Nach der Flut: Kirche in Rech wiedereröffnet
Rech. Fünf Jahre nach der verheerenden Flut im Ahrtal hat der Trierer Weihbischof Robert Brahm mit Gläubigen einen Festgottesdienst zum Abschluss der Renovierungsarbeiten in der Kirche St. Luzia in Rech gefeiert.
In seiner Predigt erinnerte Brahm an die Folgen der Flut für die Menschen in Rech. „Das Wasser kam nicht nur in Ihre Häuser, sondern ist in Ihr Leben eingedrungen“, sagte der Weihbischof. Die Flut habe Menschenleben gekostet, Erinnerungen zerstört und Existenzen verändert. Auch die Kirche St. Luzia sei von den Schäden nicht verschont geblieben. Nach fünf Jahren sind die Renovierungsarbeiten nun abgeschlossen. Bereits am Ostersonntag dieses Jahres konnten wieder erste Gottesdienste in der Kirche gefeiert werden. Für Brahm ist dies ein Zeichen für die Rückkehr des Lebens: „Dass Sie die erste Heilige Messe am Ostersonntag in diesem Jahr hier feiern konnten, ist ein Zeichen dafür, dass sich das Leben durchsetzt.“
Einen Tag nach dem Hochfest Mariä Himmelfahrt stellte Brahm in seiner Predigt Maria in den Mittelpunkt. Sie habe Gott ihr „Ja“ in einer Welt gegeben, die nicht planbar sei. Darin sah der Weihbischof eine Verbindung zu den Menschen in Rech, die nach der Flut ihre Kirche wiederaufgebaut haben. Die Kirche sei dabei mehr als ein Gebäude: „Ihre Kirche zeigt, dass die Flut nicht das zerstört hat, was Menschen verbindet und sie trägt – nämlich Glaube, Gemeinschaft, Leben und Hoffnung.“ St. Luzia sei dafür ein Zeichen. Werner Solbach, der die Renovierungsarbeiten als ehemaliger Vorsitzender des Verwaltungsrates gemeinsam mit weiteren Mitgliedern begleitet hatte, dankte allen Beteiligten. Im Zuge der Sanierung wurden unter anderem das Mobiliar und der Fußboden erneuert. Altar und Kanzel wurden restauriert und in ihren früheren Zustand versetzt. Die Bänke wurden aufgearbeitet und teilweise gekürzt. Ergänzend wurden Stühle aufgestellt, wodurch im Kirchenschiff mehr Platz und eine flexiblere Nutzung möglich ist.
Mit dem Abschluss der Arbeiten steht die Kirche wieder für Gebete und Gottesdienste sowie für freudige Anlässe und Abschiede zur Verfügung. Zugleich soll sie weiterhin ein Ort der Gemeinschaft und des Innehaltens sein. Am Festgottesdienst nahmen neben Weihbischof Brahm und Gläubigen aus Rech und Umgebung auch Vertreter der beteiligten Handwerksbetriebe, Dekan Peter Strauch, Regens Volker Malburg, Pfarrer Robert Görres, Pfarrer Lothar Anhalt, Gemeindereferentin Martina Gilles, Diakon Bernhard Stahl sowie Vertreter der Lokalpolitik teil. Musikalisch gestaltet wurde die Eucharistiefeier vom Chor CantAHRe aus Dernau, Mayschoß und Rech sowie vom Organisten Markus Prange. Im Anschluss an den Gottesdienst, zu dem das Lokale Team des Pfarrbezirks Rech eingeladen hatte, bestand im renovierten Pfarrsaal Gelegenheit zum Austausch.
Festgottesdienst mit Weihbischof Robert Brahm. Foto: Julia Fröder Foto: JULIA FROEDER
Die Kirche St. Luzia hat bei der Flut schwere Schäden genommen. Foto:ROB
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