Allgemeine Berichte | 05.08.2025, 09:19 Uhr

Walporzheim: Gewässerwiederherstellung nach der Flut geht voran

Der Ortskern von Walporheim wurde bei der Flut stark in Mitleidenschaft gezogen.  Foto: ROB

Walporzheim. Die Gewässerwiederherstellung nach der Flutkatastrophe 2021 geht voran. Die Kreisverwaltung, die für die Gewässer 2. Ordnung – die Ahr und die Zuflüsse Adenauer Bach, Nohner Bach und Trierbach – verantwortlich ist, stellte Mitte Juli 2025 den Einwohnerinnen und Einwohnern von Walporzheim die Maßnahmen, die in der Ortslage aktuell geplant sind, in der St. Josef Kapelle vor. Der Bereich umfasst das Gebiet von der ehemaligen Heckenbachtalbrücke bis zur Obertorbrücke in Ahrweiler.

Die Maßnahmen gehen über die bloße Instandsetzung des Gewässers und des dazugehörigen Uferbereichs wie vor der Flut hinaus. Ziel der Gewässerwiederherstellung ist es, zukünftige Hochwasserlagen weitestgehend schadlos durch die Ortslagen zu führen und zugleich die Ökologie der Gewässer zu erneuern. Damit geht außerdem eine Verbesserung des unmittelbaren Umfelds der Ahr und somit auch der Lebensqualität der Menschen einher.

„Die Ahr und ihre Zuflüsse müssen so aufgebaut werden, dass Gefahrenstellen möglichst reduziert und so die Risiken zukünftiger Hochwasserlagen minimiert werden“, sagte Landrätin Cornelia Weigand in ihrer Begrüßung. „Dabei geht es nicht nur um den Schutz der eigenen Ortschaft, sondern es muss gleichzeitig auch der Schutz der Unterlieger mitgedacht werden.“

Aufweitung des Uferbereichs geplant

In der Ortslage ist eine Aufweitung des Uferbereichs geplant, um einen größeren Abfluss zu ermöglichen und somit den Wasserstand bei einem erhöhten Abfluss möglichst niedrig zu halten. Zur weiteren Absicherung bei Hochwasserlagen sind nur noch einige ergänzende technische Maßnahmen geringen Ausmaßes notwendig, wie beispielsweise unauffällige Mauern entlang der Uferstraße, die die Häuser zusätzlich schützen.

Anja Toenneßen, Leiterin des Fachbereichs Aufbau und Nachhaltigkeit der Kreisverwaltung Ahrweiler, betonte, dass die lokalen Planungen für Walporzheim nur ein Baustein der Gesamtvorsorge seien: „Neben der Gewässerwiederherstellung vor Ort spielt auch der überörtliche Maßnahmenplan eine wichtige Rolle. Dabei betrachten wir das gesamte Einzugsgebiet der Ahr und nehmen nicht nur den Hochwasserschutz einzelner Ortslagen in den Blick, um die bestmöglichen Maßnahmen zum Wasserrückhalt für den ganzen Kreis treffen zu können.“

Planungen vorgestellt

Frederyk Weber vom Ingenieurbüro C&E Consulting und Engineering GmbH stellte die Planungen zur Gewässerwiederherstellung in Walporzheim im Detail anhand einer Präsentation dar. Zudem verdeutlichte er die positive Wirkung der Maßnahmen am Beispiel eines nach der neusten Berechnung statistisch auftretenden hundertjährlichen Hochwassers und erläuterte den Bauablauf sowie die Herausforderungen beim Abtransport der ausgehobenen Bodenmassen. In die Untersuchung des externen Fachbüros flossen ebenfalls die Auswirkungen bereits vorhandener Bauwerke mit ein, wie die Wehranlage und der Mühlenteich, der durch die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler beplant wird. Beide Projektplanungen werden zwischen dem Kreis und der Stadt eng aufeinander abgestimmt.

Als Erkenntnis aus dem Hochwasser am 9. Januar wird zurzeit das Vorland der Ahr zwischen dem ehemaligen Sportplatz und der ehemaligen Heckenbachtalbrücke abgesenkt und ein provisorischer Wall errichtet.

Die Pläne der Gewässerwiederherstellung in Walporzheim wurden am 16. Juli 2025 in der St. Josef Kapelle vorgestellt. Foto: Macht / Kreisverwaltung Ahrweiler.  Foto: Macht / Kreisverwaltung Ahrweiler

Die Pläne der Gewässerwiederherstellung in Walporzheim wurden am 16. Juli 2025 in der St. Josef Kapelle vorgestellt. Foto: Macht / Kreisverwaltung Ahrweiler. Foto: Macht / Kreisverwaltung Ahrweiler

Der Ortskern von Walporheim wurde bei der Flut stark in Mitleidenschaft gezogen. Foto: ROB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Imageanzeige Dauerauftrag 09/2025
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606   - Pellenzer Lehrstellenbörse 2026
Kirmes in Bassenheim
Rund um´s Haus
Kirmes Plaidt
Tombola - Heimat Shoppen
Rund ums Haus
Empfohlene Artikel
(von links) Pascal Rowald, Jan Ritter und Peter Diewald im großen Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
1166

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Ersten Beigeordneten. Jan Ritter wird Peter Diewald ablösen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ritter wurde vor großem Publikum unter Sitzungsleitung von Bürgermeister Pascal Rowald in dessen erster Sitzung als Stadtchef im zweiten Wahlgang zum Stadt-Vize gewählt. 21 von 36 Ratsmitglieder haben für den 46-Jährigen gestimmt, der für die CDU im Kreistag von Ahrweiler sitzt.

Weiterlesen

Bald geht es wieder los und Bad Neuenahr wird zum Rummelplatz.  Foto:DU
354

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Vom Freitag, 2., bis Dienstag, 6. Oktober, verwandelt sich Bad Neuenahr wieder in eine große Kirmes- und Flaniermeile. Mehr als 50 Schaustellerinnen und Schausteller bringen mit Fahrgeschäften, Spielbuden, Imbiss- und Süßwarenständen jede Menge Unterhaltung und Kirmesstimmung mitten in die Innenstadt. Auch in diesem Jahr wird das Veranstaltungsgelände erweitert, denn die Fläche am Alten Markt wird in die Kirmes einbezogen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Daniel Ramershoven dankt den Kunden und seinen Mitarbeitern*innen für die Jahrzehntelange Treue.
2242

- Anzeige -Traditionsunternehmen Ramershoven schließt seine Geschäfte am Marktplatz

Ein Stück Mayen sagt leise „Auf Wiedersehen“

Mayen. Es ist eine Nachricht, die viele Menschen in Mayen mit Wehmut aufgenommen haben: Das traditionsreiche Unternehmen Ramershoven wird seine beiden Geschäfte am Mayener Marktplatz zum 31. Oktober 2026 schließen. Damit endet eine lange und prägende Geschichte des stationären Einzelhandels in der Innenstadt.

Weiterlesen