Wertschöpfung durch Vernetzung

Werkleiter Dirk Barbye begrüßte die Gäste und führte in das Vorhaben ein. Er betonte das Ziel, den Landkreis unabhängiger von Graustrom-Importen zu machen und die lokale Wertschöpfung zu steigern. Das 2021 gestartete Virtuelle Kraftwerk, das bereits Wind-, Wasser-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen bündelt, soll nun gezielt für private „Prosumer“ geöffnet werden.

Fachvorträge und technische Einblicke

In den Fachvorträgen wurde der Weg in die zukunftsorientierte Stromvermarktung skizziert:

•Jan-Eric Simon (VSE AG) erläuterte die Rolle des saarländischen Energieversorgers als Partner beim Aufbau des Netzwerks und der Vermarktung des regionalen „Landstroms“. Für die Anlagenbetreibenden skizzierte er die zwei wesentlichen Wege, wie Photovoltaikanlagen wirtschaftlich weitergeführt werden können, wenn der ursprüngliche Vergütungsanspruch endet.

•Prof. Dr. Ralf Simon (SiPE) präsentierte die wissenschaftlichen und technischen Aspekte des Projekts. Er erklärte, dass für die Direktvermarktung technische Voraussetzungen wie intelligente Messsysteme (iMSys) und die Fernsteuerbarkeit der Anlagen über eine Steuerbox zwingend erforderlich sind.

Testphase mit 25 Haushalten: Prof. Simon erläuterte das Ziel, in einer Pilotphase mit 25 Anlagenbetreibern innovative Geschäftsmodelle, dynamische Stromtarife und eine neue Kommunikations-App zu testen.

Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern

In einer lebhaften Fragerunde nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Details zu Investitionskosten und den potenziellen Erlösen gegenüber der festen Einspeisevergütung zu klären.

Der Abend klang mit einem persönlichen Austausch aus, bei dem viele Besucher direkt den bereitgestellten Fragebogen ausfüllten, um ihr Interesse an der Teilnahme an der Testphase zu bekunden.

Das Projekt wird im Rahmen der LEADER-Strategie durch das Land Rheinland-Pfalz und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) gefördert.

Sie konnten nicht dabei sein?

Interessierte Anlagenbetreiber (Anlagen zwischen 10 und 100 kWp) können sich weiterhin über das Projekt informieren und für eine Teilnahme an der Testphase bewerben:

Online: www.ukcz.de/pv-kleinanlagen

Kontakt: unserklima@cochem-zell.de

Pressemitteilung Kreis Cochem-Zell

In einer lebhaften Fragerunde nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Details zu Investitionskosten und den potenziellen Erlösen gegenüber der festen Einspeisevergütung zu klären. Foto: Stella-Marie Benz, Kreiswerke Cochem-Zell

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