Allgemeine Berichte | 15.07.2019

Motorradlegende Adolf Ohligschläger feierte im tschechischen Jicín

Zum 80. Geburtstag zurück an den Ort eines großen Triumphs

Erfüllten Adi Ohligschläger (M.) mit der Reise ins tschechische Jicínseinen größten Wunsch zum 80. Geburtstag: Sein Rennsportzögling Hans-Jürgen Rothbrust (li.),Mayens Bürgermeister und Familienfreund Rolf Schumacher sowie Ehefrau Anita (sitzend).Fotos: privat

Mayen/Kürrenberg. Nachdem Adolf Ohligschläger, der weithin nur als Ad oder Adi bekannt ist, 1962 auf dem Nürburgring sein erstes Motorradrennen fuhr, geriet sein Name schnell in die Schlagzeilen und war zügig unter Rennfreunden in aller Munde. Bereits 1965 wurde Adi Deutscher Juniorenmeister in der 250er-Klasse und sicherte sich jeweils in den beiden Folgejahren den 2. Platz der Deutschen Meisterschaft. Spätestens seit 1969 kannte man den Namen Ohligschläger auch auf den großen Rennstrecken der Welt und bei den darauf ausgetragenen Motorrad-Grands-Prix. Gleich im ersten Jahr seiner Teilnahme an Weltmeisterschaftsläufen wurde Adi Ohligschläger 12. der Gesamtwertung in der 350er-Klasse mit seiner Yamaha.

1971 gelang ihm dabei auf dem damaligen etwa 100 km nordöstlich von Prag gelegenen Kurs von Jicín ein Rundenrekord, der bis heute Bestand hat. Ähnlich wie bei vielen anderen Parcours der Welt wurde die noch heute bestehende Rennstrecke kurze Zeit später umgebaut, sodass trotz fortschreitender Technik des Rennsports eine Zeitverbesserung des damals entstandenen Rekords auch in Zukunft nie mehr möglich sein wird. Mitte der 70er Jahre wurde es dann ruhiger um den Rennfahrer Ohligschläger. Dem Motorradsport blieb er dennoch stets verbunden. Und er konnte auch später immer noch „sauschnell“ unterwegs sein. Das bewies er beispielsweise 1999 mit seinem Sieg bei einem Oldtimer-Rennen in Neuseeland. Die Siegerehrung seinerzeit nahm niemand geringeres vor als der 15-malige Motorradweltmeister Giacomo Agostini.

Seit vielen Jahren fahren Adi und seine Frau Anita nach Uherské Hradište, der tschechischen Partnerstadt von Mayen. Dort findet alljährlich im direkt angrenzenden Städtchen Staré Mesto ein Motorradstraßenrennen statt mit internationaler Besetzung.

Die beiden sind dazu jederzeit gern gesehene Gäste und anerkannt fachsimpelnde Gesprächspartner. Es ist selbst für Laien ein großartiges Erlebnis, wenn Adi an einer alten 350er Yamaha die Tipps und Kniffe aus seiner aktiven Zeit erläutert. Im vergangenen Jahr konnte Adi seiner umfangreichen Sammlung von Pokalen ein weiteres unerwartetes Exemplar hinzufügen. Libor Karásek, der Organisationsleiter des Rennens in Staré Mesto und ehemalige Bürgermeister von Uherské Hradište überreichte ihm im Rahmen der Siegerehrungen den Ehrenpokal der tschechischen Rennveteranen im Autoklub der Tschechischen Republik (ACCR).

Im vergangenen Juni konnte der in Mayens höchstgelegenem Stadtteil Kürrenberg lebende Adi Ohligschläger nun seinen 80. Geburtstag feiern. Welchen größten Wunsch konnte es dazu für einen ehemaligen Motorradrennfahrer geben, als an den Ort eines wirklichen Triumphs seiner aktiven Zeit zu reisen und dabei sowohl alte Erinnerungen aufzufrischen als auch gleichzeitig neue Rennsportatmosphäre zu inhalieren? Eine Reise nach Jicín sollte es sein und just zu seinem Geburtstag war dort wieder ein internationales Rennwochenende. Sein Freund Hans-Jürgen Rothbrust aus Mendig, selbst ab 1970 erfolgreicher Motorradrennfahrer und eigenem Bekunden zufolge von Adi dazu entdeckt und ermuntert, Mayens neben dem Radsport ebenso Motorradsport begeisterter Bürgermeister Rolf Schumacher und Ehefrau Anita erfüllten ihm diesen Geburtstagswunsch.

WE

Adolf Ohligschläger wird geehrt.

Adolf Ohligschläger wird geehrt.

Zum 80. Geburtstag zurück an den Ort eines großen Triumphs

Erfüllten Adi Ohligschläger (M.) mit der Reise ins tschechische Jicín seinen größten Wunsch zum 80. Geburtstag: Sein Rennsportzögling Hans-Jürgen Rothbrust (li.), Mayens Bürgermeister und Familienfreund Rolf Schumacher sowie Ehefrau Anita (sitzend).Fotos: privat

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