Allgemeine Berichte | 01.10.2018

Eifelverein Sinzig

Weiße Felsen, Wälder, Wasser, Wind

Eifelverein Sinzig erkundet Deutschlands größte Insel.

Die Eifelfreunde erlebten während einer herrlichen Wanderwoche im sonnenverwöhnten September die Vielfalt dieser „Perle“ der Ostsee. Privat

Sinzig. Schroffe Kreideklippen, kilometerlange Strände, nostalgische Badeorte, Halbinseln, Bodden, Seen und Wälder – all das bietet Rügen, Deutschlands größte Insel. Ihre Naturschönheit verzaubert seit Jahrhunderten Künstler, Schriftsteller und tausende Besucher.

41 Teilnehmer des Eifelvereins Sinzig erlebten während einer herrlichen Wanderwoche im sonnenverwöhnten September die Vielfalt dieser „Perle“ der Ostsee.

Fünf Tage lang begleiteten zwei ortskundige Wanderführerinnen die Gruppe kompetent und informativ zu den schönsten Plätzen und Sehenswürdigkeiten.

Das Wahrzeichen Rügens

Die Kreidefelsen, das Wahrzeichen Rügens, waren Ziel der ersten Tagesetappe. Ausgangspunkt war die Nordspitze „Kap Arkona“, einst Kultstätte der slawischen Ranen, heute markant überragt von zwei Leuchttürmen. Das malerische Fischerdorf Vitt wurde besucht, imposante Aussichten auf den Königsstuhl, die Wissower Klinken und die weiß leuchtende Kreideküste genossen, bevor der Hochuferweg, teilweise über Treppen, durch das Weltnaturerbe „Buchenwald“ in die Jasmunder Hafenstadt Sassnitz führte.

Seebäder und Schlösser standen am nächsten Tag auf dem Programm. Vom Jagdschloss Granitz aus, durch dichten Wald, vorbei am „ Schwarzen See“, wurde die Uferpromenade von Sellin mit der schönsten Seebrücke Rügens erreicht. Wanderschuhe statt Badehose, am Strand zwischen Ostsee und Steilküste durch Sand nach Baabe zu stapfen, war ein ganz neues Wandervergnügen. Hier wartete der „Rasende Roland“, wie die Rügener ihre Schmalspurbahn humorvoll nennen, um die Eifelfreunde nach Binz zu bringen. Das größte Seebad beeindruckt mit seiner Promenade und den prächtigen weißen, reich verzierten Bäderarchitekturvillen aus einer glanzvollen Vergangenheit des Badelebens an der Ostsee.

Der Bodden-Panoramaweg brachte die Gruppe von Neuenkirchen entlang des Jasmunder Boddens, über die „Banzelvitzer Berge“, ja, es gibt auch Berge, zum Störtebeker-Festspielort Ralswiek mit dem Schloss gleichen Namens. Den mächtigen Kronen urwüchsiger Buchen auf Augenhöhe begegneten die Eifelfreunde auf dem spiralförmig nach oben führenden Baumwipfelpfad Prora. An verschiedenen Erlebnisstationen ließ sich viel Spannendes und Wissenswertes rund um die Natur erfahren und entdecken. Der 40 m hohe Aussichtsturm „Adlerhorst“ mittendrin, erlaubt einen grandiosen Rundumblick auf Rügens reizvolle Landschaft.

Die Insel Hiddensee

Auf Hiddensee muss man gut zu Fuß sein, und das sind die Wanderinnen und Wanderer des Eifelvereins Sinzig bekanntermaßen, denn die Nachbarinsel Rügens ist autofreie Zone und ein Naturparadies. Frische Seeluft schnuppern ließ sich bei der Überfahrt mit der Fähre nach Vitte. Schon von weitem grüßt im Norden der weiße Leuchtturm vom höchsten Punkt der Insel. Ein schmaler Pfad oberhalb der Steilküste, gesäumt von Kiefern, Heide und den orangen Beerensträuchern des Sanddorns, führte die Gruppe zu diesem Wahrzeichen Hiddensees. Der Blick von der Aussichtsplattform reichte weit bis zu ihrem südlichen Ende. In der Gaststätte „Zum Klausner“ ließen sich die Eifelfreunde mit Leckereien aus der vitaminreichen Sanddornbeere verwöhnen um dann am Vitter Bodden den Rückweg nach Kloster anzutreten. Hier verbrachte neben zahlreichen Künstlern, auch Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann viele Sommer, sein Haus und seine Grabstätte erinnern daran.

Die Zickerberge auf der Halbinsel Mönchgut im Südosten Rügens verrieten ein Geheimnis. Sie waren Ziel der „Überraschungswanderung“ am letzten Tag.

Die sanften Hügel der „Zickerschen Alpen“, 69 m über NN, wie die Einheimischen sie nennen, begeisterten mit fantastischen Ausblicken auf die Weite der Ostsee. Ein steiler Abstieg direkt ans Seeufer zum Nonnenloch, blumenbestandene Magerwiesen und das reetgedeckte Pfarrwitwenhaus in Groß-Zicker waren weitere Highlights dieses Wandertages.

Vorausgegangen war der Besuch der gigantischen Ferienanlage Prora zwischen Binz und Sassnitz die mit ihren Ausmaßen und ihrer geschichtlichen Vergangenheit beeindruckte und verstörte.

Viel zu schnell vergingen die Tage. Mit ein wenig Wehmut aber voller neuer Eindrücke und schöner Erinnerungen verließen die Sinziger Eifelfreunde Deutschlands größte und vielleicht auch schönste Insel.

Großes Lob erhielt Karin Heßeler für die Auswahl und die perfekte Organisation dieser außergewöhnlichen Wanderreise.

Die Eifelfreunde erlebten während einer herrlichen Wanderwoche im sonnenverwöhnten September die Vielfalt dieser „Perle“ der Ostsee.Foto: Privat

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