Allgemeine Berichte | 01.12.2017

Daten und Fakten zum Welt-AIDS-Tag

„positiv zusammen leben“

Startschuss für die Infokampagne zum Welt-AIDS-Tag auf dem Washington-Platz in Berlin. Foto: © Sandra Kühnapfel

Region. In Deutschland leben rund 87.000 Menschen mit HIV / AIDS. Dank moderner Medikamente haben die meisten von ihnen eine fast normale Lebenserwartung. Sie können in jedem Beruf arbeiten und ihre Freizeit gestalten wie andere auch. Wird HIV rechtzeitig festgestellt und behandelt, ist eine AIDS-Erkrankung vermeidbar. Man kann also heute in der Regel gut mit HIV leben. Aber immer noch wird hinter dem Rücken von Menschen mit HIV getuschelt, verweigern manche Ärztinnen und Ärzte eine Behandlung, und in einigen Fällen ist sogar der Arbeitsplatz in Gefahr. Zurückweisung, Ausgrenzung und die Angst davor wiegen heute für viele HIV-Positive schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion selbst. Ursache für Zurückweisung und Diskriminierung sind häufig Vorurteile, Unwissen oder unbegründete Ängste vor einer Ansteckung.

Da hilft nur eines: darüber reden! Denn wir alle können ganz selbstverständlich und ohne Angst „positiv zusammen leben“. Im Beruf, im Alltag und in der Freizeit gibt es keine Übertragungsgefahr. Und auch in der Liebe lässt sich das Risiko einer Ansteckung fast auf null senken: durch Kondome oder eine erfolgreiche HIV-Therapie. Die Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2017 wendet sich gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV, denn Ausgrenzung und ständiges Verstecken aus Angst vor Ablehnung oder Mobbing machen krank. Deshalb will die Deutsche AIDS-Stiftung Solidarität fördern und Mut machen. Den Mut, aufeinander zuzugehen, über Ängste zu sprechen, dazuzulernen.

Gegen HIV hab ich Medikamente. Und Deine Solidarität?

Seit 1996 gibt es hochwirksame Behandlungsmöglichkeiten gegen HIV: Mehrere Medikamente werden zusammen eingesetzt, sodass sich die Viren im Körper nicht mehr vermehren können. Wenn eine HIV-Infektion rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird, kommt es nicht mehr zur lebensbedrohlichen Krankheit AIDS – man kann dauerhaft mit HIV leben.Trotzdem löst HIV weiterhin oft Verunsicherung, Angst und Vorurteile aus. Auch deshalb ist es wichtig, immer wieder über das heutige Leben mit HIV aufzuklären – und zu zeigen, dass positiv zusammen leben möglich ist. Dazu ist Solidarität erforderlich: Respekt füreinander, die Bereitschaft, Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzutreten, und das Engagement dafür, dass alle Menschen Zugang zur Behandlung bekommen.

Mit HIV kann ich leben. Weitersagen.

Dank der modernen Medikamente ist eine HIV-Infektion heute bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung eine chronische Krankheit. Man hat dann gute Chancen auf eine annähernd normale Lebenserwartung bei guter Lebensqualität. Außerdem schützt eine funktionierende HIV-Therapie auch die Sexpartnerinnen und Sexpartner: Wenn dauerhaft keine Viren mehr im Blut nachweisbar sind, kommt es nicht zu Übertragungen. Das heißt auch: Frauen und Männer mit HIV können ohne Angst vor Ansteckung ihrer Partnerinnen und Partner oder des Babys auf natürlichem Weg Eltern werden. Diese guten Nachrichten sind längst noch nicht bei allen Menschen angekommen. In vielen Köpfen herrschen noch alte Bilder von Krankheit, Leiden und frühem Tod. Unsere Kampagne will deshalb realistische Bilder vom Leben mit HIV heute und vom positiven Zusammenleben zeigen und so Unwissen, Vorurteile und Ängste abbauen.

Mit HIV kann ich alt werden. Noch Fragen?

Viele Menschen mit HIV ernten erst einmal Mitleid, wenn sie anderen von ihrer Infektion erzählen. Oft weiß ihr Gegenüber nämlich nicht, dass man dank der HIV-Medikamente heute die Chance auf ein langes Leben bei guter Lebensqualität hat. Die Kampagne will Vorurteile und Ausgrenzung abbauen. Die können nämlich krank machen – und auch dazu führen, dass man sich nach einem HIV-Risiko nicht testen lässt: aus Angst, bei einer HIV-Diagnose selbst ausgegrenzt zu werden. Eine unentdeckte HIV-Infektion kann dann lange Zeit unbemerkt den Körper schädigen, bis es schließlich sogar zu AIDS kommt. Wir haben es in der Hand: Positiv zusammen leben ist möglich. Leichter, als du denkst.

Pressemitteilung Welt-AIDS-Tag

Anzeigenmotiv zum Welt-Aids-Tag 2017. Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Anzeigenmotiv zum Welt-Aids-Tag 2017. Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Startschuss für die Infokampagne zum Welt-AIDS-Tag auf dem Washington-Platz in Berlin. Foto: © Sandra Kühnapfel

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Boomerang : Wenn man sich so intensiv um verarmte Kinder oder alte Menschen kümmern würde....
  • Tanja Busch : Ich kaufe am liebsten nachhaltig und finde es mehr als schade, dass Inpetto schließen musste. Es war immer ein Erlebnis dort einzukaufen und ich würde mir wünschen, dass sich ein neuer Platz in Bendorf anbietet für Second Hand Ware.

Illegale Müllentsorgung sorgt erneut für Ärger

  • Heuschrecke: Das ist leider nicht nur in Kesselheim es sieht leider überall an den Container so aus
  • Boomerang : Schlimme Zustände. Allerdings wird da anscheinend auch nicht oft genug geleert. Und der Wertstoffhof war zwischen den Jahren komplett zu.
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Pellets
Titelanzeige (Januar)
Wir helfen im Trauerfall
Unternehmen erfolgreich regional
Wir helfen im Trauerfall
Rg.adresse:  BEST gGmbH Mainzer Str. 8 56154 Boppard
Stellenanzeige Stellv. Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt
Empfohlene Artikel

Altenahr. Staatssekretärin Simone Schneider hat dem Bürgermeister der Ortsgemeinde Altenahr (Landkreis Ahrweiler), Neofitos Arathymos, einen Förderbescheid in Höhe von 1,76 Millionen Euro überreicht. Die Mittel stammen aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“ und dienen der weiteren Entwicklung des Ortskerns.

Weiterlesen

Grafschaft. Für die Bläserklassen, Musikensembles, Musikkurse und die fünften Klassen des Are-Gymnasiums hieß es am Freitag, den 16. Januar 2026, „Jazz zum Anfassen“. Zu Gast waren die Jazz Messengers Rheinland-Pfalz, eine aus jungen Musikstudierenden der Hochschule für Musik Mainz bestehende Band. Unter der Leitung von Thomas Bachmann tourt das Ensemble durch Rheinland-Pfalz, um Schülerinnen und Schülern an Schulen die Ausdruckskraft und Vielfalt des Jazz nahezubringen.

Weiterlesen

Weitere Artikel

2. Karnevalssitzung des FKK begeistert mit hochkarätigem Programm

Närrische Höhepunkte in Kalenborn

Kalenborn. Am 17. Januar 2026 hat das Festkomitee Kalenborner Karneval zur 2. Karnevalssitzung eingeladen und bot ein abwechslungsreiches, jeckes Programm voller Höhepunkte. Charmant und souverän führten Daniela Winten-Krahm und Alina Riske durch den Abend und verbanden die einzelnen Programmpunkte mit viel Herzblut und karnevalistischem Esprit.

Weiterlesen

Jugendbüro Altenahr führt digitales Anmeldesystem ein

Schulung für alle mit Interesse

Altenahr. Zum 1. Februar führt das Jugendbüro Altenahr ein neues digitales Anmeldeverfahren für alle Angebote ein. Im Mittelpunkt steht dabei die webbasierte Software nupian, mit der das Jugendbüro seine Angebote – sowohl Ferienprogramme als auch Veranstaltungen außerhalb der Ferien – künftig vollständig online verwaltet. Um den Einstieg zu erleichtern, bieten die Mitarbeitenden des Jugendbüros Altenahr...

Weiterlesen

Einblicke in den Schulalltag der Boeselager-Realschule

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür

Ahrweiler. Am Samstag, 17. Januar 2026, öffnete die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler ihre Türen für zahlreiche interessierte Besucher. Besonders viele Eltern der aktuellen Viertklässler nutzten die Gelegenheit, sich über das Schulangebot zu informieren. Darüber hinaus kamen auch viele ehemalige Schülerinnen und Schüler, um ihre frühere Schule zu besuchen und alte Kontakte zu pflegen.

Weiterlesen

Helfende Hände gesucht
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Innovatives aus Weißenthurm
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Unternehmen erfolgreich
Stellenanzeige SB Straßenreinigung
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Bürgermeisterwahl 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Anzeige KW 3
Dauerauftrag Imageanzeige
Stellenanzeige ZFA