Allgemeine Berichte | 31.08.2023

Kulturverein Latscho Koblenz e.V. blickt positiv auf zweite Festivalausgabe zurück

Zwei Tage und zwölf Bands begeisterten

Das Orgateam des Latscho Festival.  Quelle: Kulturverein Latscho Koblenz

Koblenz. Das Latscho Festival hat es mit Rhein in Flammen aufgenommen und präsentierte mit zwölf Live Bands an zwei Tagen den Sound, der auf dem Koblenzer Sommerfest kläglich vermisst wurde. Der Kulturverein Latscho Koblenz e.V. hat an dem Rhein in Flammen Wochenende auf dem Sportplatz Asterstein seine 2. Ausgabe des Latscho Festivals gefeiert. Auf der gemeinnützigen Kulturveranstaltung gab es zwei Tage lang Bands aus Koblenz und Umgebung zu hören. Wie auch schon in der vorherigen Ausgabe des Festivals dient das Latscho Festival der Förderung der Koblenzer (Sub)Kultur und ist nicht gewinnorientiert. Der Veranstalter vergibt die begehrten Slots gerne an Bands, die zuvor von der Koblenzer Touristik für einen Auftritt bei dem Koblenzer Sommerfest abgewiesen wurden. Dieses Jahr kritisieren die Veranstalter*innen die Koblenz Touristik für deren Umgang mit Kulturschaffenden in der Stadt.

„Wir konnten Bands eine Auftrittsmöglichkeit geben, die zuvor eigentlich für das Sommerfest vorgesehen waren und dann aber ohne Angabe von Gründen von der Koblenz Touristik fallen gelassen wurden. Das ist von der Stadt aus eine miserable Kommunikation und sehr schlechter Umgang mit Koblenzer Künstler*innen. Wir sind aber froh, dass wir einen kleinen Ersatz schaffen konnten“, kritisiert der Vorsitzende Sebastian Beuth. Weitere Betroffene sind aber auch die Bühnenbetreiber*innen der letzten Jahre auf dem Koblenzer Sommerfest. Denen hatte man auch erst die Organisation für das Jahr 2023 anvertraut und dann wieder ohne Angabe von Gründen entzogen. Von Seiten der Koblenz Touristik oder der Stadt gibt es weiter kein Statement oder Kommunikation dazu. Das sorgt für Frustration unter den Vereinen und Ehrenamtlichen, die das Programm der letzten Jahre bei dem Sommerfest gestaltet haben.

Was die Stadt an Live Programm und Sound nicht hinbekommt, hat das Latscho Festival geliefert. Das gilt aber auch für ein Awareness Konzept und eine sichere Anlaufstelle für diskriminierte Menschen während der Kulturveranstaltungen. Bei Rhein in Flammen und dem Koblenzer Sommerfest gab es keine Ansprechpartner*innen oder Anlaufstellen für Menschen, die auf der Veranstaltung Diskriminierung erfahren haben, während das Latscho Festival auf ein ausgeprägtes AwarenessKonzept mit Ansprechpartner*innen und Safe-Space setzt.

„Wir haben uns fast ein Jahr lang mit Awareness-Konzepten auseinandergesetzt und ein eigenes für unsere Veranstaltungen entworfen. Das Latscho Festival ist eine Veranstaltung an der Ausgrenzung, Diskriminierung, Homophobie, Faschismus, Hass und Sexismus jeglicher Art keinen Platz haben. Egal, wie Mensch es dreht und wendet. Das sollte selbstverständlich sein, trotzdem wollen wir das klarstellen“, erklärt die Antidiskriminierungsbeauftragte Miriam Lefev. „Dass die Stadt selbst kein solches Konzept hat, verurteilen wir scharf.“

Insgesamt blickt der Verein positiv auf seine Veranstaltungsreihe zurück und kann sich vorstellen, das Angebot des Festivals und die Förderung der Koblenzer Kultur weiter auszubauen. Auch 2024 soll es wieder eine Ausgabe des Festivals geben. „Das Festival für die Besucher*innen und Kulturschaffenden der Stadt Koblenz mit zu organisieren - und dann auch noch mit der eigenen Band aufzutreten, das war ein Ideal.“ unterstreicht der stellvertretende Vorsitzende Sebastian Scharnagl, der in der Punkband Poempelz spielt.

Der Kulturverein wurde von dem Kultursommer Rheinland-Pfalz, der Sparkasse Koblenz, der Bürgerstiftung Koblenz, der DSEE und der Lottostiftung Rheinland-Pfalz für die Durchführung der Veranstaltung gefördert. „Ohne unsere Partner*innen und Förder*innen wäre die Durchführung undenkbar. Dafür möchten wir uns im Namen der Künstler*innen und Veranstalter*innen ausdrücklich bedanken!“, stellt der Schatzmeister Marcel Dott klar.

Weitere Informationen über den Verein findet man unter www.latscho-koblenz.de.

Pressemitteilung

Kulturverein Latscho Koblenz

Das Orgateam des Latscho Festival. Quelle: Kulturverein Latscho Koblenz

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Imageanzeige - Dauerauftrag
150 Jahre Zeitungstradition
150 Jahre Zeitungstradition
Empfohlene Artikel
Im Kurpark von Bad Neuenahr: Pascal Rowald, Gordon Schnieder und Bundeskanzler Friedrich Merz.
1099

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre ist es jetzt her, dass sich am 14./15. Juli 2021 eine verheerende Flut durch das Ahrtal wälzte, 135 Menschen aus dem Leben riss, zahllose Verletzungen an Leib und Seele forderte, Existenzen, Häuser, Straßen und Wege zerstörte und das ganze Tal nachhaltig veränderte – bis heute. Am fünften Jahrestag der größten Naturkatastrophe der jüngeren deutschen Geschichte gedachte...

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer.
849

Als ich diese Zeilen schreibe, liegt der fünfte Jahrestag der Flut noch vor uns. Wenn Sie sie lesen, haben wir ihn hinter uns. Manche werden sagen: „Wir haben ihn geschafft!“ Und allein dieses Wort zeigt, wie viel dieser Tag vielen Menschen noch abverlangt.

Weiterlesen

v.l.n.r. Wolfram Hutsteiner, Leiter Kita St. Josef, Luisa Wittersheim, stellv. Leiterin Kita St. Josef, Ramona Mühlenkamp, Gesamtleitung Kita gGmbh, Anne Herrig, Vorsitzende des Kita-Elternausschusses und Kita-Förderverein.  Foto: privat
24

Altenahr. Sechs Jahrzehnte voller Leben, Lachen und Lernen - sechs Jahrzehnte, in denen Generationen von Kindern in der Kindertagesstätte St. Josef in Altenahr begleitet, gefördert und auf ihrem Weg ins Leben gestärkt wurden. Das runde Jubiläum war Anlass, um ein buntes Familienfest zu feiern.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Familie Frank aus Plaidt freute sich über Präsente im Sayner Freibad.
119

Sommerwetter sorgt für gute Besucherzahlen

20.000-Gäste-Marke im Freibad Sayn erreicht

Bendorf-Sayn. Anfang der Woche konnte im Freibad Sayn ein besonderer Meilenstein erreicht werden: Bereits der 20.000. Badegast der diesjährigen Saison wurde begrüßt. Damit wurde diese Marke deutlich früher geknackt als im vergangenen Jahr. Die anhaltend warmen Temperaturen haben in den vergangenen Wochen viele Besucherinnen und Besucher ins Freibad Sayn gelockt.

Von Stadtverwaltung Bendorf aus Bendorf

Weiterlesen