Allgemeine Berichte | 01.10.2019

Große Veränderungen im türkisch-islamische Zentrum in Sinzig

Türkisch-islamische Gemeinde hat einen neuen Imam

Bei dem neuen Imam handelt es sich um Mushin Aksoy.Foto: privat

Sinzig. Für die in Sinzig und umliegenden Orten lebenden muslimischen Türken ist es eine Zäsur: Mustafa Koc, der die türkisch-islamische Moscheegemeinde Sinzig zwei Jahre lang betreute, ist in die Türkei zurückgekehrt. Vor wenigen Tagen hat der Vorstand des etwa 180 Mitglieder zählenden Vereins am Kölner Flughafen Muhsin Aksoy abgeholt, den neuen Imam. Er wird die Gemeinde voraussichtlich fünf Jahre lang begleiten. Zu seinen Aufgaben gehört es dann, die fünf täglichen Gebetszeiten, sowie das Freitagsgebet in der Moschee an der Lindenstraße 45 zu leiten. Außerdem erteilt er Kindern und Jugendlichen an den Wochenenden Unterricht in Islam und türkischer Kultur.

Aber auch äußerlich hat sich das türkisch-islamische Zentrum in den vergangenen Wochen verändert: Die zur Lindenstraße hin gelegene Fassade des um 1900 erbauten Haupthauses wurde saniert - finanziert über Spendengelder und die Mitgliedsbeiträge der Mitglieder. „Nachdem der Verkehrskreisel an der Linde fertiggestellt wurde, ist das unser Beitrag zur Verschönerung dieser wohl verkehrsreichsten Einfahrt in die Stadt“, sagt Coskun Erden, seit 2014 Vorsitzender der Sinziger Moscheegemeinde. Dieser eingetragene Verein ist eine von insgesamt mehr als 1000 Moscheegemeinden in Deutschland, die der DITIB, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion, angeschlossen sind.

Das nächste Bauprojekt sei bereits in Planung, so Erden weiter: Die Fenster entlang der Koblenzer Straße sollen erneuert werden. Die türkisch-islamische Gemeinde erwarb den Gebäudekomplex im Jahr 1989. Vorher war dort die Traktorenhandlung und -werkstatt Hartmann untergebracht. Bis zu ihrem Umzug in die Lindenstraße stand den in Sinzig lebenden Türken lediglich ein kleiner privater Gebetsraum im ersten Stock des Wohn- und Geschäftshauses an der Mühlenbachstraße 38 zur Verfügung. Im Parterre des seit Jahren leerstehenden und vom Abriss bedrohten Gebäudes befand sich zu dieser Zeit ein türkisches Obst- und Gemüsegeschäft.

Das Zentrum an der Lindenstraße dient den in Sinzig und im Umland wohnenden Türken nicht nur zum gemeinsamen Gebet, sondern auch als soziales, kulturelles und pädagogisches Zentrum. Die beiden Gebetsräume werden aber auch von Muslimen aus anderen Ländern genutzt. Neben dem im Jahr 2003 sanierten und aufwendig gestalteten großen Gebetsraum bietet es einen kleinen Gebetsraum, einen Sanitärraum, in dem sich Moscheebesucher vor dem Gebet Hände und Füße waschen können, eine vor drei Jahren neu ausgestattete Küche, ein Gästezimmer, ein Raum für die Jugendarbeit der Gemeinde, sowie eine Wohnung für den Imam und seine Familie. Weil die Teestube der Moscheegemeinde kaum genutzt wurde, entschloss sich der Vorstand, sie zu vermieten. Vor wenigen Wochen wurde in dem zur Straße hin liegenden Raum ein türkischer Backwarenladen mit Café eröffnet. Zu dem Gebäudekomplex gehören weiter eine ebenfalls vermietete Kfz-Hobbywerkstatt sowie ein Raum für die Jugendarbeit. Die ruht derzeit weitgehend, soll im April 2020 aber wiederbelebt werden.

Finanziert über Spenden, konnte die Fassade des Gebäudes finanziert werden. Foto: privat

Finanziert über Spenden, konnte die Fassade des Gebäudes finanziert werden. Foto: privat

Bei dem neuen Imam handelt es sich um Mushin Aksoy.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Oster-Anzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Osterangebot
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
51

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2298

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Rund ums Haus
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Koblenz blüht
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Tag der offenen Tür
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Titelanzeige
Anzeige Lange Samstage
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige