Allgemeine Berichte | 11.12.2017

Landfrauenkreisverband Ahrweiler hatte eine Adventsfeier organisiert

Momente besonderer Stille im Saal

Der Landfrauenchor unter der Leitung von Karin Zepp aus Königsfeld.WITE

Dernau. In einer stilvollen Adventsfeier stimmten sich die Kreis-Landfrauen mit Meditationsgeschichten, Liedern und Tänzen auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. Und so herrschte bei der gut besuchten Veranstaltung schon bei der Begrüßung durch die Vorsitzende des Landfrauenkreisverbands Ahrweiler, Ingrid Strohe, eine gute Stimmung.

Die Tische im Saal des „Culinariums“ Dernau waren mit dem von Helene Nonn aus Burgbrohl hergestellten Tischschmuck weihnachtlich gestaltet. Begrüßen konnte Strohe auch den Vorsitzenden des Bauern- und Winzerverbands des Kreises Ahrweiler, Franz-Josef Schäfer, sowie Kreis-Geschäftsführer Dr. Knut Schubert. Als weiterer Gast und gleichzeitig Referent konnte auch Pfarrer Franz-Meurer (Köln-Vingst) willkommen geheißen werden.

In Anbetracht seines langjährigen und hohen Engagements sei bei ihm, so Strohe, am Vorabend des Nikolausfestes der Vergleich mit dem Nikolaus sehr angebracht: Er setze sich für Kinder, Arme und Bedürftige ein.

In den Mittelpunkt seiner Rede stellte Pfarrer Meurer den Menschen: ohne Ort kein Glück - ohne Ortsgefühl kein Nachhalt. Jeder brauche ein Zuhause, eine Heimat. An zahlreichen Beispielen des täglichen Lebens zeigte er in freier Rede auf, was Heimat bedeutet, wie sie empfunden wird - und auch gepflegt wird. Besondere Sorge macht sich der mittlerweile wegen seines großen Engagements auch überregional bekannt gewordene Pfarrer um die Kinder - aktuell und zukünftig. Immer wichtiger seien Zusammenhalt und gute Freunde.

„Armut heißt, du hast keine Freunde,“ bilanzierte Meurer. Nachhaltigkeit sei gefordert. Eine Gemeinschaft sei dazu da, um zu helfen, wenn es jemandem nicht gut gehe - eben Mitmenschlichkeit. Zu seinem Vortrag hatte er auch einen Schuhputzkasten mitgebracht. Mit dieser Tätigkeit müssten Hunderttausende von Menschen weltweit überleben. Nicht umsonst wolle Papst Franziskus mit den Augen eines Schuhputzers auf die Welt sehen. Es werde aber zumeist dort gespart, wo die Armen seien.

Meurer sprach auch die Globalisierung und deren Folgen an. Die Menschen haben bereits viel zu lange auf Kosten der Dritten Welt gelebt. Und schließlich habe die Politik die gleichen Probleme wie viele Kinder: Komme ich vor? Bin ich hier erwünscht? Bei einigen Passagen riefen die hintergründigen Ausführungen Momente besonderer Stille im Saal hervor.

Für die Landfrauen überreichte Klara Gilles ein Weinpräsent an den mahnend-überzeugenden Referenten. Ganz spontan organisierten die Landfrauen eine Sammlung zur Unterstützung der zahlreichen Projekte des engagierten Pfarrers. Bereits zur Veranstaltung hatten die Landfrauen Dutzende Päckchen mitgebracht, der Kleinlieferwagen war voll mit diesen Sachspenden.

Zum weiteren Rahmenprogramm gehörten Beiträge des Landfrauenchors (Leitung Karin Zepp aus Königsfeld), Impulstexte von Renate Weber aus Quiddelbach, Lieder zum Zuhören und Mitsingen (Birte und Malte Wischnewski, Adenau) an Keyboard und Geige sowie Tänze der Landfrauengruppe obere Ahr (Leitung Angelika Stratmann aus Honerath). Der Landfrauenkreisverband Ahrweiler hat derzeit 1500 Mitglieder.

Auch Männer können dem Verband seit 2016 beitreten. Hauptziel der Landfrauen ist die Ländliche Erwachsenenbildung. Zahlreiche Angebote hierzu sind im LandFrauen-Magazin 2017/2018 zu finden. Vorsitzende ist Ingrid Strohe (Dedenbach). Ihre beiden Stellvertreterinnen sind Elke Krause aus Lederbach sowie Klara Gilles (Antweiler).

Ingrid Strohe (links) und Klara Gilles bedankten sich beim Referenten.

Ingrid Strohe (links) und Klara Gilles bedankten sich beim Referenten.

Der Landfrauenchor unter der Leitung von Karin Zepp aus Königsfeld.Fotos: WITE

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