Allgemeine Berichte | 26.04.2023

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Rückkehr des Wolfes: Segen für die Natur oder Sicherheitsrisiko?

Der Wolf ist in die Eifel und den Westerwald zurückgekehrt.  Foto: pixabay.com

Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland.

In der jüngeren Vergangenheit gab es wiederholt Sichtungen von Wölfen in der Region Westerwald sowie in der Eifel. Aber wie ist dies zu bewerten? Sollte man sich darüber freuen oder bietet die Rückkehr des Wolfes vielmehr Anlass zur Sorge?

Pro: „Positives Zeichen für die Natur“

Die Rückkehr des Wolfes in die Regionen Westerwald und Eifel ist ein positives Zeichen für die Natur und das Ökosystem. Der Wolf trägt dazu bei, die Population von seinen Beutetieren wie Rehen in Schach zu halten, was wiederum das Gleichgewicht des Ökosystems unterstützt. Durch die natürliche Regulierung der Beutetierpopulation können landwirtschaftliche Schäden durch Verbiss verringert werden, was insbesondere für Waldbesitzer und Landwirte von Bedeutung ist. Ein gesundes Ökosystem mit einer Vielzahl von Tierarten ist für das Funktionieren unserer Lebensräume unerlässlich.

Contra: Sicherheit von Mensch und Tier

Trotz der ökologischen Vorteile gibt es auch berechtigte Bedenken gegen die Rückkehr des Wolfes. Die Sicherheit von Menschen und Haustieren steht dabei an erster Stelle. Obwohl Wölfe selten Menschen angreifen, ist die Angst vor Begegnungen mit Wölfen in der Nähe von Siedlungen oder im Wald vorhanden.

Ein weiteres Gegenargument sind die wirtschaftlichen Verluste für Landwirte und Viehhalter durch Nutztierrisse. Wölfe können Schafe oder Rinder reißen, was zu erheblichen finanziellen Schäden führen kann. Kosten für Schutzmaßnahmen, wie den Bau von Zäunen oder den Einsatz von Herdenschutzhunden, belasten die Landwirte zusätzlich.

Fazit

Die Diskussion über die Rückkehr des Wolfes ist geprägt von unterschiedlichen Interessen und Meinungen. Einerseits ist der Wolf für das Gleichgewicht im Ökosystem und die Biodiversität wichtig, andererseits gibt es Sicherheitsbedenken und wirtschaftliche Nachteile für Landwirte und Viehhalter.

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf die Rückkehr des Wolfes? Freut Ihr Euch darüber oder möchtet Ihr den Wolf lieber möglichst weit weg wissen? BA

Der Wolf ist in die Eifel und den Westerwald zurückgekehrt. Foto: pixabay.com

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
29.04.202312:15 Uhr
juergen mueller

@Annegret Sproesser:
Was ökologische Zusammenhänge und den Artenschutz betreffen, so gehe ich mal davon aus, dass Sie darüber nur wenig bis gar kein fundiertes Wissen besitzen, zu der Gruppe von Menschen gehören, die nicht begreifen wollen (oder können) WER hier Biodiversität vernichtet, massive Schäden in Wald u. Flur verursacht, sich für den Klimawandel massiv (mit)ursächlich zeigt u. Klimaschutz weiterhin ignoriert u. vernachlässigt. Ich komme aus einer Försterfamilie über 3 Generationen u. gehe mit dem Standpunkt der Politik, diversen Jagdverbänden, vor allem aber sogenannter Hobby-Jäger in Bezug auf deren Entnahme-Forderung des Wolfes in keinster Weise konform.
Ihre Sichtweise auf Herdenschutzhunde u. hütesicheres Einzäunen weist bedauerlicherweise erhebliche Wissenslücken auf, die zu schließen wohl überfordert. Die sich in den letzten Jahrzehnten verschärfende menschliche Einstellung zur Natur- u. Tierwelt ist DAS Sicherheitsrisiko, was keiner begreifen will oder kann.

28.04.202309:10 Uhr
Tom w.

@Jürgen Müller: Danke für ihren tollen Kommentar. Ich sehe das genauso. Wenn man im Einklang mit dem Wolf leben will, findet mal Lösungen. Wenn man es nicht will, findet man Gründe, warum es nicht geht.
Auch zeigen die Statistiken ganz klar, dass von dem Wolf für den Menschen KEINE Gefahr ausgeht.
Und außerdem zeigen die selben Statistiken, dass die Nutztierrisse bei "Entnahmen" stark zunehmen, da es durch die "Entnahmen" zu neuen Machtkämpfen im Wolfsrudel kommt, da die Hierarchie durcheinander gebracht wird.

28.04.202308:39 Uhr
Annegret Sproesser

Wie gut, dass die Menschen so wenig von ökologischen Zuammenhängen verstehen. Da kann man denen jeden Quatsch erzählen und die glauben das. Wölfe tragen lediglich durch ihre eigene Art zur Biodiversität bei. Ansonsten pflegen sie die zu vernichten. Reh- und Rotwild wird heimlich und rottet sich zu größeren Angstgruppen zusammen, die massive Schäden in Wald und Feld verursachen. Welcher Gewinn für unser Landschaft und was soll das für ein Gleichgewicht sein?
Zäune helfen nicht! Herdenschutzhunde sind eine Gefahr an sich und ebenfalls kein Gewinn für den Herdenschutz! Ein Blick über den Gartenzaun in Länder, die schon immer Wölfe hatten würde helfen! Wölfe scharf bejagen und Herden hütesicher einzäunen ist dort die Devise. Für den Artenschutz müssen zwischen 10 und 100 Wölfe in Deutschland leben und keine 3.000!

27.04.202310:06 Uhr
juergen mueller

Ja, ein Segen für die Natur, ohne Sicherheitsbedenken, so wie es früher einmal war, wo man im Einklang mit dem Wolf lebte. Vor allem gewisse Wolfsgegner in der Politik schüren aus eigenem Interesse mit ihrem sogenannten Entnahmedenken Contra gegen den Wolf. Das es auch anders geht, zeigt das Beispiel NIEDERSACHSEN. Trotz MEHR Wölfe WENIGER Nutztierrisse. Die Zahl der Übergriffe sank um rund 30 Prozent, was auf bessere Herdenschutzmaßnahmen zurückzuführen ist. Man muss nur wollen.
Politik hat schon immer ihre Fähnchen nach dem Wind gerichtet, der ihr selbst von Vorteil ist.
Wo wir mit diesem Denken mittlerweile hingekommen sind, beweist uns unser Klima, unsere Umwelt und Natur tagtäglich.
Als Segen kann man dieses von einer abstrusen ICH-Mentalität geprägte Denken nicht bezeichnen.

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anlagenmechaniker
Tag der offenen Tür
Rund ums Haus
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Titelanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Titel
Schulze Klima -Image
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Stellenanzeige
Angebotsanzeige (April)
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Anzeige Lange Samstage
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Kita