Allgemeine Berichte | 19.02.2018

Ringlokschuppen Engers

Nach Dornröschenschlaf wieder eine Lokomotive im Lokschuppen

Eine tolle Lokomotive diente dem Kinderprinzenpaar als Wagen im Rosenmontagszug.privat

Engers. Acht Jahrzehnte lang wurde der Ringlokschuppen im Neuwieder Stadtteil Engers als wichtiger Knotenpunkt des rechtsrheinischen Personen- und Güterschienenverkehr genutzt. Zeitweilig wurden 200 Mitarbeiter beschäftigt bis der Betrieb mit Verbreitung der Dieselloks im Dezember 1957 eingestellt wurde.

Nach dem Rückbau der vorgeschalteten Drehscheibe verfiel das mächtige Gebäude in einen langwährenden Dornröschenschlaf, der hin und wieder von den Motivwagenbauern der großen Engerser Karnevalsgesellschaft und weiterer karnevalistischer Vereinigungen sowie alljährlich von den aktiven Kirmesjahrgängen unterbrochen wurde. Am Rosenmontag den 12. Februar war es nach nunmehr 60 Jahren Stillstand soweit. Die erste prachtvoll verzierte Dampflokomotive verließ endlich wieder den engerser Lokschuppen. Die Jungfernfahrt durch die Straßen und Gassen von Engers wurde von hunderten, teilweise wunderschön kostümierten Besuchern des (zufällig) gleichzeitig stattfindenden Rosenmontagsumzugs 2018 begleitet.

Die Führung der Lokomotive lag unter dem Motto „Mit Volldampf durch den Karneval“ in den Händen des diesjährigen Kinderprinzenpaares Prinz Matthias I. und seiner Prinzessin Johanna I. mit ihrem großen Gefolge. Bereits am Aschermittwoch 2017 wurde mit dem Bau des prachtvollen Motivwagens begonnen und in rund 1000 Stunden gemeinschaftlicher Handarbeit der Eltern des Prinzenpaares und des Gefolges pünktlich zum geplanten Abfahrtstermin mit Stolz abgeschlossen.

In wie weit ein regelmäßiger Bahnbetrieb im Lokschuppen stattfinden wird, ist laut den Verantwortlichen noch unklar. Die Jungfernfahrt war hingegen in jeder Hinsicht ein voller Erfolg.

Eine tolle Lokomotive diente dem Kinderprinzenpaar als Wagen im Rosenmontagszug.Foto: privat

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