Allgemeine Berichte | 15.08.2023, 08:45 Uhr

Die Nachfrage ist weiterhin hoch

Zwei Jahre nach der Flut: Waschmöglichkeit wird immer noch benötigt

Die Gespräche während der Wartezeit werden als besonders wertvoll empfunden.  Foto: Foto: Nicole Taskesen
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Bad Neuenahr-Ahrweiler.Seit acht Monaten stellen der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., der Malteser Hilfsdienst e.V. und die katholische Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler den Bewohnern des Ahrtals eine Waschmöglichkeit zur Verfügung. Das in der Telegrafenstraße neben der Rosenkranzkirche in Bad Neuenahr ansässige Projekt „Waschbar“ hat nun den 1.000. Gast begrüßt, seit seinem Start im November 2022. Die positive Resonanz bestärkt die Organisatoren in der Annahme, dass es weiterhin einen hohen Bedarf an diesem Service gibt.

Waschmaschinen und Trockner

Die Einrichtung bietet vier Waschmaschinen und ebenso viele Trockner. Menschen, denen eine Waschmöglichkeit fehlt, können dort kostenlos waschen und haben Zugang zu gratis Waschmittel. Während der Wartezeit können sie den angrenzenden Kontaktladen besuchen, der neben Beratungsangeboten auch kostenlosen Kaffee, Tee, Gesellschaftsspiele und Gesprächsmöglichkeiten bietet. Der persönliche Austausch mit anderen Gästen und dem Waschbar-Team wird von den Besuchern als wertvoll angesehen. Vor Kurzem führte eine gemeinsame Initiative von Mitarbeitern und Gästen zu einer Kranich-Faltaktion, die in unterhaltsamen Stunden und abschließenden Ausstellungen mündete.

Zeichen des Vertrauens

Die Projektleiter der Waschbar waren sehr erfreut über ihren 1.000. Gast, eine Frau. Sie sehen die hohe Besucherzahl als Zeichen des Vertrauens der Gemeinschaft. Julia Hoffmann, Fluthilfekoordinatorin des Caritasverbands, betont, dass die Waschbar weit mehr als ein Wäscheservice ist – sie dient auch der Begegnung, Kommunikation und Gemeinschaft, unterstützt durch die gute Kooperation aller beteiligten Partner. Nicole Taskesen vom Malteser Hilfsdienst hebt hervor, wie unterschiedliche Menschen hier zusammenkommen und ihre Geschichten teilen. Pfarrer Heiko Marquardsen der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler sieht das Erreichen des 1.000. Gastes als Bestätigung für die Akzeptanz des Angebots und hofft auf dessen Fortsetzung auch in der Zukunft. Die Waschbar passte ihre Öffnungszeiten an die Sommerferien an. Momentan ist sie montags und mittwochs geschlossen, aber dienstags, donnerstags und freitags geöffnet. Bei konstantem Besucheraufkommen könnte bald der 2.000. Gast erwartet werden.BA

Die Gespräche während der Wartezeit werden als besonders wertvoll empfunden. Foto: Foto: Nicole Taskesen

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