Allgemeine Berichte | 24.05.2023

Mit Millionenaufwand wird die Tennisanlage in Bad Neuenahr derzeit saniert

Wann kommt die Deutsche Meisterschaft zurück nach Bad Neuenahr?

Staatssekretärin Nicole Steingaß (Mitte) beim Baustellentermin mit (von links) dem HTC-Vorsitzeden Karl-Horst-Gödtel, Thomas Weimer, Leiter Verbindungsbüro der Landesregierung für den Wiederaufbau im Ahrtal Turnierdirektorin Annette Bartsch und Projektleiter Jürgen Roos von der Aufbaugesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler. Foto: EA/Adams

Bad Neuenahr. Mit Millionenaufwand wir die Sportanlage in Bad Neuenahr derzeit saniert – Sechs Plätze bis zum Herbst fertig

Bad Neuenahr. Aufbruchsstimmung beim Hockey- und Tennisclub Bad Neuenahr. Bis zum Herbst sollen sechs der vorher 13 Tennisplätze im Lenné- und Kaiser-Wilhelm-Park wieder spielbereit sein. Jetzt informierte sich die Wiederaufbaubeauftragte der Landesregierung, Staatssekretärin Nicole Steingaß, über die Fortschritte beim Platzbau und im ebenfalls von der Flut stark beschädigten Clubhaus der Neuenahrer Tennisspieler. Ein Thema beim Termin mit den HTC-Verantwortlichen war aber auch: Wann kommen die Deutschen Tennismeisterschaften der Senioren wieder zurück nach Bad Neuenahr?

Im ersten Bauabschnitt werden derzeit die sechs östlich gelegenen Plätze im Kaiser-Wilhelm-Park komplett neu aufgebaut. Finanziert wird die Maßnahme mit rund 2,3 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“, das von Bund und Ländern für die von der Naturkatastrophe 2021 betroffenen Regionen in Deutschland zur Verfügung gestellt wird. Auch das geflutete Clubhaus des HTC ist im Wiederaufbau, wie sich Staatssekretärin Steingaß und der Leiter des Verbindungsbüros der Landesregierung im Ahrtal, Thomas Weimer, überzeugen konnten. Im Erdgeschoss ist der Boden bereits gefliest, im Untergeschoss mit Duschen und weiteren sanitären Anlagen alles dafür vorbereitet.

Förderung von 90 Prozent

Rund eine Million Euro wird die Sanierung des Clubhauses mit Nebengebäuden kosten, zu 90 Prozent mit Mitteln aus dem Aufbaufonds von Bund und Ländern finanziert. „Die Wiederherstellung kommunaler Einrichtungen, und dazu gehören auch die Sportstätten, kommt allen zugute. Das Land wird den Gemeinden auch bei den künftigen Maßnahmen als Partner zur Seite stehen“, betonte Staatssekretärin Nicole Steingaß.

Im Herbst sollen die Bauarbeiten am Clubhaus und den Plätzen im hinteren Bereich abgeschlossen sein, Tennis wird aber erst im Frühjahr 2024 gespielt.

Bis dahin müssen die Aktiven der Tennisabteilung weiter bei insgesamt 12 Gastvereinen in der Region ihrem Hobby nachgehen und auch die Meisterschaftsspiele austragen. 28 Mannschaften, davon neun Jugendmannschaften, sind von der Auslagerung betroffen.

Großer Aufwand

Damit der Club mit seinen 450 Mitgliedern in einen normalen Trainings- und Spielbetrieb kommen und ein geregeltes Vereinsleben betreiben kann, braucht er aber auch die sieben Plätze im Lenné-Park. „Der Aufwand den alle Spieler betreiben müssen, um Tennis zu spielen ist groß. Vor allem für die Kinder- und Jugendlichen und ihre Eltern ist die Reiserei eine Belastung“, sagt Vorsitzender Karl-Horst Gödtel.

Zumindest für fünf der sieben Plätze im vorderen Bereich der Anlage, macht Jürgen Roos, Projektleiter bei der Aufbaugesellschaft, den Htclern Hoffnung, im Sommer 2024 hier wieder spielen zu können. „Wir schreiben die Ingenieurleistungen jetzt aus, und wenn wir auch die Unternehmen für den Aufbau rechtzeitig engagieren können, kann das klappen.“ Weitere rund drei Millionen Euro wird das kosten.

Zukunft ist offen

Noch offen ist dagegen die Zukunft der beiden Center-Courts. „Dem Herzstück der Clubanlage und der Deutschen Tennismeisterschaften der Senioren und Seniorinnen“, wie HTC-Turnierdirektorin Annette Bartsch und Vorsitzender Gödtel betonen. Hieß es bis vor kurzem noch, die Plätze lägen im Überschwemmungsgebiet und dürften deshalb nicht mehr aufgebaut werden, werden jetzt offensichtlich landschaftspflegerische Aspekte seitens der Stadt geprüft. „Wir brauchen jetzt ein klares Bekenntnis der Stadt – für den Verein und für die Deutschen Meisterschaften, ob es hier weitergeht“, sagen die Verantwortlichen des Vereins. Erst wenn hier eine Entscheidung gefallen sei, könne man seriös eine DM planen, die schließlich auch aus wirtschaftlicher Sicht ein Faktor für die Stadt sei, unterstreichen die HTCler. „2024 wäre schön, realistisch ist aber 2025“ so Annette Bartsch.

Staatssekretärin Nicole Steingaß (Mitte) beim Baustellentermin mit (von links) dem HTC-Vorsitzeden Karl-Horst-Gödtel, Thomas Weimer, Leiter Verbindungsbüro der Landesregierung für den Wiederaufbau im Ahrtal Turnierdirektorin Annette Bartsch und Projektleiter Jürgen Roos von der Aufbaugesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler. Foto: EA/Adams

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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