Allgemeine Berichte | 25.07.2018

Der Deutsche Tierschutzbund rät:

Tiere vor großer Hitze schützen

Das Auto wird für Hunde schnell zur tödlichen Hitzefalle. Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Bonn. Die aktuell hochsommerlichen Temperaturen stellen für viele Tiere eine große Gefahr dar. Im Unterschied zum Menschen können sich die meisten Heimtiere nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen, sondern allein durch Trinken oder Hecheln. Der Deutsche Tierschutzbund rät Tierhaltern daher, die notwendigen Vorsorgemaßnahmen zu treffen: Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ebenso wichtig wie ein Schattenplatz, an den sich das Tier jederzeit zurückziehen kann. Große Anstrengungen für das Tier sollte man vermeiden und das Gassigehen mit Hunden in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen.

Tierhalter sollten während der Hitze ihre Heimtiere stets im Blick behalten. Keinesfalls dürfen Hunde und andere Tiere alleine im Auto gelassen werden. Ein geöffnetes Schiebedach oder Fenster sorgt in keinem Fall für genügend Abkühlung. Selbst innerhalb weniger Minuten kann das Fahrzeug zur tödlichen Falle werden. Auch bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im Inneren rasch auf 50 Grad und mehr an. Wenn die Sonne wandert, steht auch das im Schatten abgestellte Fahrzeug nach kurzer Zeit in der Sonne. Die Folgen der für das Tier unerträglichen Temperaturen sind Überhitzung mit Übelkeit und Kreislaufproblemen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Wer bei Hitze auf ein im Auto zurückgelassenes Tier aufmerksam wird, sollte umgehend die Polizei oder Feuerwehr verständigen.

Auch im Käfig oder im Außengehege lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen, ob sich ein großer Teil des Geheges den ganzen Tag über im Schatten befindet. Zusätzlich können Schatten spendende Häuschen, kühle Steinplatten oder feuchte Handtücher, die über das Gehege gelegt werden, helfen. Da bei Hitze viel Wasser verdunstet und die Tiere mehr trinken, sollte man dieses regelmäßig kontrollieren. Kaninchen, die die Möglichkeit zum Buddeln haben, können sich in den entstandenen Mulden abkühlen; manche Ratten lieben ein Wasserbad in einer flachen Schale.

Hitzeschutz auch für Weidetiere

Auch Tieren auf der Weide macht die Hitze zu schaffen: Pferde, Schafe oder Rinder sollten immer die Möglichkeit haben, sich in den Schatten zurückzuziehen. Zu jeder Zeit muss ausreichend Wasser in der Tränke vorhanden sein. Nicht vergessen werden darf, dass bei Hitze die Futtergrundlage auf der Weide abnimmt und die Tiere so unter Umständen zugefüttert werden müssen.

Weitere Informationen und Tipps für Tierhalter unter: www.tierschutzbund.de/tiere-hitze

Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund e.V.

Das Auto wird für Hunde schnell zur tödlichen Hitzefalle. Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Kommentare
25.07.201813:03 Uhr
juergen mueller

Das Wort "aktuell hochsommerlich" ist hier völlig danebengegriffen und trifft den Kern des Problems nicht. Es ist schon bedauerlich, dass alljährlich gewisse Zweibeiner auf den Schutz ihrer Tiere aufmerksam gemacht werden müssen. Dieser Schutz gilt generell, insbesondere aber bereits ab Frühjahr jeden Jahres, da hier bereits, das müsste jeder inzwischen mitbekommen haben, Temperaturen herrschen, die denen im Sommer/Hochsommer sehr nahe kommen. Was Hunde betrifft, so ist man gut beraten, diese ganz einfach Zuhause zu lassen, hat man etwas zu erledigen.

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