Ein Nachmittag voller Erinnerung und Lebensfreude in Königsfeld
„Seniorenkirmes statt Altentag“
Königsfeld. Am Sonntag, dem 16. November 2025, füllte sich das Königsfelder Bürgerhaus mit herzlichem Lachen, lebhaften Gesprächen und dem vertrauten Klang gemeinsamer Erinnerungen.
Zur Seniorenkirmes – der liebevoll modernisierten Form des traditionellen Altentags – waren alle Königsfelder Bürgerinnen und Bürger ab 65 Jahren eingeladen. Rund 45 Gäste folgten der Einladung und genossen einen warmherzigen, gut gelaunten Nachmittag.
Für die musikalische Begleitung sorgte die Blaskapelle „Die Rheintaler“, deren Stücke den Saal sofort mit festlicher Atmosphäre erfüllten. Besonders bewegend war das Solo des Schlagzeugers Eberhard, der nach 65 Jahren Musikleben und zahlreichen Auftritten mit 83 Jahren zum letzten Mal die Trommel schlug. Die Gäste verabschiedeten ihn mit langem Applaus – ein Moment voller Respekt und Rührung.
Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der Kinder der Königsfelder Kita „Flohkiste“. Mit viel Mut und strahlenden Augen sangen sie die Lieder „Ich geh mit meiner Laterne“ und „Lichterkinder“. Der Saal war erfüllt von einem rührenden Moment, der viele Herzen berührte.
Direkt im Anschluss brachte Gitti Frahn als humorvolle Landstreicherin ordentlich Schwung in den Saal. Erst nach ihrem Auftritt schlossen sich Doris Schuld und Willi Möhren spontan an: Doris Schuld führte mit ihrem Mundartvortrag „Badedaach ano dazumal“ charmant in frühere Zeiten zurück, während Willi Möhren mit seiner spontanen Darbietung des „Kröver Nacktarsch“ für viel Gelächter sorgte.
Traditionell wurden die ältesten Teilnehmerinnen und Teilnehmer geehrt: In diesem Jahr freuten sich Peter und Lieselotte Heuser über die Auszeichnung. Die älteste Königsfelderin, Agnes Hergarten, konnte leider nicht teilnehmen. Ortsbürgermeister Günter Dietzler ließ später wissen, dass er ihr persönlich ein Weinpräsent vorbeigebracht habe.
Wie gut die Stimmung war, zeigten auch die Stimmen aus dem Publikum. Angelika Zepp sagte, die Musik und das Tanzen ließen die Zeit für einen Moment wieder jung wirken. Günter Schuld meinte schmunzelnd, bei schöner Musik, leckerem Kuchen und einem frischen Bier wisse man kaum, ob man lieber tanzen oder genießen solle – „also mache man einfach alles zugleich“.
Zum Abschied erhielt jede Seniorin und jeder Senior eine Flasche Wein – ein kleines Zeichen der Wertschätzung für jene, die Königsfeld über Jahrzehnte geprägt haben.
In einem kurzen Fazit betonte Ortsbürgermeister Günter Dietzler, der Seniorentag sei eine wichtige Gelegenheit, die älteren Mitbürger zu ehren und ihnen einen Nachmittag voller Freude, Musik und Gemeinschaft zu schenken. Der Tag sei rundum gelungen gewesen – geprägt von guter Stimmung, Zusammenhalt und echter Dorfgemeinschaft.
Sein großer Dank gilt vor allem den 14 Helferinnen und Helfern des JGV Königsfeld, die mit viel Engagement für Bewirtung, Organisation und eine herzliche Atmosphäre sorgten. Ihr Einsatz trug maßgeblich dazu bei, dass der gesamte Nachmittag reibungslos und in angenehmer, familiärer Stimmung verlief.
So endete eine Seniorenkirmes, die erneut zeigte, wie wertvoll gemeinsames Erinnern und Miteinander für das Dorfleben sind.
Blick in das gut gefüllte Königsfelder Bürgerhaus. Foto: Felix Zepp
Gruppenbild mit den fleißigen Helfern des JGV Königsfeld. Foto: Saskia Antwerpen
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