Allgemeine Berichte | 06.06.2022

Projektbüro informierte den Stadtrat über den Stand der Dinge

Sinzig: Fortschritte beim Neuaufbau nach der Flut

Der Sozialbau in der Friedrich-Spee-Straße soll bis Ende 2022 abgerissen werden. Foto: ROB

Sinzig. Bei der letzten Sitzung des Stadtrates im Helenensaal wurde ein Sachstandsbericht über die Maßnahmen zum Neuaufbau nach der Flut geliefert. Die Präsentation wurde von der Ingenieurin Sofia Lunnebach von der Firma IMC aus Koblenz übernommen, die als Projektbüro die Maßnahmenkoordinierung übernommen hat. Zuvor unterstrich Bürgermeister Andreas Geron, dass es sich beim Wiederaufbau nach wie vor nicht um einen „Sprint“, sondern einen Marathon handele. Zügig arbeiten müsse man dennoch: Derzeit liegen fast 30 Förderanträge der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion zur Prüfung vor, die bis September eigentlich abgearbeitet sein müssen. Außerdem endet zum 1. Juli das vereinfachte Vergabeverfahren.

Lunnebach betonte, dass auch Projekte nach dem Stichtag nicht unberücksichtigt bleiben sollen und nannte als Beispiel den Richard-Spessart-Steg, der für den lokalen Fußgängerverkehr eine eher untergeordnetere Rolle spiele im Vergleich zum Christinensteg. Denn den benutzen gerade Schülerinnen und Schüler, um zum Unterricht zu kommen. Obgleich eine Ersatzbrücke für den Christinensteg bereits installiert wurde, sind die Arbeiten hier noch nicht abgeschlossen. Ein nächster Schritt sei nun, die Behelfsbrücke barrierefrei zu gestalten. Ein neues Brückenprovisorium soll in Kürze auch an der Ahrmündung errichtet werden.

Bad Bodendorf: Kunstrasenplatz wieder bespielbar

Von besonderem Interesse ist auch die Zukunft der Sportanlagen, gerade in Bad Bodendorf. So wurde vor kurzem der neue Kunstrasenplatz in Bad Bodendorf eingeweiht und wird zu Trainingszwecken auch wieder bespielt - eine Premiere an der Ahr. Das Vereinsheim des SC Bad Bodendorf ist jedoch noch nicht wieder einsatzbereit. Container sollen Abhilfe und Möglichkeiten zum Umziehen für die Sportler schaffen. Die Einweihung eines neuen Kleinspielfeldes ist für Ende August terminiert.

Für das Gebäude des Tennisclubs bieten sich keine anderen Möglichkeiten als ein Abriss mit anschließendem Neubau. Das neue Gebäude werde etwas versetzt errichtet, gegebenenfalls auch auf Stelzen wie Lunnebach auf Rückfrage des Bad Bodendorfer Ortsvorstehers Alexander Albrecht mitteilte. Zusätzlich soll eine neue Umzäunung im Bedarfsfall abnehmbar sein, falls ein neues Hochwasser drohe.

Dass das sinnvoll sei, betonte auch der 1. Beigeordnete Hans-Werner Adams. Für ihn stelle sich aber die Frage, wer genau für die Demontage der Zäune zuständig sei, „Hinz und Kunz“ wären dazu nicht befähigt, wie Adams sagte. Vielmehr solle es einen Einsatzplan geben, wer im Gefahrenplan das Einpacken der Zäune übernehme. Denkbar sei die Feuerwehr, fügt er hinzu.

Düster sieht es um die Gebäude des Minigolfplatzes aus, die einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten haben. Eine Perspektive gäbe es dennoch. Die Anlage an sich, sei laut Lunnebach aber in Ordnung. Auch bei dem Gebäude wird ein Neubau angestrebt, allerdings etwas versetzt in südlicherer Position als es heute noch der Fall wird. Recht gut sieht es für die Bogenschützen aus, hier warte man noch auf eine Bodenanalyse. Gedulden müssen sich noch die Sportler des SC Rhein-Ahr-Sinzig, die noch auf der Suche nach einem neuen Standort für das Rhein-Ahr-Stadion sind.

Spielplatz in der Hohenstaufenstraße soll im September fertig werden

Positive Signale gab es auch in Bezug auf die Spielplätze. Schon Anfang September soll der Spielplatz in der Hohenstaufenstraße wieder nutzbar sein. Auch in der Josef-Hardt-Allee in Bad Bodendorf und auf dem Spieltplatz Am Teich in Sinzig sollen in diesem Jahr noch Kinder toben können.

In puncto Schulen gäbe es ebenfalls Fortschritte wie Lunnebach erläuterte. Für die nunmehr abgerissene Mensa suche man derzeit nach einem geeigneten Platz für einen Neubau. In der Barbarossaschule wurde bereits verputzt und Estrich gelegt. Auch die Fensterarbeiten wären abgeschlossen. Bezüglich einer temporären Sporthalle im Grünen Weg, sollen nun die Arbeiten ausgeschrieben werden. Der Sozialbau in der Friedrich-Spee-Straße soll bis Ende 2022 abgerissen werden. Ein Neubau ist geplant, allerdings soll dieser hochwassersicherer ausfallen als der bisherige. Einen Keller soll es nicht mehr geben. Sensible Technik soll auf dem Dach installiert werden.

Thermalbad, Dorferneuerung und Gewerbe 

Auch das Thermalbad war Thema: In der nächsten Sitzung des Hauptausschusses am 27. Juni soll das Bad auf der Agenda stehen. Grundsätzlich plane man für das traditionsreiche Thermalbad viele Dinge neu. Das Becken soll tiefer werden, modernisiert und vergrößert und grundsätzlich verbessert werden.

Weitere Themen der Ratssitzung waren unter anderem die Konzepte zur Dorferneuerung der Sinziger Stadtteile Koisdorf, Bad Bodendorf, Löhndorf und Westum. Eine Fortschreibung generiere Kosten von fast 50.000 Euro, die mit maximal 36.000 Euro bezuschusst werden. Der Stadtrat votierte für die Fortsetzung, Friedhelm Münch von der FWG wies jedoch darauf hin, frühzeitig zu überprüfen, ob sich die Stadt im Rahmen der Dorferneuerung das Vorverkaufsrecht einzelner Grundstück sichern kann. 

Außerdem wurde beschlossen, die Sondernutzungsgebühren für Gewerbetreibende auch 2022 coronabedingt auszusetzen. Der Vorschlag ging auf die Aktivgemeinschaft zurück und wurde schließlich von den Ratsmitgliedern verabschiedet. 

ROB

Der Sozialbau in der Friedrich-Spee-Straße soll bis Ende 2022 abgerissen werden. Foto: ROB

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