Allgemeine Berichte | 06.04.2018

Die Pflegestützpunkte im Kreis Ahrweiler informieren

Schulungsinitiative Demenz

Fünfteiliger Grundkurs startet am 6. Juni in Sinzig

Sinzig. Demenz ist eine der häufigsten Krankheiten, nicht nur im hohen Alter. In Deutschland leben über 1,5 Millionen Menschen, in Rheinland-Pfalz über 74.000 Personen, die betroffen sind. Die Mehrheit dieser Menschen wird derzeit in der eigenen häuslichen Umgebung von der Familie betreut und versorgt.

Die Betreuung und Begleitung eines verwirrten Menschen hat vielfache Auswirkungen auf die Familie. Nicht nur die körperliche Belastung, sondern gerade die seelische Beanspruchung, wie Hilflosigkeit, Trauer und Aggressionen, kann nachhaltig das Miteinander beeinträchtigen.

Seit 2005 wird die Schulungsinitiative Demenz im Landkreis Ahrweiler durchgeführt.

Angehörige und ehrenamtlich an der Betreuung Interessierte sollen für den Umgang mit dem demenziell veränderten Menschen geschult und gestärkt werden.

Die fünfteilige Kursreihe beginnt am Mittwoch, 6. Juni, um 18 Uhr im Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde St. Peter, Zehnthofstraße 11 in Sinzig. Die Folgetermine sind dort immer mittwochs, am 13., 20. und 27. Juni sowie am 4. Juli, von 18 bis 20 Uhr.

Die Schwerpunktthemen begleiten die Fachreferenten Dr. med. Getrud Scheuvens, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Bernd Westbomke, Lehrer für Pflegeberufe und Validationsanwender und Uwe Moschkau vom Betreuungsverein des Diakonischen Werkes.

Am ersten Abend wird es nach der Einführung in das Schulungsprogramm unter anderem um medizinische Aspekte, den Verlauf der Erkrankung und die Therapie gehen.

Was bedeutet die Veränderung für die Familie?

Dieser Frage werden sich die Teilnehmer am zweiten Abend stellen. Es wird auch um das veränderte Verhalten der Erkrankten gehen und wie diese selbst ihre Entwicklung wahrnehmen.

Damit verbunden sind auch Belastungen und Konflikte. Es kommt oftmals zu neuen familiären Rollenverteilungen. Wie kann in dieser Situation der Alltag bewältigt werden?

Am dritten Abend wird über die Hilfen im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen gesprochen: Es geht auch um mögliche Kommunikations- und Handlungshilfen.

Bei der vierten Zusammenkunft werden Hilfen thematisiert, wozu auch die Aktivierung des an Demenz erkrankten Menschen gehören.

Am fünften und letzten Abend geht es um die gesetzliche Betreuung. Teilnehmer erfahren außerdem, wie sie weitere Unterstützung und Hilfen erlangen können,

wo es lokale Beratungsstellen sowie Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen gibt.

Uta Vogel vom Pflegestützpunkt Remagen/Sinzig und Liane Seemann vom Pflegestützpunkt Bad Breisig/Brohltal leiten den fünfteiligen Grundkurs.

Anmeldung und weitere Informationen: Uta Vogel Pflegestützpunkt Remagen/Sinzig, Lindenstraße 7, Tel. (0 26 42) 99 11 56, Fax (0 26 42) 99 12 53, E-Mail uta.vogel@pflegestuetzpunkte.rlp.de; Liane Seemann, Pflegestützpunkt Niederzissen, Im Joch 1, 56651 Niederzissen, Tel. (0 26 36) 80 05 54, Fax (0 26 36) 80 06 97, E-Mail liane.detmers-seemann@pflegestuetzpunkte.rlp.de.

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