Allgemeine Berichte | 29.06.2018

Ferienaktion der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Mayen Koblenz (WFG) geht in die zweite Runde.

„Wissen, was geht“ - hilft bei der Berufswahl

Die Teilnehmer lernen auch den Schülergarten der RMF kennen, der zahlreiche Sport und Freizeitangebote bietet. UBU

Polch. Die Ferienaktion „Wissen, was geht“ der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Mayen Koblenz (WFG) geht in diesem Jahr in die zweite Runde. Im Rahmen des Projekts haben Schüler und Jugendliche in den Sommerferien die Möglichkeit, sich direkt bei 23 Unternehmen im Landkreis über die dortigen Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Die Aktion startete jetzt bei Griesson – de Beukelaer in Polch.

Erwartungsvoll warten die Schüler, von denen einige von ihren Eltern begleitet wurden, auf den Beginn der Unternehmensvorstellung, die von der WFG organisiert wurde. „Ich freue mich, dass ihr so zahlreich am ersten Ferientag erschienen seid“, begrüßt Rita Emde, Prokuristin der WFG, die 20 Teilnehmer. Auch Volker Weckbecker, Ausbildungsleiter bei Griesson - de Beukelaer in Polch, freut sich über das große Interesse, sind die Stühle um den großen Tisch im Konferenzraum doch voll besetzt. „Für uns ist die Aktion der WFA eine gute Möglichkeit, uns zu präsentieren“, beginnt Weckbecker seinen Vortrag. Dabei macht er keinen Hehl daraus, dass der Fachkräftemangel nicht nur große Konzerne betrifft, sondern auch Familienunternehmen wie Griesson - de Beukelaer. Weckbecker betont, dass das Unternehmen seine Fachkräfte bevorzugt selbst ausbildet, sodass die Jugendlichen nach ihrer Ausbildung sehr gute Chancen haben, vom Betrieb übernommen zu werden. Ebenso wie bei der Einstellung, seien nicht nur gute Zeugnisse, sondern auch Teamfähigkeit und Sozialkompetenz wichtige Kriterien für eine langfristige Zusammenarbeit. Der Ausbildungsleiter stellt die zahlreichen Ausbildungsberufe vor, die unter anderem vom Maschinenführer, über Elektroniker, Mechaniker bis hin zur Industriekauffrau reichen. Die Zeiten in denen es hieß: „Wenn du ein schlechtes Zeugnis hast, gehe zu Griesson Kekse verpacken, sind vorbei“, so Weckbecker. Zwar gebe es diese Tätigkeiten im Unternehmen noch, doch sie würden immer weniger. „Auch wir sind bei Industrie 4.0 angekommen, sodass diese Aufgaben heute vorwiegend von Maschinen ausgeführt werden.“ Gefragt seien vor allem Fachkräfte mit Ideen, die diese Maschinen bedienen, warten und weiterentwickeln können. Weckbecker betont, dass auch die handwerklichen Berufe heute weniger mit körperlichen Anstrengungen, als mit technischen Knowhow zu tun haben, und motiviert vor allem die weiblichen Jugendlichen, sich für diese Berufe zu interessieren.

Die Schülerinnen und Schüler verfolgen interessiert den Ausführungen der Auszubildenden, die die Ausbildungsinhalte ihres jeweiligen Berufes, per Film oder persönlich, detailliert beschreiben. Konzentriert folgen auch Julia Linz und Sarah Gilles den Vorträgen. „Ich bin hier, weil ich mich für eine Ausbildung in dem Unternehmen interessiere“, erzählt Julia Linz. Sie habe bereits zuvor an einem Informationstag teilgenommen und ist ebenso wie ihre Freundin, begeistert vom Unternehmen und der Aktion „Wissen, was geht“. Man bekomme in der Schule nicht so viel mit, sagt die 15-jährige Gymnasiastin. Daher sei die Aktion eine gute Möglichkeit, Unternehmen kennenzulernen. Trotz der Motivation des Ausbildungsleiters, insbesondere junge Damen für technische Ausbildungsberufe zu begeistern, würden sowohl Julia Linz als auch Sarah Gilles, beide vom Unternehmen überzeugt, eine Ausbildung zur Industriekauffrau vorziehen.

Einen Einblick in den Arbeitsalltag bei Griesson – de Beukelaer gewannen die Schülerinnen und Schüler bei einem abschließenden Rundgang durch das Unternehmen.

Hinter den Kulissen der Rhein-Mosel-Fachklinik

18 neugierige Jugendliche haben sich am Mittwochmorgen auf den Weg gemacht, um hinter die Kulissen der Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) zu schauen. Im Rahmen der Ferienaktion informieren sich die Schüler und Schülerinnen im Landeskrankenhaus in Andernach über die Vielzahl der Arbeitsbereiche und die berufliche Perspektive in einer Klinik.

Wenn man an einen Arbeitsplatz im Krankenhaus denkt, kommt einem als erstes das Berufsbild des Gesundheits- und Krankenpflegers in den Sinn. Aber auch Bereiche wie Heilerziehungspfleger, Kauffrau im Gesundheitswesen, Elektriker, Fachinformatiker für Systemintegration, sowie Gärtner im Garten und Landschaftsbau wollen personell besetzt sein. „Die RMF beschäftigt derzeit 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weil die Patientenzahlen kontinuierlich wachsen, ist auch der Bedarf an Mitarbeitern stetig steigend“, erfahren die jungen Besucher von Denise Hermann, Mitarbeiterin der Personalabteilung. Dem kann Petra Endlein, Lehrerin für Pflegeberufe, nur beipflichten: „Der Gesundheitsmarkt wächst und braucht Menschen, die anderen Menschen gerne helfen wollen. Und wer dann noch einen krisensicheren Arbeitsplatz sucht, ist in diesem Sektor genau richtig“.

„Wissen was geht!“ soll den jungen Besuchern helfen, ihre Berufung zu finden“, sagt Annika Dietel, die das Projekt der WFG leitet. Der Gruppe rät sie, viele Fragen zu stellen. So informieren sich die Schüler und Schülerinnen über die Voraussetzungen, den Alltag oder den Verdienst eines jeden Berufes. Auch die Möglichkeiten vom Berufsorientierungsjahr und Praktika werden vorgestellt. „Etwa 80 Prozent der Auszubildenden, insbesondere im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, absolvieren zuvor ein Praktikum“, sagt Petra Endlein. Den Jugendlichen empfiehlt sie, sich zuvor zu überlegen, ob man mit Menschen arbeiten will und kann. Neben dem Interesse am medizinischen Bereich, dürfe man auch vor Nähe keine Angst haben. Die 15-jährige Samantha Girnos würde gerne mit Menschen arbeiten und kann sich ihre Zukunft als Heilerziehungspflegerin oder Gesundheits-und Krankenpflegerin in der Psychiatrie gut vorstellen. Gerne würde sie in der RMF ein Praktikum absolvieren. Auch Keanu Tiec (14), der seine berufliche Zukunft im IT-Bereich sieht, interessiert sich für ein Praktikum. Die Aktion „Wissen was geht!“ findet er gut. „Sie bietet einem die Möglichkeit, einen umfassenden Einblick in ein Unternehmen zu bekommen, bevor man sich um ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz bewirbt“, so der Jugendliche. „Normalerweise ist es umgekehrt.“

Annika Dietel verteilt derweil Fragebögen an die Jugendlichen, die Fragen zu dem besuchten Unternehmen und zum Landkreis beinhalten. „Um künftig noch mehr Schülerinnen und Schüler für die Aktion zu begeistern, möchten wir auch herausfinden, über welche Kanäle wir die jungen Menschen direkt erreichen“, betont Dietel. Eine Umfrage Anfang 2017 habe ergeben, dass die meisten Jugendlichen auch in Zukunft gerne in ihrem Landkreis bleiben möchten, aber fehlende Studien- und Ausbildungsplätze bemängelten. Andererseits habe der Jugendmonitor gezeigt, dass viele Jugendliche nur die wenigsten der regionalen Ausbildungsbetriebe kennen. „Dem wollen wir mit der Aktion „Wissen was geht“ entgegensteuern“, so Dietel.

Bei einer Führung über das weitläufige Gelände der RMF, bei der die Jugendlichen erfahren welche Fachabteilungen sich in den verschiedenen Gebäuden befinden, beantwortet Petra Endlein noch gezielt Fragen über die Ausbildungsmöglichkeiten bei dem RMF. Als gegen Mittag alle Fragen beantwortet sind, lädt die Krankenpflegeschule die Teilnehmer abschließend zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine ein.

Über die Aktion

„Wissen, was geht“ ist eine Ferienaktion der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Landkreises Mayen-Koblenz in Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Region. Das Projekt richtet sich an Schüler und Jugendliche zwischen 14 und 19Jahren und soll ihnen die Möglichkeit bieten, unterschiedliche Unternehmen kennenzulernen. Ziel ist es, einen Überblick über Ausbildungsberufe und Studiengänge zu vermitteln. Ausführliche Informationen und Anmeldung unter www.wfg-myk.de.

Im Konferenzraum von Griesson – de Beukelaer erfuhren dieSchüler alles Wissenswerte zur Ausbildung in dem Unternehmen.

Im Konferenzraum von Griesson – de Beukelaer erfuhren die Schüler alles Wissenswerte zur Ausbildung in dem Unternehmen.

Die Teilnehmer lernen auch den Schülergarten der RMF kennen, der zahlreiche Sport und Freizeitangebote bietet. UBU

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Kreishandwerkerschaft
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Rund ums Haus
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
51

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2299

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
135

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
Titelanzeige
Osteraktion
Stellenanzeige Kita