Allgemeine Berichte | 05.02.2020

Sechste Auflage von Schlag die Möhre

Wanderpokal und 500 Euro Prämien für den guten Zweck

Diesmal ließ sich das Wurzelgemüse nicht schlagen

Aus jedem Sinziger Stadtteil waren Teams vertreten. Fotos: RASCH

Westum. In diesem Jahr ließ sich das Wurzelgemüse nicht schlagen: Bei der sechsten Auflage des längst zur Kultveranstaltung avancierten Karnevalsformats „Schlag die Möhre“ setzte sich das Team von Gastgeber Westum an die Spitze der Wertung.

Im bestens besuchten Murrepalast gewann Westum mit 34 Punkten den großen Sieger-Pokal und 300 Euro Siegerprämie für den guten Zweck. Platz zwei sicherte sich die Mannschaft aus Löhndorf (28 Zähler) vor dem Team aus dem Höhenort Koisdorf (19 Punkte). Novum beim Wettstreit der Sinziger Ortsteile: mit Franken, Bad Bodendorf und der Mannschaft aus der Kernstadt Sinzig gingen gleich drei Teams in den elf Spielen vollkommen leer aus. Im bestens gefüllten Murrepalast - über die Besucherzahlen freute sich die veranstaltende KG- ging dabei eine Abwandlung von Spiel ohne Grenzen im Zelt mit der modifizierten Punktewertung von „Schlag den Raab“ über die Bühne. Mit viel Stimmung und Spaß für Zuschauer, wie für Akteure. In den Reihen der Zuschauer wurde schon darüber diskutiert, ob die Teams Zeit zum Üben hatten. Hatten sie nicht. Die Spieler wussten absolut nicht, was auf sie zukam. Das macht ja auch den Reiz von Schlag die Möhre aus. Bei der 6. Auflage von „Schlag die Möhre“ waren die kleinen Regeländerungen beibehalten worden. So war die Zahl der Spiele auf elf begrenzt worden, um die Veranstaltung im zeitlichen Rahmen zu halten. Und auch bei der Punktwertung hatte man sich in Westum was Neues einfallen lassen. Für die ersten vier Spiele gab es jeweils fünf Punkte, die mittleren vier Spiele wurden mit sieben Punkten belohnt und für die Sieger der drei letzten Spiele gab es elf Punkte. Eine Änderung, die diesmal nicht für die ganz große Spannung in der Schlussphase sorgte. Denn vor dem letzten Spiel hatten die Westumer ihren Erfolg bereits in der Tasche. Mit dem Notar Dr. Stefan Schuck, Bürgermeister Andreas Geron, Pastor Frank Werner, MdL Guido Ernst und SPD-Fraktionschef Hartmut Tann und seinen CDU Kollegen Franz Hermann Deres hatten die Westumer gleich sechs Schiedsrichter aufgeboten. Nach einigen kleinen Turbulenzen bei der Entscheidung des Vorjahres war in Westum bereits vor dem Beginn der Spiele ganz deutlich klargemacht worden: „Der Videobeweis ist nicht zugelassen“. Im Klartext, Handyaufnahmen waren zwar erlaubt und gefragt, kamen aber nicht in die Entscheidungsfindung. Für ein unterhaltsames Rahmenprogramm sorgten die Auftritte der Westumer Tanzgruppen. Und ein gemeinsamer Einmarsch von Westum amtierender Tollität Prinz Rudi I und Sinzigs Sentiaca Dagmar I. Westums KG-Chef Rudi Fuchs, der hat zurzeit ja auch als Prinz das Sagen hat, erläuterte noch einmal den Hintergrund für das zur Zeit so überaus beliebte Karnevalsformat „Es gibt ja die stetigen Frotzeleien zwischen den Sinziger Ortsteilen. Die können bei Schlag die Möhre mit vielen Spielen ausgetragen werden“, hieß es. mEs ging um Geschick, manchmal etwas Kraft, Wissen oder Einschätzungsvermögen. Die Westumer KG hatte die Spiele mit viel Liebe zum Detail und einem ungeheuren technischen Aufwand ausgeheckt. Die Verantwortlichen auf Westumer Seite, um Simone Kasper ließen sich wie immer neue und ungewöhnliche Spiele einfallen. Die gestellten Aufgaben hatten teilweise einen recht heftigen Schwierigkeitsgrad. Es galt, Karnevalslieder zu erraten, die tontechnisch gesehen etwas schwer in Schwung kamen. Wieder musste viel Beinarbeit mit viel Geschick geleistet werden und mit viel Gefühl mit einem überlangen Zweimannhammer Nägel im Holzbalken versenkt werden. Die Spielleitung hatte in Westum Simone Gasper. Der Frau hörte man besser genau zu, denn sie erklärte die Regeln bis ins Detail. Und hatte auch ganz zum Schluss noch die volle Aufmerksamkeit. Eingangs der Veranstaltung war bereits der Bruch eines Unterarms beim internen Westumer Testdurchlauf vermeldet worden. Und vor dem Gruppen-Skifahren zum Schluss bemerkte Gasper dann ganz lapidar: „Bei uns heißt das intern jetzt nur noch das Armbruch Spiel“. Und da spitzte dann jeder lieber die Öhrchen als mit einem gebrochenen Arm im Remagener Krankenhaus zu landen. Schlag die Möhre“, wird übrigens weitergehen und hat längst den Status einer Kultveranstaltung. „Bis zum nächsten Jahr“, hieß es bei allen Beteiligten nach der Siegerehrung.

BL

Die Teams traten in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander an.

Die Teams traten in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander an.

Die Teilnehmer wurden gut von den Gästen angefeuert.

Die Teilnehmer wurden gut von den Gästen angefeuert.

Auch die Kinder hatten ihren Spaß.

Auch die Kinder hatten ihren Spaß.

Aus jedem Sinziger Stadtteil waren Teams vertreten. Fotos: RASCH

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Oster-Anzeige
Ostergruß
Innovatives rund um Andernach
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
247

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
21

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ein LNG-Tank am LKW musste gekühlt werden.
142

Aufgrund eines beschädigten Gas-Kraftstofftanks mussten die Bergungsarbeiten unterbrochen werden

07.04.: LKW brennt vollständig aus - A3 über 9 Stunden vollständig gesperrt

Neustadt (Wied). Am 7. April 2026, gegen 15:30 Uhr, brach auf der Autobahn A3 bei Kilometer 54 in Fahrtrichtung Frankfurt am Main ein Feuer an einem Sattelauflieger aus. Zunächst fing die rumänische Zugmaschine Feuer, welches sich anschließend auf den belgischen Auflieger, der mit Stückgut beladen war, ausbreitete. Beide Fahrzeugteile brannten vollständig aus. Der Fahrer konnte das Fahrzeug rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt.

Weiterlesen

Symbolbild.
1203

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Kreishandwerkerschaft
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Osteraktion
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in