Allgemeine Berichte | 16.04.2019

Kritik an Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zu Feuer in Paris

Notre-Dame steht in Flammen und die ARD schläft

Notre-Dame steht in Flammen und die ARD schläft

Überregional. Das verheerende Feuer an einem der Wahrzeichen von Paris, die Kathedrale Notre-Dame, hat weltweit die Nachrichten bewegt. Überall? Nein, denn im öffentlich-rechtlichen Fernsehen war diese Nachricht keine Meldung über die reguläre Sendezeit in der „Tagesschau“, den „Tagesthemen“ oder beim ZDF in „heute“ sowie im „heute-journal“ hinaus wert. Während sich die Flammen, den Weg durch eines der bedeutendsten Bauwerke Europas bahnten und die Feuerwehr versuchte den Brand unter Kontrolle zu bringen, sahen die Zuschauer im Ersten eine Tier-Doku und die ZDF-Klientel durfte wie gewohnt ihren Krimi verfolgen. Internationale Nachrichtensender, aber auch private Sender aus Deutschland, wie n-tv oder Welt machten ihren Job, sie berichteten Live von dem Ereignis und versorgten die Zuschauer mit Informationen. An zusätzlichen Kanälen für eine entsprechende Berichterstattung von Ereignissen dieser Art mangelt es im Hause der öffentlich-rechtlichen nicht, denn mit Phoenix, ZDFinfo oder Tagesschau24 hätte man auch abseits der Hauptkanäle die Zuschauer erreichen können, die Betonung liegt auf hätte. Live-Bilder aus Paris suchten interessierte Zuschauer im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vergebens. Die Berichterstattung von ARD und ZDF sorgte auch für öffentliche Kritik, so z.B. von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), dem ehemaligen Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Ulrich Deppendorf oder „Monitor“-Moderatorin Sonia Seymour Mikich.

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