Raiffeisenbanken Kaisersesch-Kaifenheim und Lutzerather Höhe planen Zusammenschluss
„Raiffeisenbank Eifeltor eG“
Neues Institut hätte rund 17.500 Kunden und 6.000 Mitglieder
Kaisersesch/Lutzerath. Die benachbarten Raiffeisenbanken Kaisersesch-Kaifenheim und Lutzerather Höhe wollen sich zusammenschließen. Aufsichtsräte und Vorstände beider Kreditinstitute haben dafür einen Zeitplan beschlossen. Über die Gründe für die geplante Banken-Ehe und das weitere Vorgehen informierten Bernhard Johann und Thomas Welter, Vorstände der Raiffeisenbank Lutzerather Höhe, sowie Elmar Franzen und Rudolf Nieswand, Vorstände der Raiffeisenbank Kaisersesch-Kaifenheim, bei einem Pressegespräch im Hotel Maas in Lutzerath. Schnell wird dort deutlich, dass die Chemie stimmt. Das habe sich auch bei der bereits bestehenden Zusammenarbeit gezeigt, so die Vorstände unisono: Seit einiger Zeit kooperieren die beiden Genossenschaftsbanken erfolgreich beim Rechnungswesen und Controlling sowie bei Schulungen. „Die Fusionsvorbereitungen erfolgen auf Augenhöhe“, machten die Bankchefs deutlich. „Beide Banken sind wirtschaftlich gesund und stimmen in ihrem genossenschaftlichen Geschäftsmodell überein. Zusammen wollen wir vor Ort für Privatkunden und mittelständische Firmenkunden tätig sein.“
Steigende Anforderungen
Künftig einen gemeinsamen Weg gehen zu wollen, sei insbesondere eine Reaktion auf die Entwicklung am Bankenmarkt. „Eine zusammengeschlossene Bank bedeutet nicht nur mehr Stärke und Kompetenz, sondern auch geringere Kosten mit Blick auf die weiter steigenden Anforderungen der Bürokratie“, sagte Welter. Denn obwohl die Volksbanken und Raiffeisenbanken die Finanzkrise nicht verursacht haben, träfen sie die neuen aufsichtsrechtlichen Gesetze besonders hart. „Für die massiv zunehmenden bürokratischen Vorschriften brauchen wir eine sinnvolle Betriebsgröße, damit wir auch in Zukunft genügend Zeit für Mitglieder und Kunden haben. Wir wollen die aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Tätigkeiten auf mehrere Schultern verteilen“, erklärte Franzen. „Mit unserer vorausschauenden Geschäftspolitik wollen wir rechtzeitig und aus unserer starken Position heraus die richtigen Weichen stellen.“
Die Nähe zu den Kunden und zur Region sei traditionell der entscheidende Wettbewerbsvorteil beider Genossenschaftsbanken, erläuterten die Bankchefs weiter. Deshalb steht fest: „Mit allen Mitarbeitern wollen wir gemeinsam die Zukunft gestalten. Und zwar an allen heutigen Standorten.“ In der zusammengeschlossenen Bank würden 56 Mitarbeiter in 15 Geschäftsstellen arbeiten. „Wir brauchen jede Hand und suchen auch nach neuen Mitarbeitern“, erklärte Welter.
Mitglieder haben das letzte Wort
Das letzte Wort zur Verschmelzung zu einem Kreditinstitut haben jeweils im Juni 2014 die Mitglieder der Raiffeisenbank Lutzerather Höhe und die Mitglieder der Raiffeisenbank Kaisersesch-Kaifenheim bei ihren Generalversammlungen. Stimmen die Mitglieder zu, dann würde die Bank rückwirkend zum 1. Januar 2014 an den Start gehen. Der neue Name der Bank soll „Raiffeisenbank Eifeltor eG“ lauten. Er spielt damit auf die geografische Lage des Geschäftsgebietes an. Dieses reicht ungefähr vom Üßbach im Westen bis zum Brohlbach im Osten sowie von der Mosel im Süden bis zum Elzbach im Norden.
257 Millionen Euro Bilanzsumme
Das neue Gesamtinstitut, das eine Bilanzsumme von 257 Millionen Euro erreichen würde, würde über 17.500 Kunden betreuen. Über 6.000 Menschen aus der Region wären Mitglied. Geleitet werden soll die neue Raiffeisenbank vorerst von einem Vorstandquartett: Elmar Franzen und Rudolf Nieswand von der Raiffeisenbank Kaisersesch-Kaifenheim und Bernhard Johann und Thomas Welter von der Raiffeisenbank Lutzerather Höhe. Nach dem absehbaren altersbedingten Ausscheiden von Johann und Nieswand soll die Bank künftig von Franzen und Welter geleitet werden.
Pressemitteilung der
Raiffeisenbanken
Kaisersesch-Kaifenheim eG
und Lutzerather Höhe eG
Die Vorstände der beiden Genossenschaftsbanken haben die Weichen für einen Zusammenschluss gestellt. Das neu entstehende Geldinstitut soll zunächst von einer Viererspitze geführt werden, nach dem altersbedingten Ausscheiden von Bernhard Johann und Rudolf Nieswand (v. l.) sollen Thomas Welter (r.) und Elmar Franzen die Leitung übernehmen. Foto: privat
