Allgemeine Berichte | 28.02.2020, 09:34 Uhr

Laacher Forum empfängt den Autor Professor Grönemeyer

„Schulmedizin und alternative Heilmethoden können helfen“

Professor Grönemeyer warb für mehr wissenschaftliche Offenheit

Professor Grönemeyer plädierte für „personalisierte Medizin“. Foto: privat
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Maria Laach. „Das Warten hat sich gelohnt. Professor Grönemeyer hat heute gleich zwei Bücher mitgebracht“, begrüßte Matthias Wilken, Leiter der Buch- und Kunsthandlung, Professor Dr. Dietrich Grönemeyer im Laacher Forum. So veröffentlichte der Mediziner nach dem Bestseller „Weltmedizin“ jüngst mit „Selbst Heilen mit Kräutern“ ein weiteres Buch. Da der Vortrag im Herbst leider ausfiel, musste dieser wegen der großen Nachfrage nachgeholt werden. Und das Klosterforum war bis zum letzten Platz besetzt. Mit den Themen „Weltmedizin“ und Kräuterheilkunde war Professor Dr. Dietrich Grönemeyer gleich in seinem Element. Angenehm seine unideologische Sicht, alternative und schulmedizinische Maßnahmen, von Globuli bis Antibiotika, je nach Erkrankung und Krankheitsverlauf wertzuschätzen. „Antibiotika sind sehr schön, aber warum nehmen wir nicht mal Thymian“, so der Referent, dem es als junger Student gelungen war, seine Bronchitis-Anfälligkeit mit Thymian zu überwinden. „Ich stehe ohne Lungenentzündung vor ihnen. Wenn ich weiß, dass Impfungen und Antibiotika mir helfen, weiß ich auch, dass es viele andere Dinge gibt“, plädierte der Arzt für das breite Spektrum der Medizin. Wissenschaftlich neugierig versuchte der Mediziner immer wieder, überall auf der Welt „Menschen kennenzulernen, die mehr wissen“, Wissen, das er in seinem Buch „Weltmedizin“ zusammengefasst hat. So verband Professor Grönemeyer auch in Maria Laach das Wissen der alten Heiler und Ärzte mit der wissenschaftlichen Erkenntnis von heute und thematisierte Akupunktur und Ayurveda genauso wie die Schulmedizin.

Um herauszufinden, was guttut und welche Behandlungsform wir wählen, riet Grönemeyer, Bauch und Verstand, Herz und Seele gleichermaßen zu befragen. Zwar sei es der medizinischen Forschung gelungen, immer tiefer in den Aufbau und die Funktion der Zellen einzudringen, doch der Mensch sei viel mehr als seine Zellen. Professor Grönemeyer fragte, was der Mensch eigentlich sei: „Jeder ist einmalig. Diese Unterschiedlichkeit allein haben wir gemeinsam.“ Aus diesem Grund sprach er sich in Maria Laach für eine „personalisierte Medizin“ aus, wobei es auch alternative Behandlungsweisen sein können: „Wir neigen dazu, das gering zu schätzen, was wir noch nicht wissen und beweisen können. Jeder ist einzigartig, und jeder braucht was Anderes. Wir müssen uns davor hüten, denjenigen zu diskreditieren, der den Weg anders einschlägt.“ Professor Grönemeyer fordert Toleranz, auch gegenüber einfachen Heilmitteln, die uns helfen können. Honig etwa besitzt eine wundheilende Wirkung. Und Kapuzinerkresse kann als natürliches Antibiotikum in Kombination mit Meerrettich als ein heilsames Medikament bei einer beginnenden Lungenentzündung eingesetzt werden. Auch im Salat wirke Kapuzinerkresse präventiv. Es sind die einfachen Dinge, die uns gesund halten. In diesem Sinne riet Professor Grönemeyer dem Laacher Publikum, in Bewegung zu bleiben, für sich selbst in Eigenverantwortung etwas Gutes zu tun und sich selbst zu spüren, „denn Bewegung und Ernährung gibt es nicht auf Rezept.“ Schon bald startet das Laacher Forum in den Frühling. Das neue Programm gibt es in Kürze unter www.laacherforum.de. Pressemitteilung

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Professor Grönemeyer plädierte für „personalisierte Medizin“. Foto: privat

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