Anwohnerinformation im März geplant
Rückbau der Grundschule „Am Zehnthof“ startet im Frühjahr
Odendorf. Der Rückbau der Grundschule „Am Zehnthof“ sowie des benachbarten Wohnhauses an der Flamersheimer Straße 23 tritt in die nächste Phase ein. Dazu informiert die Gemeindeverwaltung in der nächsten Sitzung des Bau-, Vergabe- und Denkmalausschusses am 25. Februar 2026.
Derzeit laufen umfangreiche vorbereitende Maßnahmen. Auf dem Schulgelände müssen mehrere ober- und unterirdische Versorgungsleitungen verlegt werden. Dazu zählen unter anderem ein Strommast in Abstimmung mit der Westnetz GmbH sowie eine Glasfaserleitung in Abstimmung mit dem Unternehmen b:nt. Zudem sind Anpassungen im Straßenraum erforderlich: Vor der Schule befinden sich eine Bushaltestelle und eine Ampelanlage, die nach aktuellem Stand für die Dauer der Bauarbeiten verlegt werden müssen. Die Abstimmungen hierzu erfolgen mit dem Rhein-Sieg-Kreis, den zuständigen Straßenbaulastträgern und dem Polizeipräsidium.
Auch der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner ist vorgesehen. In einem definierten Umkreis wird vor Beginn der eigentlichen Abbrucharbeiten ein Beweissicherungsverfahren angeboten. Ein unabhängiger Gutachter dokumentiert dabei den Zustand betroffener Gebäude, um mögliche baubedingte Schäden eindeutig zuordnen zu können. Die betroffenen Haushalte werden vorab informiert; eine Anwohnerinformation ist für März geplant. Die Beweissicherung selbst soll – abhängig vom tatsächlichen Baubeginn – im April oder Mai erfolgen.
Nach aktuellen Planungen sollen die Arbeiten zur Herstellung der Baugrube im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Anschließend können die Gründungsarbeiten für den Neubau der Schule mit Dorfsaal beginnen.
Bevor im Sommer mit schwerem Gerät die oberirdischen Gebäude abgebrochen werden, ist zunächst eine fachgerechte Schadstoffsanierung erforderlich. Diese Entkernungs- und Entsorgungsarbeiten sind für das späte Frühjahr, beziehungsweise den Frühsommer vorgesehen. Der eigentliche Rückbau umfasst auch die Kellergeschosse beider Gebäude. Das Gelände wird nahezu vollständig entsiegelt; die künftige Baugrube wird fast das gesamte Grundstück einnehmen.
Darüber hinaus wird der Abbruch ökologisch begleitet. Ein artenschutzrechtliches Gutachten liegt vor. Bestimmte Gebäudeteile, etwa Rollladenkästen, werden vorsorglich per Hand zurückgebaut, um mögliche Niststätten zu schützen. Sollten Tiere oder Brutstätten festgestellt werden, sind Sicherungsmaßnahmen und ein Ausgleich – etwa durch das Anbringen von Brutkästen auf dem Grundstück – vorgesehen.
Sowohl das Schulgrundstück als auch das Grundstück an der Flamersheimer Straße 23 gelten als sogenannte Verdachtsflächen hinsichtlich möglicher Kampfmittelbelastungen. Deshalb werden die Erd- und Spezialtiefbauarbeiten von entsprechenden Untersuchungen begleitet.
Der Zehnthofplatz wird nach derzeitigem Stand voraussichtlich nicht als Lagerfläche für die Rückbauarbeiten benötigt.
Hintergrund: Der Rat der Gemeinde Swisttal erhielt am 7. Oktober 2025 durch die damalige Bürgermeisterin eine erste Information über den fortgeschriebenen Bauzeitenplan.
Nach einem entsprechenden Beschluss wird die Planung für Rückbau, Entsorgung und Baufeldfreimachung durch das Büro Sakosta GmbH weitergeführt. Zusätzliche Baugrund- und Schadstoffuntersuchungen machten eine Fortschreibung des Zeitplans erforderlich; derzeit werden die Planungen weiter konkretisiert und die Kosten aktualisiert.
Zudem wurde nach Ratsbeschluss vom 7. Oktober 2025 der Vertrag mit dem bisherigen Objektplaner für Gebäude und Innenraum aufgehoben. Die Planungsleistungen für den Neubau der Schule mit Dorfsaal werden neu vergeben. Die europaweite Ausschreibung kann in Kürze veröffentlicht werden. Der Zuschlag soll voraussichtlich vor Beginn der Sommerferien 2026 erfolgen.
Pressemitteilung
Gemeinde Swisttal
