Allgemeine Berichte | 24.09.2025

Pastoraler Raum Cochem-Zell

Zu Gast in der jüdischen Gemeinde Koblenz

V.li. Ulrich Britten (Bischöfliches Generalvikariat Trier) Margarete Kock und Sven Ziegler (Baptistengemeinde Bendorf), Veronika Raß (Pastoralreferentin im Bistum Trier im Pastoralen Raum Cochem-Zell) Avadislav Avadiev (Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz), Rabbiner Mordechai Bohrer (Aachen) Gero Meyer (Mitglied im ökumenischen Arbeitskreis in Cochem-Zell und Kaisersesch), Bernd Berenz (Gemeindereferent im pastoralen Raum Cochem-Zell und in der Pfarrei Hl. Maria Magdalena Cochem) Dr. Christoph Simonis (Jüdische Kultusgemeinde Koblenz), Angelika Fohl (Ulmen).  Foto: jüdische Gemeinde Koblenz, Abram Abayev

Kreis Cochem-Zell. Besucht man die jüdische Gemeinde Koblenz, so findet man die Synagoge vor als ein Gebäude geschützt durch Sicherheitsmaßnahmen höchster Sicherheitsstufe. Man muss die Sicherheitszone einmal gesehen und durchschritten haben, um wirklich zu verstehen, wie sehr jüdisches Leben heute in Deutschland bedroht ist. Im 21. Jahrhundert müssen sich jüdische Einrichtungen gegen Antisemitismus schützen, der sich in Hass bis hin zu terroristischen Anschlägen entladen kann.

Eine Besuchergruppe aus den beiden Pastoralen Räumen Cochem-Zell und Kaisersesch sowie aus der Baptisten-Gemeinde Bendorf setzte mit ihrem Besuch ein Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinde Koblenz.

Avadislav Avadiev, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Koblenz, begrüßte die Gäste und kündigte bereits jetzt eine weitere Einladung zu Eröffnung der geplanten neuen Synagoge Koblenz an, die voraussichtlich in zwei Jahren gefeiert wird.

Dr. Christoph Simonis stellte die Geschichte der jüdischen Gemeinde Koblenz dar. Ein Gang über den jüdischen Friedhof führte zum Mahnmal für die Holocaust-Opfer, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft im 20. Jahrhundert von Nazis ermordet wurden. Dr. Heinz Kahn und Inge Kahn, geborene Hein aus Cochem, gehörten zu den wenigen, die die Haft im NS-Konzentrationslager überlebt hatten. Dr. Heinz Kahn baute zunächst die jüdische Gemeinde in Trier, dann in Koblenz auf. Am Grab von Dr. Heinz Kahn und Inge Kahn gedachte man der Verstorbenen.

Man war eingeladen am „Kabbalat Schabbat“, dem „Empfang des Schabbats“ teilzunehmen. Das Gebet, das Rabbiner Mordechai Bohrer aus Aachen sprach, beginnt mit Psalmen, gefolgt von einem Lied, um die Königin Schabbat freudig willkommen zu heißen.

Beim anschließende Kiddusch läuten heilige Worte über den Wein den Schabbat ein, bevor die Segensworte über das Brot gesprochen werden.

Rabbiner Mordechai Bohrer gab außerdem Informationen zum bevorstehenden hohen jüdischen Feiertag: Jüdinnen und Juden feiern Rosch ha-Schana, das jüdische Neujahrsfest. Das Fest erinnert an die Schöpfung der Welt, mit dem das jüdische Neue Jahr begrüßt wird.

Ulrich Britten, BGV Trier, dankte der jüdischen Gemeinde für die Gastfreundlichkeit. Entlang der Mosel zwischen Trier und Koblenz seien viele Zeugnisse jüdischen Lebens erhalten, wie die Synagogen in Zell Mosel, Bruttig-Fankel und Ediger-Eller, und man gestaltet die Erinnerungskultur, um zu gedenken und um zu erinnern, dass man Hass und Hetze entgegentreten muss, um sich für eine friedliches Zusammenleben einzusetzen. Heutiges jüdisches Leben findet sich in den lebendigen jüdischen Gemeinden Trier und Koblenz.

Die Gäste wünschten der jüdischen Gemeinde Koblenz ein „schana tova“, ein gutes neues Jahr zum jüdischen Neujahrsfest Rosh ha shana.

Veronika Raß, Pastoralreferentin im pastoralen Raum Cochem-Zell Arbeitsfeld „Erinnerungskultur“ und „Zusammenhalt“ stärken, lädt ein zum Gebet der Religionen am 28.09.2025, 15:30 Uhr in der Schlossstr. 16 in Zell Mosel mit den drei abrahamitische Religionen Judentum, Christentum, Islam, das anlässlich der Interkulturelle Woche 2025 stattfindet.

In der jüdischen Synagoge Koblenz.  Foto: Veronika Rass

In der jüdischen Synagoge Koblenz. Foto: Veronika Rass

V.li. Ulrich Britten (Bischöfliches Generalvikariat Trier) Margarete Kock und Sven Ziegler (Baptistengemeinde Bendorf), Veronika Raß (Pastoralreferentin im Bistum Trier im Pastoralen Raum Cochem-Zell) Avadislav Avadiev (Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz), Rabbiner Mordechai Bohrer (Aachen) Gero Meyer (Mitglied im ökumenischen Arbeitskreis in Cochem-Zell und Kaisersesch), Bernd Berenz (Gemeindereferent im pastoralen Raum Cochem-Zell und in der Pfarrei Hl. Maria Magdalena Cochem) Dr. Christoph Simonis (Jüdische Kultusgemeinde Koblenz), Angelika Fohl (Ulmen). Foto: jüdische Gemeinde Koblenz, Abram Abayev

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Dauerauftrag
Wir helfen im Trauerfall
Schulze Klima -Image
Minijob
Aktionstage 5.-7. Mai
Outdoormöbel
Zukunft trifft Tradition KW 18
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Empfohlene Artikel
Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
542

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen.Foto: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz
28

Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar

Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen

Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.

Weiterlesen

Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
26

Stadt Andernach entwickelt innerstädtischen Grünzug ökologisch weiter

500 neue Bäume für die Mayener Hohl

Andernach. Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Entlang des rund 600 Meter langen innerstädtischen historischen Weges standen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige Stärkung des gesamten Gehölzbestandes.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Dachdecker (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Grünpflegedienst
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Door To Door Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Titel
10 Jahre NoWi
10 Jahre Nowi
Gebrauchtwagenanzeige
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Stellenanzeige City - Dienst - Erzieher
AzubiSpots Bad Neuenahr