Allgemeine Berichte | 13.02.2026

Anwohnerinformation im März geplant

Rückbau der Grundschule „Am Zehnthof“: Anwohnerinformation im März geplant

Odendorf. Der Rückbau der Grundschule „Am Zehnthof“ sowie des benachbarten Wohnhauses an der Flamersheimer Straße 23 tritt in die nächste Phase ein. Dazu informiert die Gemeindeverwaltung in der nächsten Sitzung des Bau-, Vergabe- und Denkmalausschusses am 25. Februar 2026.

Derzeit laufen umfangreiche vorbereitende Maßnahmen. Auf dem Schulgelände müssen mehrere ober- und unterirdische Versorgungsleitungen verlegt werden. Dazu zählen unter anderem ein Strommast in Abstimmung mit der Westnetz GmbH sowie eine Glasfaserleitung in Abstimmung mit dem Unternehmen b:nt. Zudem sind Anpassungen im Straßenraum erforderlich: Vor der Schule befinden sich eine Bushaltestelle und eine Ampelanlage, die nach aktuellem Stand für die Dauer der Bauarbeiten verlegt werden müssen. Die Abstimmungen hierzu erfolgen mit dem Rhein-Sieg-Kreis, den zuständigen Straßenbaulastträgern und dem Polizeipräsidium.

Auch der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner ist vorgesehen. In einem definierten Umkreis wird vor Beginn der eigentlichen Abbrucharbeiten ein Beweissicherungsverfahren angeboten. Ein unabhängiger Gutachter dokumentiert dabei den Zustand betroffener Gebäude, um mögliche baubedingte Schäden eindeutig zuordnen zu können. Die betroffenen Haushalte werden vorab informiert; eine Anwohnerinformation ist für März geplant. Die Beweissicherung selbst soll – abhängig vom tatsächlichen Baubeginn – im April oder Mai erfolgen.

Nach aktuellen Planungen sollen die Arbeiten zur Herstellung der Baugrube im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Anschließend können die Gründungsarbeiten für den Neubau der Schule mit Dorfsaal beginnen.

Bevor im Sommer mit schwerem Gerät die oberirdischen Gebäude abgebrochen werden, ist zunächst eine fachgerechte Schadstoffsanierung erforderlich. Diese Entkernungs- und Entsorgungsarbeiten sind für das späte Frühjahr, beziehungsweise den Frühsommer vorgesehen. Der eigentliche Rückbau umfasst auch die Kellergeschosse beider Gebäude. Das Gelände wird nahezu vollständig entsiegelt; die künftige Baugrube wird fast das gesamte Grundstück einnehmen.

Darüber hinaus wird der Abbruch ökologisch begleitet. Ein artenschutzrechtliches Gutachten liegt vor. Bestimmte Gebäudeteile, etwa Rollladenkästen, werden vorsorglich per Hand zurückgebaut, um mögliche Niststätten zu schützen. Sollten Tiere oder Brutstätten festgestellt werden, sind Sicherungsmaßnahmen und ein Ausgleich – etwa durch das Anbringen von Brutkästen auf dem Grundstück – vorgesehen.

Sowohl das Schulgrundstück als auch das Grundstück an der Flamersheimer Straße 23 gelten als sogenannte Verdachtsflächen hinsichtlich möglicher Kampfmittelbelastungen. Deshalb werden die Erd- und Spezialtiefbauarbeiten von entsprechenden Untersuchungen begleitet.

Der Zehnthofplatz wird nach derzeitigem Stand voraussichtlich nicht als Lagerfläche für die Rückbauarbeiten benötigt.

Hintergrund: Der Rat der Gemeinde Swisttal erhielt am 7. Oktober 2025 durch die damalige Bürgermeisterin eine erste Information über den fortgeschriebenen Bauzeitenplan.

Nach einem entsprechenden Beschluss wird die Planung für Rückbau, Entsorgung und Baufeldfreimachung durch das Büro Sakosta GmbH weitergeführt. Zusätzliche Baugrund- und Schadstoffuntersuchungen machten eine Fortschreibung des Zeitplans erforderlich; derzeit werden die Planungen weiter konkretisiert und die Kosten aktualisiert.

Zudem wurde nach Ratsbeschluss vom 7. Oktober 2025 der Vertrag mit dem bisherigen Objektplaner für Gebäude und Innenraum aufgehoben. Die Planungsleistungen für den Neubau der Schule mit Dorfsaal werden neu vergeben. Die europaweite Ausschreibung kann in Kürze veröffentlicht werden. Der Zuschlag soll voraussichtlich vor Beginn der Sommerferien 2026 erfolgen.

Pressemitteilung

Gemeinde Swisttal

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Lampionfest in Weißenthurm
Lampionfest in Weißenthurm
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Innovatives rund um Andernach
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 - -RhS_BA KW25
Anzeige Musikalische Soiree
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
31

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
202

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
71

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Gerade bei heißen Temperaturen können sich schnell Maden in der Biotonne bilden.
1925

Biotonne im Sommer pflegen

Biotonne bei Hitze: Maden vermeiden

Kreis Neuwied. In den Sommermonaten können sich im feuchtwarmen Klima der Biotonne schnell unerwünschte Organismen bilden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied fährt in den Sommermonaten eine wöchentliche Leerung der Biotonne, die das Problem deutlich reduziert. Sie gibt praktische Tipps, was Anwohner darüber hinaus tun können, um unerwünschter Organik vorzubeugen.

Von Laura Tries aus Neuwied

Weiterlesen