Zweitagestour der Wehrer Watzmänner
Watzmänner wandern über den Briloner Kammweg
Wehr. Traumhaftes Frühlingswetter begleitete die Wehrer Watzmänner auf ihrer Zweitageswanderung über den Briloner Kammweg im Hochsauerland. Auf einer Länge von insgesamt fünfzig Kilometern führte die Route über die waldreichen Höhenzüge des Rothaargebirges hinweg. Vom Wintersportort Willingen wanderte man zum Richtplatz hinauf. Im Mittelalter befand sich an dieser Stelle die Gerichtsstätte des kurkölnischen Gaugerichtes. Auf schmalen Waldpfaden lief der Kammweg dann zu den Bruchhauser Steinen hinüber, einer Felsformation aus Porphyrgestein auf dem Hohen Istenstein. Gleich vier Hauptfelsen ragten hier über die Baumwipfel empor, von denen einer, der Feldstein, ein Gipfelkreuz trägt und von den Watzmännern bestiegen wurde. Besonders beeindruckend war dann die Wanderung über die Ginsterkopfvariante. Nach einem strammen Anstieg ging es in ständigem Auf und Ab über die felsige Gratschneide der Ginsterköpfe. An Borbergs Kirchhof wurden die Friedenskapelle und eine frühmittelalterliche Wallanlage in Augenschein genommen, bevor die Wanderer in der urigen Hiebammenhütte Einkehr hielten und schließlich zum Etappenziel nach Brilon weiter wanderten. Der zweite Wandertag begann auf dem Marktplatz von Brilon und führte die zwölfköpfige Gruppe in das Naturschutzgebiet Drübel hinein. Entlang des Flüsschens Bremecke ging es über den Teufelsgrund zum Weiler Huckeshohl hinauf. Der Kammweg steigt von dort aus zum Hemberg und zum 781 Meter hohen Dreiskopf hinauf. In diesem Wegeabschnitt gab es auch mehrere uralte Grenzsteine zu bewundern, die im Mittelalter die Grenze zwischen dem Herrschaftsgebiet von Kurköln und dem Fürstentum Waldeck markierten. Heute bezeichnen sie die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Zum Schluss wurde noch der Hohe Eimberg überschritten. Dann gelangten die Watzmänner kurz vor dem Ausbruch eines Gewitters in den Ausgangsort Willingen zurück. Wanderportal der Wehrer Watzmänner: www.watzmaenner.com.
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