Verein Myanmar Partner e.v.
Wandern für den guten Zweck
Burgbrohl/Neuseeland. Vor genau einem Jahr, als Viktoria Köhler auf ihrer Weltreise in Neuseeland festsaß aufgrund der Corona Pandemie, hatte sie eine Idee. Einmal durch ganz Neuseeland wandern -von Süden nach Norden 3000 km auf dem Te Araroa Trail und dabei Spendengelder zu sammeln für den gemeinnützigen Verein „Myanmar Partner e.V.“. Seit einigen Jahren unterstützt Viktoria die gemeinnützige Organisation „Myanmar Partner e.V.“, deren Ziel die schulische Bildung ist. Daher unterstützt Myanmar-Partner die PDO-Klosterschule in Mandalay, in der bis zu 8.000 Kinder unterrichtet werden. Gleichzeitig errichtete die Organisation ein Ausbildungszentrum, in dem die Schüler nach Abschluss nach dem deutschen dualen System einen Beruf erlernen. Zuletzt wurden Kaufleute, Fachbereich Hotel, ausgebildet. Das Berufsbildungszentrum „Marfels Ground“ steht für ein innovatives und ökologisches Projekt in Mandalay. „Unser Ziel ist unser Erfolg“ sagt Harald Lubberich, ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins. Nach dem Ende der Drei-Monats-Lehrgänge haben fast alle Teilnehmer eine bezahlte Festanstellung erhalten. Unterstützung durch Pateneltern während der schulischen Ausbildung und anschließend fit gemacht für den Beruf, das ist der Schlüssel zu einem Leben ohne Armut.
Die aktuelle Situation in Myanmar ist aufgrund des Militärputsches im Februar 2021 für Schule und Kinder sehr kritisch. Es gibt keine Arbeit mehr. Das Militär schießt auf die eigene Bevölkerung.
In der für die Burmesen so schwierigen Zeit, haben viele nichts mehr zu essen, der Verein versorgt mithilfe von Spendengeldern die Waisenkinder und Schüler. Auch werden in Mandalay und Umgebung die hungernden Menschen mit Reis versorgt. Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Myanmar, Tom Andrews, appellierte mehrmals an die internationale Gemeinschaft den Menschen in Myanmar gegen das „Militär ohne Anstand“ zur Seite zu stehen. Bisher wurden seine Appelle nicht gehört. Dabei braucht das ärmste Land Südostasiens die Hilfe von außen mehr denn je. Somit hat Viktoria im Januar 2022 ihren Rucksack gepackt und zog ohne große Wandererfahrungen ganz alleine los. Sie berichtet von 3.000 km - in fünf Monate 14 Tage zu Fuß durch ganz Neuseeland.
Nachdem der erste Tag mit 35 km Straßen laufen schon komplett schief gelaufen war, mit zu kleinen Schuhen und einem brennenden Kochtopf, schlug sich Viktoria tapfer durch. „Die Alpen Überquerung auf der Südinsel machte mir sehr zu schaffen, aber jedes Mal, wenn eine neue Spende überwiesen wurde, war ich voller Energie und kämpfte weiter.“ Viktoria berichtete auch davon, oftmals ans Aufgeben gedacht zu haben, aber auf dem Te Araroa Trail wurde sogar manchmal der Gang zum Klo schon zu einem Erlebnis. Ein Schildkrötenleben, wo das ganze Haus in einem kleinen Rucksack auf dem Rücken steckt (gerade mal 15 kg) und man sich von Kilometer zu Kilometer ans Ziel arbeitet. Ganze 1.500 Euro konnte Viktoria während ihrer Wanderung für den gemeinnützigen Verein über Soziale Netzwerke sammeln. Aktuell ist Viktoria auf einem Heimatbesuch im Westerwald nach ihrer dreijährigen Weltreise und hat sich mit der Familie Lubberich, die den ehrenamtlichen Vorsitz des Vereins Myanmar Partner e.V. 2019 übernommen hat, in Burgbrohl- Buchholz zur Spendenübergabe getroffen. Der Empfang war für Viktoria sehr besonders, auch hatte sie die Möglichkeit, über ein Video- Telefonat mit Thandar, die für den Verein vor Ort arbeitet, in Myanmar zu telefonieren. Die Berichte von Thandar über die jetzt so schwierige Situation haben Viktoria veranlasst, eine weitere Trekkingtour zu planen, um mehr Spendengelder zu sammeln. Vor allem möchte sie den Pacific Crest Trail von México nach Canada in der USA nächstes Jahr erwandern und dabei erneut eine Spendenaktion starten. Online kann man den Verein Myanmar Partner e.v. Auf der Webseite www.myanmar-Partner.de kann man den Verein unterstützen oder Mitglied werden.
Viktoria Köhler kann man auf Instagram unter „Reisevicky“ auf ihrer nächsten Wanderung in Slowenien (September 2022) verfolgen.
Das „Schildkrötenleben“ war ganz schön anstrengend.
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