Allgemeine Berichte | 22.05.2025, 13:44 Uhr

Friedensimpulse zwischen Geschichte, Musik und Kunst

Remagen erinnert an 80 Jahre Kriegsende und Frieden

Markt der Möglichkeiten und Fahnengalerie auf dem Caracciola-Platz.  Foto: Volker Thehos
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Remagen. Am 8. Mai 1945 endete in Europa der Zweite Weltkrieg. 80 Jahre später erinnerten das Friedensmuseum Brücke von Remagen und die Stadt Remagen unter dem Motto „Wege zum Frieden“ mit verschiedenen Veranstaltungen an dieses geschichtsträchtige Ereignis.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nahmen am Donnerstag, 8. Mai, um 18 Uhr am ökumenischen Gottesdienst auf dem Caracciolaplatz an der Rheinpromenade teil. Die Gestaltung übernahmen Pfarrerin Johanna Karcher (Evangelische Kirchengemeinde Remagen-Sinzig), Haiko Marquardsen (Pfarrei St. Franziskus Remagen) und Pastor Andreas Fehler-Riedel (Credogemeinde Remagen). In ihren Beiträgen schilderten sie eindrücklich die letzten Kriegswochen in Deutschland sowie das Schicksal des Theologen Dietrich Bonhoeffer, der am 9. April 1945 im Konzentrationslager hingerichtet wurde. Der Posaunenchor unter der Leitung von Woto Kress sorgte für eine besondere musikalische Atmosphäre an der in warmes Abendlicht getauchten Rheinpromenade.

Im Anschluss sprach Bürgermeister Björn Ingendahl und betonte die Bedeutung der Erinnerung an die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, insbesondere für junge Menschen. In seiner Rede zitierte er den spanischen Philosophen George Santayana: „Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

Die Rheinpromenade wurde zum Anlass mit 18 künstlerisch gestalteten Fahnen geschmückt. Unter dem Leitmotiv „Wege zum Frieden“ zeigen sie Zitate berühmter Persönlichkeiten zum Thema Frieden. Die Fahnen bleiben bis zum Saisonende ausgestellt. Volker Thehos vom Friedensmuseum eröffnete die Fahnengalerie, stellte die beteiligten Künstlerinnen und Künstler vor und bedankte sich für deren Engagement: Mathias Bertram, Stephan Maria Glöckner, Gisèle Hillen, Gudrun Hillmann, Anja Kleemann-Jacks, Evelyne Klein, Rudolph Oelschläger und Ricarda Rommerscheidt. Besonders erfreut zeigte sich Thehos über die Teilnahme zweier Künstler aus Remagens Partnerstadt Georgsmarienhütte: Christoph Wübbolt und Thomas Oberhoff.

Am Sonntag, 11. Mai, eröffnete die Vorsitzende des Friedensmuseums, Karin Keelan, bei sommerlichem Wetter den „Markt der Möglichkeiten“ auf dem Caracciolaplatz. Insgesamt elf Vereine und Institutionen informierten über ihr Engagement für Frieden und Demokratie. Es kam zu zahlreichen angeregten Gesprächen mit interessierten Gästen sowie zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch zwischen den Akteuren. Für musikalische Unterhaltung sorgten die „bigbandfriends“ aus Düsseldorf mit Jon Boutin. In der Pause zeigte die Line-Dance-Gruppe des PSV Remagen ihr Können. Zum Abschluss brachte die Bonner Band LIZI mit der georgischen Sängerin Lizi Gozalishvili Schwung auf die Rheinpromenade.

Das Friedensmuseum und die Stadt Remagen zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltungen, die mit emotionaler Tiefe und musikalischer Leichtigkeit an das Kriegsende und damit an 80 Jahre Frieden, Freiheit und Demokratie erinnerten. BA

Gut besuchter ökumenischer Gottesdienst auf der Rheinpromenade.  Foto: Stefani Riedel

Gut besuchter ökumenischer Gottesdienst auf der Rheinpromenade. Foto: Stefani Riedel

Markt der Möglichkeiten und Fahnengalerie auf dem Caracciola-Platz. Foto: Volker Thehos

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